Hilfe für Christen auf der Flucht im Irak

Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft bittet dringend um Spenden

Stuttgart, 5. August 2014. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft bittet dringend um Spenden für Christen im Irak, die aufgrund der politischen Verhältnisse in die Autonome Region Kurdistan im Norden des Landes flüchten. Der Vormarsch der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) im Irak verschärft die ohnehin angespannte Situation der Flüchtlinge in der Region. „Die Menschen, die zu uns kommen, sind stark traumatisiert und haben alles verloren“, erzählt der Leiter eines Teams des Weltverbands der Bibelgesellschaften (UBS; United Bible Societies) vor Ort.

Die Menschen wurden von den IS-Kämpfern aus ihren Häusern vertrieben und gezwungen, von heute auf morgen ihren gesamten Besitz zurückzulassen. Unter ihnen sind besonders viele Christen: Nach Medienberichten gibt es in der irakischen Millionenstadt Mossul zum ersten Mal seit 1400 Jahren keine Christen mehr. Zehntausende sind auf der Flucht und leiden unter der extremen Hitze mit Temperaturen von bis zu 50 °C im Schatten. Die kurdischen Behörden können die Flüchtlinge ohne zusätzliche Hilfe aus dem Ausland nicht mehr versorgen.

Die Helfer des Weltverbands der Bibelgesellschaften kümmern sich insbesondere um die christliche Minderheit unter ihnen. Die Flüchtlingsfamilien erhalten Hilfspakete mit Nahrung, Medizin und Hygieneartikeln. Zusätzlich sind für die Familien eine Kinderbibel und eine Bibel für Erwachsene beigelegt. „Das ist den Menschen sehr wichtig, denn wir erleben bei all der äußeren Not, dass sie durch die biblischen Texte Trost und neue Kraft schöpfen“, berichtet der Teamleiter.

Eine fünfköpfige Familie kann sich mit einem Hilfspaket im Wert von 25 Euro eine Woche lang ernähren. Insgesamt wollen die Helfer 3000 Familien versorgen, etwa 15000 Menschen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind sie auf die Hilfe der Spenderinnen und Spender aus Deutschland angewiesen.

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband der Bibelgesellschaften zusammengeschlossenen Gesellschaften. Der Weltverband zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen gibt es unter www.weltbibelhilfe.de

TK

Fotos: Weltbibelhilfe

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Buchmarkt-Artikel Deutsche Bibelgesellschaft / Neue Erlebniswelten bauen

Interview mit dem „Buchmarkt“

In der Zeitschrift „Buchmarkt“ ist als Ergebnis eines Telefon-Interviews mit Generalsekretär Dr. Chris-toph Rösel und dem Kaufmännischen und Verlege-rischen Leiter Reiner Hellwig ein Artikel zur Deut-schen Bibelgesellschaft erschienen.

Ein Theologe, der aus der Wissenschaft kommt, wird Generalsekretär und soll die verlegerische Arbeit marktgerecht vorantreiben. Ein studierter Jurist, der eine Buchhandlung gekauft und konsolidiert hat und über die Vertriebsarbeit bis in die Verlagsspitze viele Positionen gesehen hat, wird kaufmännischer und verlegerischer Leiter beim Weltmarktführer für Bibelübersetzungen. Können solche Gegensätze unter einem Dach zusammenarbeiten?

Es geht um das Dach der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG). Am Freitag, den 11. April, wurden Dr. Christoph Rösel und Reiner Hellwig mit einem Festgottesdienst in ihre Ämter eingeführt. Der habilitierte Theologe und der Jurist bilden bereits seit Anfang April das neue Führungsduo im operativen Geschäft der DBG.

„Wir ergänzen uns sehr gut. Wir bilden jeweils eine günstige Erweiterung. Ich habe schon alles in der Branche erlebt, er bringt einen Blick von außen mit“, sagt Hellwig. Erlebt haben beide etwas.

Hellwig hat nach dem zweiten Staatsexamen eine Buchhandlung übernommen und konsolidiert. Parallel war er als Rechtsanwalt zugelassen. Nach sieben Jahren hat er das Geschäft gesund verkauft („Die Buchhandlung erfreut sich auch heute noch bester Gesundheit, meine Nachfolgerin macht das sehr gut“), war für KNV als Kundenbetreuer in Nordbayern und Berlin unterwegs, war beim Datenbankportal juris Key Account Manager, wurde Geschäftsführer von drei Standorten bei Schweitzer Fachinformationen und war zuletzt kaufmännischer Leiter beim Thienemann Verlag.

Rösel hat erst in St. Chrischona bei Basel Theologie studiert und war Prediger in der Stadtmission Lich, ging dann noch einmal zum Studium nach Marburg und promovierte dort. Er absolvierte ein Studium der Erwachsenenbildung in Kaiserslautern und wurde in Marburg in Ev. Theologie habilitiert. Er lehrte Altes Testament an der Ev. Hochschule TABOR in Marburg. „Ich war auch in der Hochschulverwaltung, knappe Finanzen sind mir nicht unbekannt und das war eine private Hochschule, die am Markt bestehen muss“, so Rösel.

Beide haben es in der DBG mit mehr als nur einem Verlag zu tun. Die DBG ist eine Stiftung mit einer klaren Aufgabe: Sie soll die Verbreitung der Bibel und das Bibellesen in aller Welt fördern. Doch beide wissen auch: Je mehr Erfolge sie mit den Produkten am Markt haben, desto unabhängiger von Spendengeldern können sie agieren.

Crosschannel bezieht sich also nicht nur um die Kanäle Lesen von Gedrucktem oder Elektronischem, sondern auch um eine Vielzahl von Fördermaßnahmen, die koordiniert werden müssen. Nun überlegen sie, wie sie das Programm des Verlags strategisch noch einmal anders ausrichten können.

Dabei lässt Hellwig durchblicken, warum das nötig ist: „Die Basisbibel hat noch nicht den Erfolg, den wir uns erhoffen. Gestalterisch sind wir gut im Rennen und haben viele Preise bekommen, aber die Verkaufszahlen befriedigen uns noch nicht“, sagt er. Von der Bibelausgabe, die für das Lesen im Internet neu übersetzt wurde, liegen derzeit bereits das Neue Testament und die Psalmen vor.

Möglicherweise sind die Käufer noch zurückhaltend, weil sie auf die vollständige Bibel warten. „Es gab noch keine großen Marketing- und Vertriebsaktionen“, so Rösel. Wann genau die Übersetzung des Alten Testaments fertig sein wird, ist noch offen. Geplant ist ein Termin in 4-5 Jahren.

Hellwig deutet an, in welche Richtung die weiteren Vermarktungsstrategien gehen könnten: „Wir könnten uns auf funktionierende Produkte fokussieren und drumherum eine Erlebniswelt aufbauen.“ Und Rösel sieht dafür schon bestehende Ansätze: „Es gibt vor Ort eine Reihe von Bibelmuseen wie in Frankfurt, Meersburg oder die Werkstatt Bibel in Dortmund.“

Größtes Projekt ist derzeit für die DBG, die die weltweit maßgeblichen Urtextausgaben für Altes (hebräisch) und Neues Testament (griechisch) herausgibt, die Durchsicht der Lutherbibel. Rösel, der an der Universität Marburg weiterhin Privatdozent für Altes Testament ist, hat im Bereich seines Spezialgebietes, der Propheten, in der Kommission zur Durchsicht mitgearbeitet.

Dass diese Bibel in Zukunft als Luther 2017 zitiert wird, ist der größte Stolz der Beteiligten. „Es bleibt eine klassische Lutherbibel, aber neueste Erkenntnisse sollen berücksichtigt werden. Nicht geben wird es eine sprachliche Modernisierung“, kann Rösel jetzt schon zur Übersetzungsrichtung sagen. „Dafür haben wir zum Beispiel die Gute Nachricht Bibel im Programm.“

Damit spielt er auf die Revision von 1975 an, die auch sprachlich angepasst wurde und deshalb umstritten blieb. So deutet sich an, dass sich die Luther 2017 auch wieder stärker an der Sprache ihres Übersetzungsurhebers orientieren wird.

Im Herbstprogramm 2016 soll das Jubiläumswerk ihren Verkaufsstart feiern, damit sie im folgenden Jahr zur 500. Jahrfeier des Anschlags der Thesen von Martin Luther auf dem Markt ist. Bis dahin darf man darauf gespannt sein, in welcher Gestaltung eine Traditionsbibel in heutiger Zeit daherkommen wird.

„Sie ist ein moderner Klassiker und uns liegt daran, dass sie in einer zeitgemäßen Ausstattung daher kommt. Wir sind derzeit dabei, mit renommierten Persönlichkeiten in der Gestaltung zusammenzuarbeiten“, berichtet Rösel. Die Richtung ist klar: „Es soll ein wertvolles Buch sein, das aber auch Lust zum Lesen macht.“ Erste Entwürfe habe er schon gesehen. „Ich habe den Eindruck, die Bibel wird jeder gern in die Hand nehmen“, ist Rösel überzeugt.

Auch die neue Lutherbibel soll ein crossmediales Produkt werden, verspricht er. Da werden wohl die Erfahrungen mit der Basisbibel einfließen. Aber „wie konkret das sein wird, da sind wir noch in der Ideen- und Planungsphase“, so Rösel. Und da können der branchenerfahrene Jurist und der wissenschaftliche Theologe ihre Erfahrungen aufeinandertreffen und die Funken sprühen lassen.

Matthias Koeffler

DBG Briefvorlage

Mit „E100“ die Bibel entdecken

Textauswahl erleichtert den Einstieg in das Bibellesen

Stuttgart, 1. August 2014. Die E100-Bibel ist jetzt neu bei der Deutschen Bibelgesellschaft in Kooperation mit dem Bibellesebund erschienen. „E100“ steht für die „entscheidenden einhundert Bibeltexte“ und soll Neu- und Wiedereinsteigern in das Bibellesen helfen, die Bibel für sich zu entdecken. Jeweils 50 Texte aus dem Alten und Neuen Testament führen in der Lektüre von der Urgeschichte im 1. Buch Mose bis zur Offenbarung des Johannes. In einem E100-Kombipaket werden zusätzlich in einem Band Impulse zu den Texten für den Alltag gegeben.

„Die Bibel erzählt eine großartige Geschichte“, sagt der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel. Doch viele Menschen täten sich schwer beim Lesen einen roten Faden zu finden. „Durch die Textauswahl von E100 wird der Weg von der Schöpfung bis zu Jesus Christus und den Verheißungen der Offenbarung aufgezeigt“, so Rösel. „Im Zentrum steht die Liebe Gottes zu den Menschen.“

Die einhundert Bibeltexte sind farbig hervorgehoben, so dass sie auch für ungeübte Bibelleserinnen und -leser leicht zu finden sind. Auf 32 Sonderseiten zum Leseprogramm werden die Texte erläutert und Verständnishilfen gegeben. In einem beigefügtem Leseplan können gelesene Texte durch das Herausdrücken der entsprechenden Nummer als gelesen gekennzeichnet werden. Die E100-Bibel ist für das persönliche Bibellesen wie auch die gemeinsame Lektüre in Bibel- und Hauskreisen geeignet.

Textgrundlage der E100-Bibel ist die moderne Übersetzung der Gute Nachricht Bibel. Die Übersetzung liegt in der bearbeiteten Fassung von 2000 vor. Sie berücksichtigte als erste Bibelübersetzung Fragen der frauengerechten Sprache. Erarbeitet wurde die Gute Nachricht von einem Team aus evangelisch-landeskirchlichen, -freikirchlichen und katholischen Übersetzern. Bis heute ist sie die einzige komplett interkonfessionell erarbeitete Bibel in deutscher Sprache.

RTM

E100-Bibel E100-Impulse

Gute Nachricht Bibel ohne Apokryphen Autor: Whitney T. Kuniholm

ISBN: 978-3-438-01619-5 ISBN: 978-3-438-06113-3
1344 Seiten, Format: 12 x 18 cm, Festeinband 160 S., Format: 14 x 21 cm

Preis: 14,95 Euro Preis: 12,95 Euro

E100 Kombipaket

E100-Gute Nachricht Bibel mit E100-Faltkarte + E100-Impulse

ISBN: 978-3-438-01681-2

1344 und 160 Seiten, Format: 12 x 18 und 14 x 21 cm, Festeinband

Preis: 24,95 Euro

Redaktionen können ein Rezensionsexemplar mit einer E-Mail
an pressearbeit bestellen

Ralf Thomas Müller

Pressebeauftragter Deutsche Bibelgesellschaft

Neuerscheinung „Die Kinder-Festtags-Bibel“

Kinder-Festtags-Bibel führt durch das Kirchenjahr

24 Festtage nacherzählt und erklärt für Jungen und Mädchen ab 7 Jahren

Stuttgart, 30. Juli 2014. „Die Kinder-Festtags-Bibel“ ist jetzt bei der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen. Auf jeweils zwei Doppelseiten werden 24 Festtage mit ihren biblischen und kirchlichen Ursprüngen für Jungen und Mädchen ab 7 Jahren nacherzählt. Auf einer weiteren Doppelseite erklären die Autorinnen Susanne Jasch und Kristina Schnürle Festtagsbräuche und weiteres Wissenswertes. Jedem Festtag sind zudem Psalmverse zugeordnet. Darüber hinaus gibt es ein großflächiges Plakat mit den Festtagen im Jahreslauf. Dr. Sabine Waldmann-Brun illustrierte die Kinderbibel.

Die christlichen Feste prägten zwar den Ablauf des Jahres, doch ihr Inhalt sei durch folkloristische Bräuche überlagert, erläutern die beiden Autorinnen in einem „Wort an die Erwachsenen“. Manchmal seien sie nur noch als zusätzliche freie Tage bekannt. Die Kinder-Festtags-Bibel lade daher dazu ein, gemeinsam mit Kindern die Feste und Festzeiten des Kirchenjahres neu zu entdecken.

Neben den bekannten Feiertagen wie Ostern, Pfingsten, Advent und Weihnachten werden auch weniger bekannte Feste wie der Barbaratag oder Michaelis vorgestellt. Während am Barbaratag (4. Dezember) die Geschichte einer frühkirchlichen Märtyrerin erzählt wird, ist Michaelis (29. September) das Fest des bedeutendsten Engels aus dem Alten Testament.

„Bewusst in ihrer Unterschiedlichkeit und heilsamen Spannung begangene Festzeiten verhelfen zu einer persönlichen oder familiären Spiritualität und bereichern so das Familienleben“, betonen die Kinderbibel-Autorinnen. Die Bibel eignet sich aber nicht nur für Familien, sondern auch für den Religionsunterricht, die Kinderkirche und für das Konzept „Konfi 3“, die erste Phase des Konfirmationsunterrichts in der 3. Klasse.

Die württembergischen Pfarrerinnen Jasch und Schnürle waren jeweils fünf Jahre Referentinnen für Konfirmandenarbeit im Pädagogisch-Theologischem Zentrum in Stuttgart. Die Illustratorin Dr. Sabine Waldmann-Brun ist seit 1992 ist als freischaffende Malerin tätig und illustriert vor allem Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart freie Malerei und Glasgestaltung. Im Hauptberuf ist sie Ärztin. In einer gemeinsamen Produktion erschien bei der Deutschen Bibelgesellschaft bereits „Die Kinder-Mitmach-Bibel“.

RTM

Die Kinder-Festtags-Bibel

Mit der Bibel durch das Kirchenjahr

Text: Susanne Jasch und Kristina Schnürle

Illustrationen: Sabine Waldmann-Brun

ISBN: 978-3-438-04067-1

152 Seiten, Format 16,5 x 21 cm,

Fadenheftung, Festeinband (mit Plakat)

Preis: ab 12,90 Euro (Staffelpreise)

PM_Kinder-Festtags-Bibel.pdf

PM Aktion der Weltbibelhilfe für Indien

Neue Hoffnung mit Bibeln in Blindenschrift

Aktion der Weltbibelhilfe für blinde und sehbehinderte Menschen in Indien

Stuttgart, 16. Juli 2014. Biblische Schriften für blinde und sehbehinderte Menschen in Indien stehen im Mittelpunkt der aktuellen Spendenaktion der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft. „Die Indische Bibelgesellschaft ist eine der wenigen Organisationen, die blinden Menschen im Land hilft, neue Hoffnung zu finden“, sagt der ehemalige badische Landesbischof und Schirmherr der Weltbibelhilfe, Dr. Ulrich Fischer. In Indien sind mehr als 62 Millionen Menschen blind oder sehbehindert.

„Blinde und sehbehinderte Menschen sollen ein selbstbestimmtes Leben führen können“, erklärt Mani Chacko, Generalsekretär der Indischen Bibelgesellschaft. „Durch biblische Texte in der Braille-Schrift finden sie Freude und Lebensmut.“ Sie könnten Berufe erlernen und würden in ihren Dörfern nicht mehr ausgegrenzt. In vielen indi­schen Familien seien Braille-Bibeln oder Kalender mit biblischen Versen sehr begehrt.

Mitarbeiter der Indischen Bibelgesellschaft besuchen unter anderem im ganzen Land Blindenschulen und statten sie mit biblischen Büchern in der Braille-Schrift aus. Die Kinder lernen mit diesen Büchern die Blindenschrift zu lesen. „Selbst in der Bibel lesen zu können, ist blinden Menschen wie mir unermesslich viel wert“, sagt David, der als theologischer Mitarbeiter für blinde Menschen im indischen Bundesstaat Karnataka tätig ist. Sie seien nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen und entwickelten so ein eigenes Selbstwertgefühl.

Gerade in ärmeren Ländern sind Bibeln in Braille-Schrift für die meisten blinden Män­ner und Frauen unerschwinglich. Eine vollständige Bibel besteht aus 40 Bänden und kostet 600 Euro, ein Neues Testament etwa 150 Euro. Ohne die Unterstützung zum Beispiel durch Spenderinnen und Spender der Weltbibelhilfe in Deutschland ist die Ver­breitung nicht möglich.

In Stuttgart wird die Arbeit für blinde und sehbehinderte Menschen für den Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) koordiniert. Die Texte in der Blin­denschrift sind weltweit in rund 200 Sprachen verfügbar. Die komplette Bibel liegt in 40 Sprachen vor. Der Weltverband verbreitet Braille-Schriften mit Partnern in rund 50 Ländern.

Die Braille-Schrift ist nach Louis Braille benannt. Der Franzose erfand 1825 eine Kombination von jeweils sechs Punkten für einen Buchstaben, mit denen das ganze Alphabet dargestellt werden kann. Die Leser ertasten die Punkte mit den Fingern.

Weitere Informationen gibt es unter www.weltbibelhilfe.de

RTM

Fotos: Weltbibelhilfe

Ansprechpartner
Tobias Keil
Aktion Weltbibelhilfe
Tel: (0711) 7181 – 273
Fax: (0711) 7181553 – 273
E-Mail keil

Bibelsprachen

Die Bibel in 511 Sprachen komplett übersetzt

Bibelgesellschaften veröffentlichen „Global Scripture Access Report“

Swindon/Stuttgart, 15. Juli 2014. Die vollständige Bibel mit Altem und Neuem Testa­ment liegt jetzt in 511 Sprachen vor. Dies teilte der Weltverband der Bibelgesellschaf­ten (United Bible Societies; UBS) im „Global Scripture Access Report“ mit. Das Neue Testament ist zusätzlich in 1295 Sprachen übersetzt, einzelne Schriften der Bibel sind in 844 Sprachen verfügbar. Damit liegt in 2650 Sprachen mindestens ein Buch der Bibel vor. Sprachforscher gehen von weltweit rund 6900 lebenden Sprachen aus.

Für Hunderte Millionen Menschen weltweit gibt es laut UBS noch keine vollständige Bibel in der Muttersprache. Viele Völker warteten zudem auf eine Neuübersetzung oder Revision der Bibel, weil bestehende Übersetzungen zum Teil hundert Jahre oder älter sind und daher heute kaum noch verstanden werden.

Aktuell arbeiten die Bibelgesellschaften in rund 460 Übersetzungsprojekten. Bis 2015 sollen davon 100 abgeschlossen sein, davon 43 Erstübersetzungen, 27 Neuüberset­zungen und 30 Revisionen. Zum jetzigen Zeitpunkt konnte bereits in mehr als der Hälf­te der 100 Projekte die komplette Übersetzung erstellt werden. Die Übersetzungen werden nun für den Druck vorbereitet. Um die Übersetzungsprojekte erfolgreich ab­schließen zu können, ist weiter starkes Engagement von Spenderinnen und Spendern erforderlich.

Zu den Sprachen, in denen erstmals eine vollständige Bibel zur Verfügung steht, gehört zum Beispiel Krio. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Kreolsprache, die vor allem in Sierra Leone, aber auch in Gambia, Guinea und im Senegal genutzt wird. Für rund eine halbe Million Menschen ist es die Muttersprache, vier Millionen nutzen sie als Zweitsprache. Etwa zehn Prozent der Sprachgruppe gehören einer christlichen Kirche an. Die Arbeit an der Übersetzung startete bereits in den 90er Jahren, durch den Bürgerkrieg in Sierra Leone verzögerte sich aber die Fertigstellung.

Die aktuelle Statistik zur Bibelübersetzung lässt sich nur bedingt mit der vorigen vergleichen. Stichtag war damals der 1. Januar 2013, und es wurden nur Übersetzungen gezählt, die in der Bibelbibliothek der Brasilianischen Bibelgesellschaft als Buch vorliegen. Weitere Informationen gibt es unter www.weltbibelhilfe.de/ueber-uns/zahlen-fakten/.

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Auf­gaben sind die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift. Unter­stützt wird die internationale Arbeit durch die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesell­schaft.

Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft

Weiter die Aktualität der Bibel vermitteln

Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft in Wuppertal

Stuttgart/Wuppertal, 18. Juni 2014. Die Gründungsimpulse und die Zukunft der Bibelgesellschaften standen im Mittelpunkt der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) vom 16. bis 18. Juni in Wuppertal. Die Vollversammlung mit 60 Delegierten aus regionalen Bibelgesellschaften, evangelischen Kirchen und Werken fand aus Anlass der Gründung der damaligen Bergischen Bibelgesellschaft vor 200 Jahren im Rheinland statt.

„Wir können die Herausforderungen zuversichtlich angehen“, sagte DBG-Generalse­kretär Dr. Christoph Rösel angesichts der Veränderungen in der Medienwelt und im Buchhandel. Überall spüre er etwas von der Wertschätzung, die der Bibelgesellschaft entgegengebracht werde, so der Theologe in einer Zwischenbilanz nach knapp hundert Tagen im neuen Amt. Die Umsätze 2013 bezeichnet er im klassischen Bereich der Bibelverkäufe trotz eines leichten Minus von 1,3 Prozent auf 5,77 Millionen Euro als „akzeptabel“. Im Jahr 2012 war als Sonderfaktor das 200. Jubiläum der Deutschen Bibelgesellschaft hinzugekommen.

Im Zentrum der strategischen Überlegungen für 2020 stellt die DBG den Kernsatz: „Die Deutsche Bibelgesellschaft ist das Bibel-Kompetenzzentrum“. Dazu gehört, gemeinsam mit Partnern Bibeln für Menschen in jeder Lebenslage zu übersetzen, zu entwickeln und zu verbreiten. In der verlegerischen Arbeit stehen das Erscheinen einer durchgesehenen Lutherbibel zum Reformationsjubiläum 2017 sowie die komplette Übersetzung der Bibel mit dem Alten Testament für die Basis-Bibel und die Neue Genfer Übersetzung im Zentrum. In der internationalen Arbeit hob Rösel den weiter wachsenden Bedarf an Bibeln hervor. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt die Übersetzung und Verbreitung unter anderem in China, der Ukraine, Zentralasien und dem Baltikum.

„Mehr von Luther“ versprach der DBG-Vorsitzende und ehemalige bayerische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich für die neue Ausgabe der klassischen deutschen Bibelübersetzung. Bei der Durchsicht gehe es darum, moderne bibelwissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen. In Sprache und Theologie sei man nahe an der ursprünglichen Übersetzung des Reformators.

„Zugang zur Bibel zu haben, ist für die Menschen in unserem Land nicht das Problem, wohl aber zunehmend: wirklich Zugang zur Bibel zu finden“, betonte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, bei einem Landeskirchlichen Abend im Internationalen Evangelischen Tagungszentrum Wuppertal. Es gehe heute weniger darum, einem Bibelmangel abzuhelfen, als darum, Bibelkenntnis zu vermitteln. Als Beispiel nannte er, dass in Deutschland immerhin 39 Prozent der Sechs- bis Zwölfjährigen nicht wüssten, warum Weihnachten gefeiert wird.

In verschiedenen Szenen wurde beim Jubiläumsabend „Mr. Pinkertons Reise“ von 1814 dargestellt. Pinkerton war Mitarbeiter der „Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft“ und gab damals in Amsterdam, Rotterdam, Elberfeld, Hannover, Berlin, Finsterwalde, Dresden und Breslau dem Impuls zur Gründung von Bibelgesellschaften. Ebenfalls auf Initiative der Briten entstanden vor 200 Jahren Gesellschaften in Hamburg und Lübeck. Die damals gegründete Bergische Bibelgesellschaft ist heute als Evangelisches Bibelwerk im Rheinland in der rheinischen Kirche tätig.

RTM
Fotonachweis: Müller/DBG

Ralf Thomas Müller

Pressebeauftragter Deutsche Bibelgesellschaft

Ralf Thomas Müller
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Neue Auflage des Greek New Testament

Weltweit am weitesten verbreitete wissenschaftliche NT-Ausgabe

Stuttgart, 11. Juni 2014. Die 5., revidierte Auflage des Greek New Testament ist jetzt als Standardausgabe und mit griechisch-englischem Wörterbuch bei der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) erschienen. Es ist die weltweit am weitesten verbreitete wissenschaftliche Ausgabe des griechischen Neuen Testaments und wird vom Institut für Neutestamentliche Textforschung, Münster, herausgegeben.

„Die fünfte Auflage des Greek New Testament haben wir jetzt nach jahrelanger Vorbereitung herausgebracht“, sagt Dr Florian Voss, Lektor für die wissenschaftlichen Ausgaben des Neuen Testaments bei der DBG. „Die Ausgabe ist mit dem Nestle-Aland Novum Testamentum Graece eng verwandt. Sie bietet den gleichen griechischen Text, hat allerdings einen eigenen textkritischen Apparat. In ihm finden sich weniger variierte Stellen, deren Bezeugung in den Handschriften dann aber in größerer Breite dargelegt wird.“

„Außerdem ist die Struktur des wissenschaftlichen Apparates leichter verständlich als beim ,Nestle-Aland’“, so Dr. Voss. Die Ausgabe erfreue sich weltweit bei Übersetzern, aber auch, vor allem im angelsächsischen Raum, unter Studierenden größter Beliebtheit. „Wir freuen uns, dass sie jetzt wissenschaftlich wieder voll auf der Höhe der Zeit ist“, erklärt der Lektor.

Für die 5. Auflage wurden erstmals die neu entdeckten Papyri 117 bis 127 ausgewertet. Außerdem wird nun im textkritischen Apparat angezeigt, an welchen Stellen ausgewählte Bibelübersetzungen wie die Lutherbibel und die Einheitsübersetzung auf einer Variante im Apparat des Greek New Testament beruhen anstatt auf dem Obertext. Schließlich wurde der sogenannte Segmentation-Apparat völlig neu erarbeitet, in dem die Unterteilung des Textes in Sinnabschnitte in modernen Bibelübersetzungen sowie in anderen Ausgaben des griechischen Neuen Testaments verzeichnet ist.

Ein Schwerpunkt der Revision lag auf den Katholischen Briefen, wo die Ausgabe an die 2013 erschienene 2. Auflage der „Editio Critica Maior“ angepasst wurde. Das führte zu über 30 Änderungen im Obertext sowie zu einem in diesem Teil ganz neu erarbeiteten textkritischen Apparat mit neuer Zeugenauswahl und überarbeiteter Variantenauswahl.

RTM

The Greek New Testament
Standardausgabe
996 Seiten
Format: 12,7 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-438-05116-5
Fadenheftung, Festeinband
Preis: 28 Euro

The Greek New Testament

Ausgaben mit griechisch-englischem Wörterbuch

1224 Seiten

Format: 12,7 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-438-05117-2

Fadenheftung, Festeinband

Preis: 32 Euro

ISBN: 978-3-438-05118-9

Flexibler Einband mit farbiger Banderole

Preis: 40 Euro

Ralf Thomas Müller

Pressebeauftragter Deutsche Bibelgesellschaft

MORE DAS LEBEN GEWINNEN.

Sportorganisation und Bibelgesellschaft stellen neue Bibel vor

Die christliche Sportorganisation SRS und die Deutsche Bibelgesellschaft haben eine außergewöhnliche Sportlerbibel konzipiert. Unter dem Titel MORE DAS LEBEN GEWINNEN. Treffen Top-Athleten auf die Heilige Schrift.

MORE – es gibt wohl kaum ein treffenderes Wort, um eine der größten menschlichen Sehnsüchte auf den Punkt zu bringen.“, sagt der Leiter von SRS, Hans-Günter Schmidts. „Diese Sehnsucht nach MEHR begegnet uns in vielen Facetten und wird insbesondere im Sport sichtbar.“ Deswegen enthält MORE neben dem Neuen Testament und ausgewählten Psalmen auch Statements von Sportstars. Eduard Popp, der frischgebackene deutsche Meister im Ringen kommt ebenso zu Wort wie die Leichtathletin und Olympiasiegerin von 2012, Allyson Felix, oder die ehemaligen brasilianischen Fußballnationalspieler Zé Roberto und Mineiro.

„30 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler erzählen aus ihrem Leben.“, sagt Schmidts. „Ehrlich beschreiben sie die Auswirkung ihres Glaubens auf ihr Leben. Sie berichten vom Umgang mit Siegen und Triumphen genauso wie von Zeiten voller Niederlagen und Enttäuschung. Mit MORE wollen wir die Zusammenhänge zwischen solchen Lebenserfahrungen und der Bibel greifbar machen und die unveränderte Aktualität der Bibel verdeutlichen.“

„Die Deutsche Bibelgesellschaft beteiligt sich gerne an diesem Neuen Testament für Sportler, denn unsere Aufgabe ist es, die Bibel zu den Menschen zu bringen“, sagt Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG). Textgrundlage ist die moderne BasisBibel. Ihre Kennzeichen sind eine klare Sprache, Urtextnähe und crossmediale Nutzung.

Vorgestellt wird das Projekt am Samstag, den 21. Juni, um 18 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz im Sport- und Seminarhotel Glockenspitze, Im Sportzentrum 2, 57610 Altenkirchen.

(bitte beachten Sie auch die Presseeinladung im Anhang)

Mit dabei sind die Verantwortlichen der Bibelgesellschaft und von SRS, aber auch der ehemalige brasilianische Fußballnationalspieler Mineiro, der zweifache deutsche Meister im Ringen, Eduard Popp und Fahrradtrial Vizeweltmeister Nils Riecker. Die drei Spitzensportler werden über ihre Mitwirkung an dem Buch reden und zu ihrer Definition von MORE Rede und Antwort stehen.

MORE DAS LEBEN GEWINNEN. kostet 12,90 Euro pro Stück.

Presseanfragen und Bestellungen richten Sie gerne an:

mail. info

web. www.SRSonline.de

tel. +49(0)7034 647188

Einladung_MORE.pdf

Bibeln und Neue Testamente für die Ukraine

Fischer wirbt als neuer Schirmherr der Weltbibelhilfe für Unterstützung

Stuttgart, 3. Juni 2014. Um Unterstützung für die Arbeit der Ukrainischen Bibelgesellschaft bittet der ehemalige badische Landesbischof Dr. Ulrich Fischer in einer Aussendung der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft zum Pfingstfest. Fischer ist neuer Schirmherr der Weltbibelhilfe. Er löst in dieser Aufgabe den württembergischen Altbischof Eberhardt Renz ab.

Fischer berichtet von der großen Angst, die die Gewalt und die Unruhen in der Ukraine auslösen. Die Menschen in der Ukraine sorgten sich um ihr Leben und das ihrer Kinder. In dieser Situation koordiniere und organisiere die Ukrainische Bibelgesellschaft geistige und praktische Hilfe. „Gemeinsam mit den Kirchen helfen sie den Menschen, um ihnen Halt und Mut zu geben“, so der Theologe. In Gebetszelten fänden Gespräche statt und es würden biblische Schriften verteilt.

„Der Bedarf an Bibeln ist enorm“, berichtet der Generalsekretär der Ukrainischen Bibelgesellschaft Oleksandr Babiychuk und spricht von einem geistlichen Erwachen im ganzen Land. Denn die Bibelgesellschaft hat im vergangenen Halbjahr Hunderte Anrufe mit Anfragen für Bibeln aus allen Teilen der Ukraine erhalten. Kirchen und Freiwillige geben laut Babiychuk überraschend viele Bibeln weiter und berichten, dass sie mehr Bibeln verteilen könnten, wenn mehr zur Verfügung stehen würden. 10.000 Bibeln und Neue Testamente wurden bislang landesweit verteilt. Jetzt muss nachgedruckt werden. Die Bibelgesellschaft will unter anderem eine Neuauflage von 20.000 Neuen Testamenten auf Russisch und Ukrainisch drucken lassen.

Dr. Ulrich Fischer war von 1998 bis Ende Mai dieses Jahres Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden. Von 2003 bis 2013 war er außerdem Vorsitzender der Vollkonferenz und des Präsidiums der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK). Der 65-Jährige ist weiterhin EKD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP).

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbrei­tung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband der Bibelgesellschaften (UBS; United Bible Societies) zusammenge­schlossenen Gesellschaften. Der Weltverband zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.weltbibelhilfe.de/projekte/ukraine/

RTM

Fotos: Weltbibelhilfe