16 July, 2017 18:33

Auch 2016 wurden weltweit über 34 Millionen Bibeln verbreitet

Stuttgart. Mit 34,3 Millionen Büchern blieb die Zahl der weltweit verbreiteten Bibeln 2016 konstant. Das geht aus dem diesjährigen „Global Scripture Distribution Report“ des Weltverbands der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) hervor. Trotz des leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von rund 15 Prozent bei der Verbreitung von Voll-Bibeln (Altes und Neues Testament) seit 2010. Insgesamt konnten 401,4 Millionen biblische Schriften (Voll-Bibeln, Neue Testamente und einzelne biblische Bücher) weitergegeben werden. Einen sprunghaften Anstieg verzeichneten digitale Ausgaben.

„Der Bericht zeigt: Das weltweit große Interesse an der Bibel ist ungebrochen. Das deckt sich auch mit den Erfahrungen aus unserer Arbeit “, sagt Horst Scheurenbrand, Leiter der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft. Besonders in Krisenregionen spiegle der Bericht die große Nachfrage nach Bibeln in Zahlen wider. So konnten die Bibelgesellschaften im Nahen und Mittleren Osten, aber auch auf Kuba einen deutlichen Anstieg verzeichnen. „Dass viele Menschen auf Kuba heute zum ersten Mal eine Bibel in ihrer Hand halten können, ist auch dem Engagement unserer Spenderinnen und Spendern zu verdanken“, so Scheurenbrand. Die Weltbibelhilfe fördert das größte Bibel-Verteilprojekt auf der karibischen Insel auch im aktuellen Jahr.

Mehr als verdoppelt hat sich die Verbreitung digitaler Bibelausgaben. Wurden 2015 noch rund 1,3 Millionen Ausgaben bereitgestellt, waren es 2016 über 3 Millionen. Gründe dafür sieht der Verband im weltweit wachsenden Zugang zum Internet und die zunehmende Verbreitung von Smartphones. Auf diese Entwicklung reagierend fördern immer mehr Bibelgesellschaften die Entwicklung von Digital-Angeboten.

Auch die Bibelverbreitung in Deutschland findet im „Global Scripture Distribution Report“ ausdrückliche Erwähnung. So erreichte die Deutsche Bibelgesellschaft mit ihren Bibelausgaben 2016 doppelt so viele Menschen wie im Vorjahr. Grund dafür war auch der gute Verkaufsstart der revidierten Lutherbibel 2017 im Herbst des vergangenen Jahres. Insgesamt konnte die Deutsche Bibelgesellschaft 518.961 deutschsprachige Bibeln verbreiten.

Der „Global Scripture Distribution Report“ berücksichtigt die Zahlen von Verlagen und Organisationen, die dem Weltverband angehören. Der Weltverband der Bibelgesellschaften ist der internationale Zusammenschluss von 148 nationalen Bibelgesellschaften, zu denen auch die Deutsche Bibelgesellschaft gehört. Die Bibelgesellschaften sind in rund 200 Ländern aktiv. In Deutschland sammelt die Weltbibelhilfe Spenden für diese internationale Arbeit und engagiert sich in langfristigen Partnerschaften, zum Beispiel in China und Zentralasien.

sb

Foto: Frauen in Ghana erhalten eine Bibel von der dortigen Bibelgesellschaft (Bildnachweis: UBS).

Südsudan: Frieden stiften mit dem Wort Gottes

Kurse der Bibelgesellschaft helfen Trauma-Geschädigten

Stuttgart. Zu Spenden für Projekte der Bibelgesellschaft im Südsudan ruft die Weltbibelhilfe in einer aktuellen Kampagne ihre Förderinnen und Förderer auf. Die Bibelgesellschaft bietet gemeinsam mit einheimischen Kirchen Trauma-Kurse für die von Krieg und Gewalt betroffenen Landsleute an. Darüber hinaus werden Neue Testamente und Bibeln verbreitet und Leselernkurse angeboten.

„Die Bibelgesellschaft im Südsudan nimmt den christlichen Auftrag, Frieden zu stiften, ernst“, erklärt Dr. Ulrich Fischer, Schirmherr der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft und ehemaliger badischer Landesbischof. Mitten im Krieg säe sie die Samen für ein neues, friedliches Miteinander. Viele Menschen wünschten sich Begleitung und Halt in der biblischen Botschaft.

Der Südsudan leidet seit Beginn des Bürgerkriegs unter Gewalt und Unsicherheit. Viele Bürgerinnen und Bürger haben Angehörige verloren. Deshalb bietet die Bibelgesellschaft gemeinsam mit den Kirchen die biblischen Trauma-Kurse an. „Bei Gott finden die Menschen Trost und Halt“, berichtet Edward Kajivora, Leiter der Bibelgesellschaft im Südsudan. Nachdem bereits viele Erwachsene von den Kursen profitiert hätten, würden sie nun auch für Kinder und Jugendliche angeboten.

Die Bibelgesellschaft schult Freiwillige der Kirchen für die Kursleitung und stellt auch das Material zur Verfügung, darunter Bibeln. Ein Trauma-Kurs wird immer von zwei Personen geleitet und hat bis zu 60 Teilnehmende. Dieses Jahr werden mehr als 75 neue Kursleiterinnen und Kursleiter ausgebildet.

Als eine der Hauptursachen für die Probleme im Land sieht Kajivora die mangelnde Schulbildung. Deshalb bietet die Bibelgesellschaft auch Leselernkurse mit der Bibel an. „Zwei Drittel der Bevölkerung können nicht lesen und schreiben“, berichtet Kajivora. Die Kursteilnehmer bewege die biblische Botschaft von Vergebung und Versöhnung und sie verändere ihr Leben. Oft setzten sie sich danach dafür ein, das Leid und die Feindseligkeiten zu überwinden.

Seit 2011 ist die Republik Südsudan unabhängig. In dem mehrheitlich christlichen Land leben rund 12,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Seit 2013 herrscht hier ein Bürgerkrieg, an dessen Anfang ein Konflikt zwischen dem Präsidenten Salva Kiir Mayardit und dem damaligen Vizepräsidenten Riek Machar stand. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen berichtet von inzwischen mehr als 1,5 Millionen Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Gewalt sind. Unabhängige Beobachter werfen beiden Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Viele Südsudanesen hungern.

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen im Internet unter www.die-bibel.de/weltbibelhilfe

RTM

Fotos (UBS):

(1) Ozoonwa Nyumbe lernte Lesen und Schreiben mit der Bibel.

(2) Teilnehmende eines Kurses für Trauma-Bewältigung.

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Lutherbibel mit Glasfenstern von Marc Chagall

16 ganzseitige Farbtafeln mit Werken aus Mainz und Zürich

Stuttgart. „Die Lutherbibel mit Glasfenstern von Marc Chagall“ ist jetzt bei der Deutschen Bibelgesellschaft mit dem aktuellen Bibeltext erschienen. Die Ausgabe mit der revidierten Lutherbibel 2017 zeigt auf 16 ganzseitigen Farbtafeln Kirchenfester, die der Künstler zwischen 1967 und 1985 geschaffen hat. Die Mehrzahl der Werke entstammt der Kirche Sankt Stephan in Mainz.

In Deutschland gestaltete der Künstler zwischen 1978 und 1985 die neun Chorfenster der Mainzer Kirche Sankt Stephan. Das Werk war sein Beitrag für jüdisch-deutsche Versöhnung. Für den Chorraum des Fraumünsters in Zürich hatte er bereits ab 1967 fünf Glasfenster erschaffen. Die Kunstbibel zeigt Fenster aus beiden Kirchen. Auf den Rückseiten der Farbtafeln finden sich jeweils kurze Angaben zum Bild sowie die passende Bibelstelle.

Marc Chagall (1887 bis 1985) gilt als der bedeutendste Maler der Bibel im 20. Jahrhundert. Die biblischen Geschichten lernte er im jüdischen Elternhaus und in der Synagoge kennen. Am Ende seines Lebens hinterließ er ein umfassendes Werk an Radierungen, Holzschnitten, Lithographien, Gouachen, Ölgemälden – und vielen Glasfenstern. Mehr als ein Drittel seiner künstlerischen Arbeiten nahm biblische Motive auf.

1973 wurde im französischen Nizza das „Musee National Message Biblique Marc Chagall“ eröffnet. Damals sagte Chagall: „Seit meiner frühesten Jugend hat mich schon die Bibel in ihren Bann gezogen. Die Bibel schien mir – und scheint mir heute noch – die reichste poetische Quelle aller Zeiten zu sein.“ Seitdem habe er ihren Widerschein im Leben und auch in der Kunst gesucht.

Die revidierte Lutherbibel 2017 ist zum 500. Reformationsjubiläum erschienen. Sie wurde auf Anregung der Deutschen Bibelgesellschaft durch eine Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland erarbeitet. Die Kommission überprüfte den vollständigen Bibeltext und stellte so sicher, dass er dem aktuellen Stand der Bibelwissenschaft entspricht. An vielen Stellen wurde dabei die vertraute und eingängige Luthersprache wiederhergestellt.

RTM

Lutherbibel mit Glasfenstern von Marc Chagall

(mit Apokryphen)
ISBN
978-3-438-03316-1Deutsche Bibelgesellschaft
Einband Leinen mit Farbabbildung, Fadenheftung,
Leseband, farbiges Vorsatzpapier, mit Familienchronik1536 Seiten, Format 15 x 22 cm
Preis 30 Euro

Journalistinnen und Journalisten können per E-Mail an presse Rezensionsexemplare bestellen.

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Zehn Jahre WiBiLex im Internet

Bibellexikon mit inzwischen mehr als 1700 Beiträgen

Stuttgart. Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex) ist jetzt zehn Jahre online. Das Lexikon startete 2007 als Projekt der Deutschen Bibelgesellschaft mit rund 230 Artikeln und bietet zum Jubiläum bereits mehr als 1700 Beiträge mit 3100 Bildern und Grafiken zu Themen des Alten und Neuen Testaments. Rund zwölf Millionen Seitenrufe zählte das Bibellexikon seit Start.

„Es ist großartig, wie dieses Projekt gewachsen ist und welches Wissen im Lexikon inzwischen verfügbar ist“, sagt der Kaufmännische und Verlegerische Leiter der Deutschen Bibelgesellschaft, Reiner Hellwig. Das Lexikon zeige, was bei einer engagierten und kompetenten Arbeit vieler Beteiligter im Internet entstehen kann. Das Bibellexikon wird herausgegeben von Professorin Dr. Michaela Bauks (Koblenz) und Professor Dr. Klaus Koenen (Köln) für das Alte Testament sowie Professor Dr. Stefan Alkier (Frankfurt) für das Neue Testament. Zusätzlich beteiligen sich mehr als 20 Fachherausgeber sowie über 500 Autorinnen und Autoren am Onlineprojekt.

„WiBiLex ist in der Bibelwissenschaft inzwischen als Standardwerk etabliert und kann durch das Themenregister und die Suchfunktion leicht erschlossen werden“, erklären die Herausgeber für das Alte Testament, Michaela Bauks und Klaus Koenen. Die Artikel zu den biblischen Büchern oder Nachbarkulturen lägen fast vollständig vor. Im Lexikonteil zum Alten Testament erscheinen laut Herausgeber noch in diesem Sommer Artikel zu den Stichworten Deuterojesaja, Assyrer und Aramäer, aber auch zu Gottebenbildlichkeit, Furcht und Tätowierung.

Zugleich betonen die Wissenschaftler, dass es noch viel zu tun gibt. So fehle noch eine Reihe von Artikeln zu kleineren Ortslagen in der Bibel, zur Wissenschaftsgeschichte und auch zu theologischen Begriffen. „Es fallen uns auch immer noch weitere Begriffe ein und dabei nehmen wir gerne Anregungen von Leserinnen und Lesern auf“, so Bauks und Koenen. Der Artikel „Bibelfilme (AT)“ sei gerade ergänzt worden. Begonnen habe man bereits mit der Aktualisierung von Artikeln. Die Überarbeitung werde in nächster Zeit zunehmend in den Fokus treten.

Das Lexikon ist eingebunden in das Portal www.bibelwissenschaft.de, das von der Deutschen Bibelgesellschaft verantwortet wird. Dazu gehören auch die Bibeltexte in den Ursprachen, eine Bibelkunde, der Online-Bibelkommentar und das Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon (WiReLex) im Internet.

Weitere Informationen unter www.bibelwissenschaft.de/wibilex

RTM

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Costa Rica: Eine Gesellschaft lernt sehen

Weltbibelhilfe unterstützt Projekte für blinde Menschen in Mittelamerika

Stuttgart. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft ruft zu Spenden für Projekte für blinde und stark sehbehinderte Menschen in Costa Rica und Guatemala auf. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen durch Neue Testamente, Kalender und Kinderbibeln in Punktschrift Zugang zur biblischen Botschaft bekommen. Darüber hinaus engagiert sich die Bibelgesellschaft in Familien und in der Öffentlichkeit für Inklusion.

„Die Bibelgesellschaft in Costa Rica hat sich auf den Weg gemacht. Ihr Engagement hat dem Leben unzähliger blinder Menschen eine neue Perspektive gegeben“, erklärt der Schirmherr der Weltbibelhilfe und ehemalige badische Landesbischof, Dr. Ulrich Fischer, in einer Aussendung der Weltbibelhilfe zum Pfingstfest. Diese Arbeit strahle auch auf Politik und Gesellschaft im Land aus. An vielen Stellen sei ein neues Bewusstsein für die Probleme blinder Menschen und ihrer Familien entstanden.

Bis Ende 2017 will die Bibelgesellschaft das gesamte zehnbändige Neue Testament in leicht verständlicher Sprache in der Blindenschrift Braille fertiggestellt haben. Außerdem entwickelte die Gesellschaft ein spezielles Familienprogramm, in dem Betroffenen und ihren Angehörigen Beratung und Hilfe angeboten wird. In jedem Jahr wird zudem ein inklusiver Kalender für Familien mit blinden Kindern publiziert. Da Bibeln in Brailleschrift etwa fünfzigmal teurer sind als herkömmliche Bücher, sind diese Aktionen weiter auf die Unterstützung von Spenderinnen und Spendern aus Deutschland angewiesen.

Rund 250.000 der etwa 4,9 Millionen Bürgerinnen und Bürger Costa Ricas sind blind oder stark sehbehindert, darunter auch viele Kinder. In Kooperation mit der nationalen Stiftung für blinde Menschen, den Kirchen und den Büchereien macht die Bibelgesellschaft in Costa Rica bereits seit einigen Jahren Betroffenen die Bibel in Brailleschrift zugänglich. Sie begann 2012 biblische Geschichten in Brailleschrift zu drucken. Mit Aktionen für Sehende und Nichtsehende wie einem „Dinner in the Dark“ rüttelte sie Medien und Gesellschaft auf. Diesem Beispiel folgt nun unter anderem die Bibelgesellschaft in Guatemala. Für ihr Engagement hat die Bibelgesellschaft in Costa Rica 2015 die „Silberne Glocke“, einen Unesco-Preis für Inklusion erhalten.

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen im Internet unter www.die-bibel.de/weltbibelhilfe

RTM

Fotos :

(1) Shirley, eine blinde Mitarbeiterin der Bibelgesellschaft, besucht das zehnjährige blinde Mädchen Génesis und bringt ihr ein neues Buch mit.

(2) Bei einer Stadtführungs-Aktion der Bibelgesellschaft in Costa Rica gehen alle mit verbundenen Augen hintereinander. Jeder legt seine Hand auf die Schulter des Vorangehenden, um nicht zu stolpern. So machen es blinde Menschen, wenn sie keinen Blindenstock haben.

Bildnachweis: UBS

Spendenkonto Weltbibelhilfe

Evangelische Bank eG
IBAN: DE59 5206 0410 0000 4150 73
BIC: GENODEF1EK1

Kontakt

Tobias Keil
Weltbibelhilfe
der Deutschen Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-273
Fax: +49 711 7181-553-273
E-Mail: keil

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sgaben finden Sie auf

Die Bibel für Kinder als Hörbuch

Margot Käßmanns Übertragung gelesen von Jürgen von der Lippe

Stuttgart. „Die Bibel für Kinder“ übertragen von Margot Käßmann und gelesen von Jürgen von der Lippe wird jetzt von der Deutschen Bibelgesellschaft in Gemeinschaft mit dem Audio-Verlag DAV als Hörbuch angeboten. Auf zwei CDs mit einer Gesamtlänge von mehr als zwei Stunden sind Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament zu hören.

Die Kinderbibel erzählt im Alten Testament Geschichten von der Schöpfung bis zu den Büchern Daniel, Ezra und Nehemia, im Neuen Testament von der Ankündigung der Geburt Jesu durch Erzengel Gabriel bis zu den Missionsreisen des Paulus. Hundert biblische Geschichten lernen Kinder so kennen. Aber auch Erwachsene können sich so bekannte Geschichten wie Adam und Eva im Paradies, die Heilungswunder Jesu oder die Erzählung vom guten Samariter wieder in Erinnerung rufen.

„Kindern die Bibel nahezubringen ist eine wunderbare Aufgabe“, erklärte die 59-jährige Theologin Käßmann im Vorwort der im Herder-Verlag erschienenen Druckausgabe. So lernten sie die großen Gestalten der Bibel und die Geschichten vom Gottvertrauen kennen. Sie hoffe, dass Familien sich Zeit nehmen, die Bibel mit Kindern zu entdecken.

Beim Schreiben habe sie sich vorgestellt, die Geschichten so ihren vier Töchtern zu erzählen, als sie klein waren, so die Botschaftern der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum und ehemalige Bischöfin. Für alle Erzählungen wählte Käßmann eine klare und einfache Sprache. Auf der Kinderbibel-CD geben außerdem Klavierstücke immer wieder Raum zum Innehalten und lassen die erzählten Geschichten sanft ausklingen und nachhallen.

Sprecher Jürgen von der Lippe liest die ungekürzte Fassung. Der 69-jährige Fernsehmoderator, Musiker und Komiker hat bereits eine Reihe von Hörbüchern veröffentlicht und wird von Kritikern häufig für seine Vielseitigkeit gelobt. Er wurde unter anderem mit dem Bambi (1996) und dem Echo (1999) sowie zweimal mit dem Adolf-Grimme-Preis (1994 und 2007) ausgezeichnet. Den Jürgen von Manger-Preis für das Lebenswerk erhielt der Künstler 2015.

RTM

Die Bibel für Kinder von Margot Käßmann
gelesen von Jürgen von der Lippe

ISBN 978-3-438-02235-6
Deutsche Bibelgesellschaft in Gemeinschaft mit DAV – Der Audio Verlag
zwei Audio-CDs im Digi-Pack, Format
12,5 x 18,5 cm
Preis 12,99 Euro

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Größte Bibel der Welt heißt alle willkommen

Aussichtsturm zur Weltausstellung am Wittenberger Hauptbahnhof eröffnet

Stuttgart/Wittenberg. Wenige Tage vor Eröffnung der „Weltausstellung Reformation“ präsentieren der Verein Reformationsjubiläum 2017 und die Deutsche Bibelgesellschaft zusammen mit der Nüssli (Deutschland) GmbH den Torraum „Welcome“ am Wittenberger Hauptbahnhof. Im Zentrum des Bereichs steht ein Aussichtsturm. Die Gestaltung ist angelehnt an die neue Lutherbibel 2017. Auf der Rückseite wird unter dem Motto „Die ganze Bibel auf einen Blick“ der vollständige Text der Lutherbibel abgebildet.

27 Meter hoch ragt der Bibelturm vor dem Bahnhof in den Himmel. Auf seinem Plateau finden bis zu 80 Personen Platz. „Ein Blick über Lutherstadt Wittenberg direkt bei der Ankunft“, das war die Idee der Initiatoren der Weltausstellung Reformation, die am kommenden Wochenende beginnt.

Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Vereins ist begeistert: „Der Turm im Torraum ‚Welcome‘ ermöglicht gleich zu Beginn des Wegs durch die Weltausstellung Reformation einen Perspektivwechsel. Wer die 162 Stufen hoch steigt, bekommt eine Orientierung über das gesamte Weltausstellungsgelände. Zudem ist er ein sichtbares Zeichen auch für alle, die am Hauptbahnhof Wittenberg nicht aussteigen. Sie werden eingeladen, die Weltausstellung zu besuchen.

Die passende Optik liefert die Deutsche Bibelgesellschaft (Stuttgart) mit der Jubiläumsausgabe der revidierten Lutherbibel 2017. „Es ist großartig für uns als Bibelgesellschaft hier vertreten zu sein.“, so Dr. Christian Brenner, von der erweiterten Geschäftsleitung der Deutschen Bibelgesellschaft, „Die Reformation war eine Wiederentdeckung von Gottes Wort; die Bibel ihr wichtigstes Buch. Umso wichtiger ist es uns, zu zeigen, dass die Bibel auch heute noch ein Buch ist, das seinen Platz in der Mitte des Lebens hat.“ Dementsprechend sei der Turm nicht nur als Bibel „verpackt“: Auf der Rückseite ist auf über 1400 Seiten der vollständige Bibeltext im Originalsatz abgedruckt – natürlich in der Übersetzung Martin Luthers. Mit etwa 30 Metern Gesamthöhe ist der Turm damit die größte Bibel der Welt. Der Eintrag für das Guinnessbuch der Rekorde ist beantragt.

Für die Nüssli (Deutschland) GmbH, die sich auf das Errichten temporärer Bauten spezialisiert hat und auch diesen Turm erstellt hat, war „die größte Bibel der Welt ein außergewöhnliches Projekt, das auch für uns nicht alltäglich ist“. So Michael Kelm, Leiter der Niederlassung Berlin von Nüssli.

Eine erste Gelegenheit, die Lutherstadt von der größten Bibel der Welt aus zu betrachten, bietet sich Besuchern am Samstag, dem 20. Mai, bei der Eröffnung der Weltausstellung Reformation, anschließend ab dem 24.05. beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, der in Berlin und Wittenberg stattfindet, und bis zum Ende der Weltausstellung Reformation am 20. September.

Der Torraum „Welcome“ ist eines von sieben „Toren zur Freiheit“, in denen Kirchen, Organisationen und Kulturschaffende aus aller Welt ihre Sicht auf die Reformation präsentieren. Unter ihnen ist der Bibelturm das höchste Bauwerk und die erste Attraktion für Besucherinnen und Besucher, die Wittenberg über den Hauptbahnhof erreichen.

Fotos: Bibelturm in Wittenberg (2), Bild auf dem Aufsichtsturm mit (v.l.): Christian Brenner, Ulrich Schneider und Michael Kelm.

Veranstaltungen rund um die Bibel
beim Kirchentag in Berlin

Die Deutsche Bibelgesellschaft und die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Bibelmuseen präsentieren sich an verschiedenen Orten beim Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 24. bis 28. Mai in Berlin. In der „Messe im Markt“ ist die Bibelgesellschaft mit einem Stand zur Weltbibelhilfe und der Flüchtlingsarbeit (Stand-Nummer 3.2-B13) vertreten und in der Kirchentagsbuchhandlung in Halle 4.2b der Messe Berlin mit ihren Produkten.

Im Zentrum Bibel in Halle 11.2 der Messe Berlin nimmt Generalsekretär Dr. Christoph Rösel am Donnerstag, 25. Mai, um 11 Uhr an einer Podiumsdiskussion zur Luther- und Einheitsübersetzung teil. Workshops zum Thema Bibelübersetzung mit Dr. Rösel sind am Samstag, 27. Mai, von 15 bis 18 Uhr im Programm. Im Zentrum Kulturkirchen in der Kirche Sankt Matthäus im Bezirk Tiergarten ist die Bibelgesellschaft am Freitag um 15 Uhr an der Podiumsdiskussion „Wem gehört die Lutherbibel? Zwischen Verkündigung und wirtschaftlichen Interessen“ beteiligt.

Eine Veranstaltung mit der Basis-Bibel-Schirmherrin und Generalsekretärin des Kirchentages, Dr. Ellen Ueberschär, findet am Donnerstag um 17.30 Uhr auf dem „MarktPlatz“ im Markt der Möglichkeiten statt und am Samstag um 10.30 Uhr auf der Autorenbühne der Kirchentagsbuchhandlung. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Bibelmuseen präsentiert sich im Zentrum Bibel mit einem Erzählzelt und bietet Führungen im Pergamonmuseum und im Neuen Museum an.

KONTAKT:

Deutsche Bibelgesellschaft

Sven Bigl
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Balinger Straße 31 A

70567 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 711 7181-Durchwahl
Telefax: +49 (0) 711 7181-Durchwahl
E-Mail: bigl

r2017

Christof Vetter

Abteilungsleiter Marketing

Pressezentrum Weltausstellung

Altes Rathaus – Markt 26

06886 Lutherstadt Wittenberg

Telefon: +49 3491 6434-730

Mobil: +49 160 4411011

Email: c.vetter

Nüssli (Deutschland) GmbH

Bianca Jungkunz, Marketing & Sales

Nüssli (Deutschland) GmbH

Rothgrund 6

91154 Roth

Telefon: +49 9171 9763 47,

Telefax: +49 9171 9763 50

Mobil: +49 151 544 50 144

Email: bianca.jungkunz

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Präses Kurschus ist neue Aufsichtsratsvorsitzende

Wahlen bei der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft

Stuttgart/Wittenberg. Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, ist neue Vorsitzende des Aufsichtsrates der Deutschen Bibelgesellschaft. Sie tritt damit die Nachfolge des ehemaligen bayrischen Landesbischofs Dr. Johannes Friedrich an. Die 37. Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft tagte am Montag und Dienstag, 8. und 9. Mai, in der Lutherstadt Wittenberg. Professor Dr. Christoph Levin, Dozent für Altes Testament in der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität München, wurde von der Deutschen Bibelgesellschaft mit der Canstein-Medaille ausgezeichnet.

Kurschus erklärte zu ihrer Kandidatur: „Ich liebe die Bibel und mir liegt daran, dass sie möglichst viele Menschen erreicht. Dazu möchte ich gern durch die verantwortliche Mitarbeit in der Deutschen Bibelgesellschaft beitragen.“ Die 54-jährige Theologin aus Bielefeld ist bereits stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Hermann-Kunst-Stiftung. Die Stiftung unterstützt und fördert die Arbeit des Instituts für neutestamentliche Textforschung mit Sitz in Münster. Es ist mit der Deutschen Bibelgesellschaft durch die Herausgabe des Neuen Testaments in der griechischen Ursprache verbunden.

Als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates wurden wiedergewählt: Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Bischof der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern, und Stefan Werner (Neulingen), Oberkirchenrat der badischen Landeskirche und ab 1. Juli Direktor des Oberkirchenrates der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates sind der württembergische Oberkirchenrat Werner Baur (Mössingen), Thies Gundlach (Hannover), Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Michael Jung (Schwaigern-Stetten a.H.), Bereichsleiter Unternehmenskunden der Baden-Württembergischen Bank, Sebastian Knöfel (Doberschütz), Geschäftsführer der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig, Dr. Rolf Krämer (Hemmingen), Juristischer Vizepräsident der hannoverschen Landeskirche, Professor Dr. Christoph Levin (München), Professor Dr. Holger Strutwolf (Münster), Direktor des Instituts für neutestamentliche Textforschung, und Eva Thomi (Biel/Schweiz), Geschäftsführerin der Schweizerischen Bibelgesellschaft.

Erfolgreiche Neuerscheinung Lutherbibel 2017

Im Jahresbericht blickte der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel, auf ein erfolgreiches Jahr 2016, in dessen Zentrum das Erscheinen der revidierten Lutherbibel stand. „Mit der Markteinführung der Lutherbibel 2017 ab Oktober 2016 wurde eine wichtige Hürde genommen und zugleich die Revision der Lutherbibel als eines der Großprojekte der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen“ so der Theologe. Mehr als 300.000 Ausgaben der neuen Lutherbibel wurden bereits im vierten Quartal 2016 verkauft. Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Friedrich hob vor den rund 60 Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Bibelgesellschaften, evangelischen Freikirchen und christlichen Werken vor allem die mediale Aufmerksamkeit hervor, die die Neuerscheinung bekommt.

Zu den aktuellen Herausforderungen zählt Rösel die Weiterführung des BasisBibel-Übersetzungsprojektes und die Neugewinnung von Spenderinnen und Spendern für die Weltbibelhilfe. Zudem lasse sich momentan beobachten, dass klassische Formen des Bibellesens, etwa nach einem Bibelleseplan, eher zurückgingen. Offen sei, welche anderen Formen an ihre Stelle träten und wie sich das längerfristig auswirke.

Ehrung für das Engagement bei der Revision der Lutherbibel

„Glauben, Geschichte und aneignendes Verstehen“ gehörten in der Theologie Christoph Levins zusammen, erklärte Professor Dr. Christoph Kähler in seiner Laudatio zur Verleihung der Canstein-Medaille an den Münchner Alttestamentler. Levin wurde besonders für sein ehrenamtliches Engagement bei der Revision der Lutherbibel 2017 geehrt. „Wir erhoffen uns von ihm weitere Belehrung, sei es durch die wissenschaftlichen Durch- und Überblicke, durch Einzelprojekte oder den Ertrag wissenschaftlichen Denkens“, so der ehemalige Landesbischof Thüringens und Vorsitzende der EKD-Kommission zur Bearbeitung der Lutherbibel. Kähler hat 2015 die Canstein-Medaille bekommen. Sie wird für besondere Verdienste bei der Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit verliehen. Namensgeber ist Freiherr Carl Hildebrandt von Canstein. Er gründete 1710 in Halle die erste Bibelgesellschaft der Welt, die von Cansteinsche Bibelanstalt.

Vortrag von Professor Dietz zu „Sola scriptura?!“

Thorsten Dietz, Dozent für Dogmatik und Ethik an der Evangelischen Hochschule Tabor Marburg, hielt vor der Vollversammlung einen Vortrag unter dem Titel „Sola scriptura?! Martin Luther und die Autorität der Bibel für das christliche Handeln“. Er betonte, dass moderne Auseinandersetzungen um die prinzipielle Geltung der Schrift schnell den Blick dafür verstellen, wie der tatsächliche Umgang Luthers mit der Bibel in ethischen Fragen aussah. Luthers Schriftgebrauch könne in heutigen ethischen Debatten nicht einfach kopiert werden. Er sei aber weitaus anspruchsvoller und differenzierter, als in vielen heutigen Berufungen auf das reformatorische Schriftprinzip sichtbar werde.

RTM

Foto: (v.l.) Christoph Rösel, Johannes Friedrich, Christoph Levin, Christoph Kähler

Pressebilder von Präses Annette Kurschus finden bei der Evangelischen Kirche von Westfalen:
http://www.evangelisch-in-westfalen.de/fuer-medien/anspruchsgruppen/fuer-medien/fotos/praeses/

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Sven Bigl
Referent Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-286
Fax: +49 711 7181-553-286
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