Ruanda: Versöhnung durch Gottes Wort

Weltbibelhilfe unterstützt Alphabetisierung mit der Bibel

Stuttgart, 22. März 2013. „In Ruanda hilft die biblische Botschaft der Versöhnung, das Trauma des Völkermordes zu überwinden“, schreibt der ehemalige württembergische Landesbischof Eberhardt Renz in der Aussendung der Weltbibelhilfe an ihre Förderer zu Ostern. Die Weltbibelhilfe unterstützt mit ihrer aktuellen Kampagne Alphabetisierungskurse in dem ostafrikanischen Land, das immer noch unter den Folgen des Genozids von 1994 leidet.

„An Ostern feiern wir, dass Gott sich in Jesus Christus mit seinen Geschöpfen versöhnt hat“, erklärt der Altbischof. Deshalb sollten wir Menschen uns auch untereinander versöhnen. In Ruanda sei äußerst bemerkenswert, dass Angehörige früher verfeindeter Volksstämme anhand biblischer Texte gemeinsam lesen und schreiben lernen.

„Die Botschaft der Bibel ist für den langen Weg der Versöhnung wichtiger denn je“, sagt auch Emmanuel Kayijuka, Generalsekretär der Ruandischen Bibelgesellschaft. Doch ein Drittel der ländlichen Bevölkerung seien Analphabeten, die die Bibel nicht eigenständig lesen könnten. Biblische Leselernkurse auf dem Lande werden daher auch vom Staat unterstützt.

Die Ruandische Bibelgesellschaft bildet ehrenamtlich Mitarbeitende aus den Kirchen zu Kursleitern aus. Außerdem stellt sie das komplette Lernmaterial für die Teilnehmenden zur Verfügung. Nach Beendigung des Kurses erhalten sie eine kostenlose Bibel und eine Bescheinigung vom Bildungsministerium.

Die Aktion Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft sammelt in Deutschland Spenden für die Arbeit der Bibelgesellschaften weltweit. Partner sind die im Welt­verband der Bibelgesellschaften (UBS; United Bible Societies) zusammenge­schlossenen Gesellschaften.

Der Weltverband zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. In 70 Ländern mit mehr als 150 Projekten engagieren sich die Bibelgesellschaften für Leselernprogramme. Der Weltverband ist daher auch offizieller Partner der Unesco, der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur.

Weitere Informationen gibt es unter www.weltbibelhilfe.de.

RTM

Bildhinweis(Fotos: Weltbibelhilfe):
Studierende aus Ruanda mit ihrer ersten eigenen Bibel

PM Ruanda WBH.pdf