„Bibelreport“ berichtet seit 50 Jahren rund um die Bibel

Vielsprachiges Surinam und „Brot des Lebens“ in Peru“

Stuttgart. Die Zeitschrift „Bibelreport“ widmet ihre Jahresserie zum 50. Jubiläum „Dauerbrennern“ unter den internationalen Bibelprojekten. Zum Start geht es um das peruanische Programm „Brot des Lebens“, bei dem seit 1998 arme Kinder ein Frühstück und biblische Schriften erhalten. Die Arbeit der Bibelgesellschaft im vielsprachigen Surinam steht im Zentrum des Titelthemas.

„Innerhalb des Weltverbandes der Bibelgesellschaften stellte dieses Projekt etwas ganz Neues dar. Denn hier wurde die Verbreitung der Bibel mit der Sorge um das leibliche und seelische Wohlergehen der Kinder verbunden“ berichtet Autorin Eva Mündlein von „Brot des Lebens“. Nach den Worten des damaligen Leiters der Bibelgesellschaft in Peru, Pedro Arana Quiroz, ging es den Initiatoren darum den Menschen „das Evangelium Christi ganzheitlich zu bringen“. Innerhalb des Weltverbandes der Bibelgesellschaften habe dieses Projekt damit etwas ganz Neues dargestellt.

Das Konzept ist einfach: Freiwillige Helfer, meist Mütter, kochen für die Kinder, spielen und beten mit ihnen. So können die finanziellen Mittel der Bibelgesellschaft dafür eingesetzt werden, Brot, Obst und Kiwigen, ein besonders eiweißhaltiges Getränk, zu kaufen und Kinderbibeln oder biblische Materialien an die Kinder zu verteilen. Auch regelmäßige medizinische Untersuchungen oder Schulunterricht werden von freiwilligen Helfern angeboten. Wenn es die Finanzen erlauben, verteilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerdem Schulmaterialien oder warme Kleidung. Unterstützt wird das Projekt unter anderem aus Deutschland durch die Sponsorenrallye „Bike for Bibles“ im württembergischen Kirchenbezirk Brackenheim.

Von der Übersetzung des Alten Testaments in eine Sprache der Maroons berichtet Autorin Freddy Dutz aus dem südamerikanischen Surinam. Die Maroons sind Nachkommen entlaufener Sklaven. Ihre Sprache gehört zur großen Vielfalt des multikulturellen Landes, in dem unter anderem Niederländisch, Spanisch, Englisch, Hindi, Saramaccaans und Aukaans gesprochen werden.

Dutz, Pressereferentin des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland, berichtet auch von neuen ungewöhnlichen Aktionen der Bibelgesellschaft. In Straßeninterviews griff sie zum Beispiel das Thema Gewalt in der Familie auf. Man wolle zeigen, wie sehr Menschen darunter leiden. Und dass sich Gewalt nicht mit dem Gebot „Liebe üben“ vertrage, erklärt Paul Doth, Generalsekretär der Surinamischen Bibelgesellschaft. „Nur Bibeln zu drucken, das reicht nicht“, betont Doth. Gottes Wort müsse gelesen, verstanden und gelebt werden.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berichtet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift. Im Internet gibt es unter folgendem Link kostenlos die digitale Ausgabe: www.die-bibel.de/bibelreport.

RTM

Mehr Informationen
www.die-bibel.de

BR-1-2018-Titel.pdf