Trauer um Ako Haarbeck – Ehemaliger Vorsitzender im Alter von 85 Jahren gestorben

Stuttgart. Die Deutsche Bibelgesellschaft trauert um ihren ehemaligen Vorsitzenden der Vollversammlung und des Verwaltungsrates, Dr. Ako Haarbeck. Der reformierte Theologe war Vorsitzender von 1987 bis 1999. Für den ehemaligen Landessuperintendenten der Lippischen Landeskirche gehörten bibelmissionarisches und verlegerisches Engagement stets zusammen. Haarbeck ist am 2. Oktober im Alter von 85 Jahren in Detmold gestorben.

Unter dem Vorsitz Haarbecks fand unter anderem das ökumenische „Jahr mit der Bibel“ 1992 statt, das die Kirchen, christliche Werke und Bibelgesellschaften gemeinsam veranstalteten. Verlegerisch war das Erscheinen der interkonfessionellen Gute Nachricht Bibel 1997 in einer komplett neu bearbeiteten Fassung ein Höhepunkt. Zugleich entstand mit Förderung der Deutschen Bibelgesellschaft eine Vielzahl von Bibelzentren und Bibelmuseen in den Regionen.

Ako Haarbeck ging es immer darum, dass möglichst viele Menschen die Bibel und ihre Botschaft entdecken und dann ihre Freude daran finden, so haben ihn die Mitarbeitenden und Gremien-Mitglieder der Deutschen Bibelgesellschaft in vielen Gesprächen kennengelernt. Dabei war er allen kommunikativen und technischen Möglichkeiten aufgeschlossen, die in der Zeit genutzt werden konnten.

Im Zentrum standen für Haarbeck das intensive Lesen der Heiligen Schrift und die Hoffnung, die das Wort Gottes gibt. Dies vermittelte er auch in seinen Andachten, Bibellesungen und Hilfen zum Bibellesen. Mehr als 20 Jahre lang verfasste er außerdem Beiträge in Bibelwochenheften für die Gemeindearbeit. Sein Lieblingspsalm lautete: „Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht (Psalm 119,162).

Haarbeck wurde 1932 in Hoerstgen im Rheinland bei Moers geboren und studierte in Wuppertal, Bonn und Göttingen Theologie. Er stand von 1980 bis 1996 an der Spitze der Lippischen Landeskirche. Der Theologe führte von 1992 bis 1998 auch den Vorsitz im Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik (GEP) und war zeitweise Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das Reformierte Kollegium Debrecen (Ungarn) und das Theologische Seminar Klausenburg (Rumänien) verliehen ihm die Ehrendoktorwürde für die Förderung des theologischen Nachwuchses.

Ako Haarbeck hinterlässt seine Ehefrau und drei erwachsene Kinder. Die Trauerfeier findet am Montag, 16. Oktober, 13 Uhr in der Erlöserkirche am Markt in Detmold statt.