Bibelgesellschaften in islamischen Ländern

Bibelreport berichtet aus Bangladesch, Malaysia und Pakistan

Die Arbeit der Bibelgesellschaften und die Weitergabe des christlichen Glaubens in den islamischen Ländern Bangladesch, Malaysia und Pakistan sind Titelthema der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Bibelreport. Vertreter der Bibelgesellschaften berichten von unterschiedlichen Freiheiten und Einschränkun­gen in ihren Heimatländern. Weitere Themen der Zeitschrift sind die Hilfe für Flücht­linge aus Syrien und das apokryphe Protevangelium des Jakobus.

Simon Wong, Generalsekretär der Malaysischen Bibelgesellschaft, berichtet aus seinem Land, dass christliche Literatur mit dem Hinweis versehen sein müsse nur für Nicht-Muslime. Aus Pakistan heißt es, dass die Stimmung gegen Andersgläubige unter den Militärregierungen aggressiver geworden sei. Auch unter den bisherigen demokratischen Regierungen habe sich die Lage nicht verbessert.

Timothy Bhakta von der Bibelgesellschaft in Bangladesch betont hingegen seine Dankbarkeit dafür, dass wir, verglichen mit anderen Ländern, als Christen in Bangladesch eine gewisse Freiheit genießen. Dazu zählt die Möglichkeit an christlichen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten, Publikationen verbreiten zu können.

Für die Unterstützung von syrischen Flüchtlingen in Jordanien wirbt die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft in der Zeitschrift. Die Jordanische Bibelgesellschaft versorgt inzwischen mehr als tausend Flüchtlingsfamilien mit Nahrungsmitteln, Kleidung und anderen lebensnotwendigen Dingen.

Die aus Syrien geflohenen Familien brauchen gerade jetzt mehr als nur materielle Hilfe, sagt Munther Al-Naamat, Generalsekretär der Jordanischen Bibelgesellschaft. Als Christen kümmern wir uns ebenso um ihre seelischen und spirituellen Wunden. Zu den Aktionen der Bibelgesellschaft gehören auch die Verteilung von Kinderbibeln und Gemeinschaftsabende in Kirchengemeinden.

In der Jahresserie zu den apokryphen Evangelien stellt Dr. Uwe-Karsten Plisch das Protevangelium des Jakobus vor. Es war das in der antiken Kirche am weitesten verbreitete apokryphe Evangelium und allein in der Originalsprache Griechisch lassen sich mehr als 140 alte Handschriften nachweisen. Nach Ansicht des Theologen gewährt das Protevangelium einen faszinierenden Einblick in die christliche Volksfrömmigkeit des 2. Jahrhunderts. Gerade die deutlichsten Elemente dieser Volksfrömmigkeit erhellten aber auch, warum es schließlich nicht in das Neue Testament aufgenommen wurde.

Der Bibelreport wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berich­tet über Themen rund um das Buch der Bücher. Ein Schwerpunkt der Quartalszeit­schrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Überset­zung der Heiligen Schrift.

Den Bibelreport als PDF zum Download gibt es auf www.weltbibelhilfe.de.