Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft

Weiter die Aktualität der Bibel vermitteln

Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft in Wuppertal

Stuttgart/Wuppertal, 18. Juni 2014. Die Gründungsimpulse und die Zukunft der Bibelgesellschaften standen im Mittelpunkt der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) vom 16. bis 18. Juni in Wuppertal. Die Vollversammlung mit 60 Delegierten aus regionalen Bibelgesellschaften, evangelischen Kirchen und Werken fand aus Anlass der Gründung der damaligen Bergischen Bibelgesellschaft vor 200 Jahren im Rheinland statt.

„Wir können die Herausforderungen zuversichtlich angehen“, sagte DBG-Generalse­kretär Dr. Christoph Rösel angesichts der Veränderungen in der Medienwelt und im Buchhandel. Überall spüre er etwas von der Wertschätzung, die der Bibelgesellschaft entgegengebracht werde, so der Theologe in einer Zwischenbilanz nach knapp hundert Tagen im neuen Amt. Die Umsätze 2013 bezeichnet er im klassischen Bereich der Bibelverkäufe trotz eines leichten Minus von 1,3 Prozent auf 5,77 Millionen Euro als „akzeptabel“. Im Jahr 2012 war als Sonderfaktor das 200. Jubiläum der Deutschen Bibelgesellschaft hinzugekommen.

Im Zentrum der strategischen Überlegungen für 2020 stellt die DBG den Kernsatz: „Die Deutsche Bibelgesellschaft ist das Bibel-Kompetenzzentrum“. Dazu gehört, gemeinsam mit Partnern Bibeln für Menschen in jeder Lebenslage zu übersetzen, zu entwickeln und zu verbreiten. In der verlegerischen Arbeit stehen das Erscheinen einer durchgesehenen Lutherbibel zum Reformationsjubiläum 2017 sowie die komplette Übersetzung der Bibel mit dem Alten Testament für die Basis-Bibel und die Neue Genfer Übersetzung im Zentrum. In der internationalen Arbeit hob Rösel den weiter wachsenden Bedarf an Bibeln hervor. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt die Übersetzung und Verbreitung unter anderem in China, der Ukraine, Zentralasien und dem Baltikum.

„Mehr von Luther“ versprach der DBG-Vorsitzende und ehemalige bayerische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich für die neue Ausgabe der klassischen deutschen Bibelübersetzung. Bei der Durchsicht gehe es darum, moderne bibelwissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen. In Sprache und Theologie sei man nahe an der ursprünglichen Übersetzung des Reformators.

„Zugang zur Bibel zu haben, ist für die Menschen in unserem Land nicht das Problem, wohl aber zunehmend: wirklich Zugang zur Bibel zu finden“, betonte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, bei einem Landeskirchlichen Abend im Internationalen Evangelischen Tagungszentrum Wuppertal. Es gehe heute weniger darum, einem Bibelmangel abzuhelfen, als darum, Bibelkenntnis zu vermitteln. Als Beispiel nannte er, dass in Deutschland immerhin 39 Prozent der Sechs- bis Zwölfjährigen nicht wüssten, warum Weihnachten gefeiert wird.

In verschiedenen Szenen wurde beim Jubiläumsabend „Mr. Pinkertons Reise“ von 1814 dargestellt. Pinkerton war Mitarbeiter der „Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft“ und gab damals in Amsterdam, Rotterdam, Elberfeld, Hannover, Berlin, Finsterwalde, Dresden und Breslau dem Impuls zur Gründung von Bibelgesellschaften. Ebenfalls auf Initiative der Briten entstanden vor 200 Jahren Gesellschaften in Hamburg und Lübeck. Die damals gegründete Bergische Bibelgesellschaft ist heute als Evangelisches Bibelwerk im Rheinland in der rheinischen Kirche tätig.

RTM
Fotonachweis: Müller/DBG

Ralf Thomas Müller

Pressebeauftragter Deutsche Bibelgesellschaft

Ralf Thomas Müller
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Neue Auflage des Greek New Testament

Weltweit am weitesten verbreitete wissenschaftliche NT-Ausgabe

Stuttgart, 11. Juni 2014. Die 5., revidierte Auflage des Greek New Testament ist jetzt als Standardausgabe und mit griechisch-englischem Wörterbuch bei der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) erschienen. Es ist die weltweit am weitesten verbreitete wissenschaftliche Ausgabe des griechischen Neuen Testaments und wird vom Institut für Neutestamentliche Textforschung, Münster, herausgegeben.

„Die fünfte Auflage des Greek New Testament haben wir jetzt nach jahrelanger Vorbereitung herausgebracht“, sagt Dr Florian Voss, Lektor für die wissenschaftlichen Ausgaben des Neuen Testaments bei der DBG. „Die Ausgabe ist mit dem Nestle-Aland Novum Testamentum Graece eng verwandt. Sie bietet den gleichen griechischen Text, hat allerdings einen eigenen textkritischen Apparat. In ihm finden sich weniger variierte Stellen, deren Bezeugung in den Handschriften dann aber in größerer Breite dargelegt wird.“

„Außerdem ist die Struktur des wissenschaftlichen Apparates leichter verständlich als beim ,Nestle-Aland’“, so Dr. Voss. Die Ausgabe erfreue sich weltweit bei Übersetzern, aber auch, vor allem im angelsächsischen Raum, unter Studierenden größter Beliebtheit. „Wir freuen uns, dass sie jetzt wissenschaftlich wieder voll auf der Höhe der Zeit ist“, erklärt der Lektor.

Für die 5. Auflage wurden erstmals die neu entdeckten Papyri 117 bis 127 ausgewertet. Außerdem wird nun im textkritischen Apparat angezeigt, an welchen Stellen ausgewählte Bibelübersetzungen wie die Lutherbibel und die Einheitsübersetzung auf einer Variante im Apparat des Greek New Testament beruhen anstatt auf dem Obertext. Schließlich wurde der sogenannte Segmentation-Apparat völlig neu erarbeitet, in dem die Unterteilung des Textes in Sinnabschnitte in modernen Bibelübersetzungen sowie in anderen Ausgaben des griechischen Neuen Testaments verzeichnet ist.

Ein Schwerpunkt der Revision lag auf den Katholischen Briefen, wo die Ausgabe an die 2013 erschienene 2. Auflage der „Editio Critica Maior“ angepasst wurde. Das führte zu über 30 Änderungen im Obertext sowie zu einem in diesem Teil ganz neu erarbeiteten textkritischen Apparat mit neuer Zeugenauswahl und überarbeiteter Variantenauswahl.

RTM

The Greek New Testament
Standardausgabe
996 Seiten
Format: 12,7 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-438-05116-5
Fadenheftung, Festeinband
Preis: 28 Euro

The Greek New Testament

Ausgaben mit griechisch-englischem Wörterbuch

1224 Seiten

Format: 12,7 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-438-05117-2

Fadenheftung, Festeinband

Preis: 32 Euro

ISBN: 978-3-438-05118-9

Flexibler Einband mit farbiger Banderole

Preis: 40 Euro

Ralf Thomas Müller

Pressebeauftragter Deutsche Bibelgesellschaft

MORE DAS LEBEN GEWINNEN.

Sportorganisation und Bibelgesellschaft stellen neue Bibel vor

Die christliche Sportorganisation SRS und die Deutsche Bibelgesellschaft haben eine außergewöhnliche Sportlerbibel konzipiert. Unter dem Titel MORE DAS LEBEN GEWINNEN. Treffen Top-Athleten auf die Heilige Schrift.

MORE – es gibt wohl kaum ein treffenderes Wort, um eine der größten menschlichen Sehnsüchte auf den Punkt zu bringen.“, sagt der Leiter von SRS, Hans-Günter Schmidts. „Diese Sehnsucht nach MEHR begegnet uns in vielen Facetten und wird insbesondere im Sport sichtbar.“ Deswegen enthält MORE neben dem Neuen Testament und ausgewählten Psalmen auch Statements von Sportstars. Eduard Popp, der frischgebackene deutsche Meister im Ringen kommt ebenso zu Wort wie die Leichtathletin und Olympiasiegerin von 2012, Allyson Felix, oder die ehemaligen brasilianischen Fußballnationalspieler Zé Roberto und Mineiro.

„30 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler erzählen aus ihrem Leben.“, sagt Schmidts. „Ehrlich beschreiben sie die Auswirkung ihres Glaubens auf ihr Leben. Sie berichten vom Umgang mit Siegen und Triumphen genauso wie von Zeiten voller Niederlagen und Enttäuschung. Mit MORE wollen wir die Zusammenhänge zwischen solchen Lebenserfahrungen und der Bibel greifbar machen und die unveränderte Aktualität der Bibel verdeutlichen.“

„Die Deutsche Bibelgesellschaft beteiligt sich gerne an diesem Neuen Testament für Sportler, denn unsere Aufgabe ist es, die Bibel zu den Menschen zu bringen“, sagt Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG). Textgrundlage ist die moderne BasisBibel. Ihre Kennzeichen sind eine klare Sprache, Urtextnähe und crossmediale Nutzung.

Vorgestellt wird das Projekt am Samstag, den 21. Juni, um 18 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz im Sport- und Seminarhotel Glockenspitze, Im Sportzentrum 2, 57610 Altenkirchen.

(bitte beachten Sie auch die Presseeinladung im Anhang)

Mit dabei sind die Verantwortlichen der Bibelgesellschaft und von SRS, aber auch der ehemalige brasilianische Fußballnationalspieler Mineiro, der zweifache deutsche Meister im Ringen, Eduard Popp und Fahrradtrial Vizeweltmeister Nils Riecker. Die drei Spitzensportler werden über ihre Mitwirkung an dem Buch reden und zu ihrer Definition von MORE Rede und Antwort stehen.

MORE DAS LEBEN GEWINNEN. kostet 12,90 Euro pro Stück.

Presseanfragen und Bestellungen richten Sie gerne an:

mail. info

web. www.SRSonline.de

tel. +49(0)7034 647188

Einladung_MORE.pdf

Bibeln und Neue Testamente für die Ukraine

Fischer wirbt als neuer Schirmherr der Weltbibelhilfe für Unterstützung

Stuttgart, 3. Juni 2014. Um Unterstützung für die Arbeit der Ukrainischen Bibelgesellschaft bittet der ehemalige badische Landesbischof Dr. Ulrich Fischer in einer Aussendung der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft zum Pfingstfest. Fischer ist neuer Schirmherr der Weltbibelhilfe. Er löst in dieser Aufgabe den württembergischen Altbischof Eberhardt Renz ab.

Fischer berichtet von der großen Angst, die die Gewalt und die Unruhen in der Ukraine auslösen. Die Menschen in der Ukraine sorgten sich um ihr Leben und das ihrer Kinder. In dieser Situation koordiniere und organisiere die Ukrainische Bibelgesellschaft geistige und praktische Hilfe. „Gemeinsam mit den Kirchen helfen sie den Menschen, um ihnen Halt und Mut zu geben“, so der Theologe. In Gebetszelten fänden Gespräche statt und es würden biblische Schriften verteilt.

„Der Bedarf an Bibeln ist enorm“, berichtet der Generalsekretär der Ukrainischen Bibelgesellschaft Oleksandr Babiychuk und spricht von einem geistlichen Erwachen im ganzen Land. Denn die Bibelgesellschaft hat im vergangenen Halbjahr Hunderte Anrufe mit Anfragen für Bibeln aus allen Teilen der Ukraine erhalten. Kirchen und Freiwillige geben laut Babiychuk überraschend viele Bibeln weiter und berichten, dass sie mehr Bibeln verteilen könnten, wenn mehr zur Verfügung stehen würden. 10.000 Bibeln und Neue Testamente wurden bislang landesweit verteilt. Jetzt muss nachgedruckt werden. Die Bibelgesellschaft will unter anderem eine Neuauflage von 20.000 Neuen Testamenten auf Russisch und Ukrainisch drucken lassen.

Dr. Ulrich Fischer war von 1998 bis Ende Mai dieses Jahres Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden. Von 2003 bis 2013 war er außerdem Vorsitzender der Vollkonferenz und des Präsidiums der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK). Der 65-Jährige ist weiterhin EKD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP).

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbrei­tung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband der Bibelgesellschaften (UBS; United Bible Societies) zusammenge­schlossenen Gesellschaften. Der Weltverband zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.weltbibelhilfe.de/projekte/ukraine/

RTM

Fotos: Weltbibelhilfe

Mit „Read to Live“ gegen häusliche Gewalt

Zeitschrift „Bibelreport“ berichtet über Projekte für Frauen in Lateinamerika

Stuttgart, 14. Mai 2014. Das Alphabetisierungsprogramm „Read to Live“ in fünf lateinamerikanischen Ländern ist das Titelthema der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Das Programm wendet sich an Frauen, die durch Schreib- und Lesefä­higkeiten ein neues Selbstwertgefühl entwickeln können. Es thematisiert zugleich die häusliche Gewalt, eines der größten Probleme des Kontinents. In der Jahresserie zu den Gründergestalten der Bibelgesellschaften geht es im „Bibelreport“ dieses Mal um Dr. Robert Pinkerton, der 1814 in verschiedenen deutschen Staaten Impulse zu einer bibelgesellschaftlichen Gründung gab.

Die Teilnehmerinnen der „Read to Live“-Kurse entwickeln zunächst grundlegende Lesefähigkeiten und beginnen dann mit dem Studium einer Reihe von zehn Heften. Die Hefte enthalten Bibelverse und Überlegungen zur Gleichheit der Geschlechter, zu gegenseitigem Respekt, zu Kinderrechten, Vergebung, Kommunikation und anderem. Sie sind verfügbar in Spanisch und in verschiedenen einheimischen Sprachen wie Quechua, Aymara, Chipaya, Mestizo und Ngöbe Buglé.

Die Unterstützung der entsprechenden Kurse in Bolivien steht im Zentrum des Pro­jektes, für das die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft um Spenden bittet. Das Institut für Frauenbildung IFFI berichtet für die Andenrepublik, dass mehr als zwei Drittel der Frauen Opfer von häuslicher Gewalt sind. Zu den Formen der Gewalt ge­hören psychische und körperliche Misshandlungen sowie sexuelle Übergriffe. Frauen, die weder lesen noch schreiben lernen konnten, sind laut „Bibelreport“ in besonders hohem Maße von häuslicher Gewalt betroffen. Ihnen fehlt häufig der Zugang zu hilf­reichen Informationen und sie können sich schlechter gegen die Gewalt ihrer Männer wehren.

Dr. Robert Pinkerton und seine Reise auf dem europäischen Kontinent im Sommer 1814 stehen im Zentrum der Jahresserie im „Bibelreport“. Der Schotte Pinkerton war für die „Britische und Ausländische Bibelgesellschaft“ tätig. Er gab unter anderem Im­pulse zur Gründung von Bibelgesellschaften in Wuppertal, Hannover, Berlin und Dresden.

Weitere Themen im „Bibelreport“ sind die erste komplette Bibel in der westafrikani­schen Sprache Fon, Projekte für Witwen in Indien, die arabische Van-Dyck-Bibel und Hilfen für Taifun-Opfer auf den Philippinen. Über die aktuelle Situation der bibelgesell­schaftlichen Arbeit in Georgien berichtet Ingrid Felber-Bischof vom Weltverband der Bibelgesellschaften. Wichtigstes Projekt im Land ist eine neue Bibel in modernem Georgisch.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berich­tet über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Quartalszeit­schrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Überset­zung der Heiligen Schrift.

Den Bibelreport als PDF zum Download gibt es auf www.weltbibelhilfe.de/material/bibelreport/.

Ralf Thomas Müller
Pressebeauftragter Deutsche Bibelgesellschaft

Drei Bibelübersetzungen in der Reihe „bibel multimedial“

Lutherbibel, Gute Nachricht Bibel und Einheitsübersetzung mit Lexika und Medien

Stuttgart, 13. Mai 2014. Drei deutsche Bibelübersetzungen mit Lexika und Medien sind jetzt auf DVD in der Reihe „bibel multimedial“ bei der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen. Die Lutherbibel, die Gute Nachricht Bibel und die Einheitsübersetzung stehen mit umfangreichen Such- und Recherchefunktionen zur Verfügung.

Landkarten zur Bibel, eine Reihe biblischer Nachschlagewerke wie das „Kleine Stuttgarter Bibellexikon“, 900 Bilder sowie jeweils mehr als eine Stunde Audio- und Videomaterial ergänzen das Produkt. Mit einem interaktiven Editor können individuelle Präsentationen zu biblischen Themen erstellt werden.

Die aktuelle Ausgabe der Lutherbibel ist der kirchenamtliche Text der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Bibel nach Martin Luther ist zudem die klassische deutsche Bibelübersetzung. Die revidierte Gute Nachricht Bibel ist eine sogenannte kommunikative Übersetzung in modernem Deutsch. Die Gute Nachricht ist außerdem die einzige deutschsprachige Übersetzung, die komplett interkonfessionell erarbeitet wurde. Sie wird von den evangelischen und katholischen Bibelgesellschaften und Bibelwerken der Schweiz, Österreichs und Deutschlands herausgegeben. Die Einheitsübersetzung ist die offizielle Bibelübersetzung der katholischen Diözesen im deutschsprachigen Raum. Die Übersetzung des Neuen Testaments und der Psalmen sind in ökumenischer Zusammenarbeit mit der EKD entstanden.

Die Bibelgesellschaft empfiehlt die digitale Bibliothek für das persönliche Studium und den Einsatz im Religions- und Konfirmandenunterricht. Eine Lizenz für die öffentliche Vorführung ist zum Preis von 69 Euro erhältlich. Die DVD kann mit anderen Produkten der Reihe „bibel multimedial“ kombiniert werden. Dazu gehört zum Beispiel eine Ausga­be mit dem Neuen Testament und den Psalmen der BasisBibel.

Mehr Informationen zur Reihe gibt es unter www.bibelmultimedial.de

RTM

bibel multimedial:

Deutsche Bibelübersetzungen

ISBN: 978-3-438-06197-3
Preis: 24,90 Euro

Systemanforderungen: PC mit Windows XP Service Pack 3 oder höher (läuft auch unter Windows 8 32 Bit/64 Bit), DVD-Laufwerk und Media Player.

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Christoph Rösel als Generalsekretär eingeführt

Festgottesdienst der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgarter Schlosskirche

Stuttgart, 14. April 2014. Dr. Christoph Rösel und Reiner Hellwig wurden am vergangenen Freitag mit einem Festgottesdienst in der Schlosskirche im Alten Schloss in Stuttgart in ihre Aufgaben bei der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) eingeführt. Rösel ist neuer Generalsekretär der Bibelgesellschaft und Hellwig Verlegerischer/Kaufmännischer Leiter.

Der DBG-Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Johannes Friedrich führte Rösel und Hellwig im Gottesdienst ein. Er verwies auf die bleibenden Aufgaben der Bibelgesellschaft. So hätte selbst in Deutschland ein Viertel der Haushalte keine Bibel. In einer Predigt zu Psalm 93 ging der neue Generalsekretär unter anderem auf die Gründungsgeschichte der Bibelgesellschaften und aktuelle Herausforderungen durch neue Medien und Kommunikation ein. Dabei betonte er, dass Gott in allen Veränderungen beständig sei. „Er war vor aller Zeit und seine Herrschaft wird allen Wandel überdauern“, so Rösel.

Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July hob in einem Grußwort die wissenschaftlichen Ausgaben in Griechisch und Hebräisch hervor, die er bei der Deutschen Bibelgesellschaft in guten Händen wisse. Zugleich erklärte er, dass die Bibelgesellschaft und die Landeskirche gemeinsame Anstrengungen verbinden, um niederschwellige Zugänge zum Buch der Bücher zu finden und die Liebe zur Bibel bei anderen Menschen zu erwecken. Die Arbeit der Diakonie und Entwicklungsarbeit sei ohne die Bibel nicht denkbar, betonte in seinem Grußwort der Präsident der Diakonie Deutschland, Johannes Stockmeier.

Stuttgarts Erster Bürgermeister Michael Föll wünschte der neuen Leitung Kraft und Energie bei ihrem Anliegen, Menschen mit der biblischen Botschaft bekannt zu machen. Alexander M. Schweitzer, zuständig für Übersetzungen beim Weltverband der Bibelgesellschaften, lobte die DBG als zuverlässigen Partner, der jährlich 30 bis 40 Projekte für die weltweite Bibelübersetzung und -verbreitung unterstütze.

Der 49-jährige Rösel war zuletzt Professor für Altes Testament und Prorektor an der Evangelischen Hochschule Tabor, Marburg. Reiner Hellwig ist 47 Jahre alt und war zuletzt Kaufmännischer Leiter und Prokurist des Thienemann-Verlags in Stuttgart. Der Diplom-Ökonom Reinhard Adler wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Liturg des Festgottesdienstes in der Schlosskirche war der Stuttgarter Prälat Ulrich Mack. Aus Anlass der Einführung übergab die Bibelgesellschaft Stadtdekan Søren Schwesig eine neue Altarbibel für die Schlosskirche.

RTM

PM_Einführung2.pdf

„Biblische Geschichten für Kinder in den Slums“

Biblische Geschichten für Kinder in den Slums Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt Projekte in Ägypten

Stuttgart, 10. April 2014. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft ruft zum Osterfest zu Spenden für Projekte in Ägypten auf. Mitarbeitende der Ägyptischen Bibel­gesellschaft laden in den Slums von Kairo zu Kinderfesten ein und verteilen Kinder­bibeln an Schülerinnen und Schüler aus christlichen Familien. „Die Kinder in den Armenvierteln sehnen sich nach Geborgenheit und Liebe“, sagt Ramez Atallah, Generalsekretär der Ägyptischen Bibelgesellschaft. 70.000 koptische Christinnen und Christen leben im Slum „Garbage City“, in den der Müll der 20-Milli­onen-Metropole Kairo gebracht wird. Um zu überleben, durchwühlen sie den Müll nach verwertbaren Gegenständen und Materialien. Die Kinder müssen dabei helfen. Bei Kinderfesten mit einem als Löwe „Kingo“ verkleideten Mitarbeiter hören die Jungen und Mädchen in den Slums biblische Geschichten und bekommen Bilderbücher. In mehr als 30 Städten veranstaltet die Bibelgesellschaft jährlich 250 „Kingo“-Feste. An Schülerinnen und Schüler koptischer Schulen verteilt die Ägyptische Bibelgesellschaft landesweit jedes Jahr 100.000 Kinderbibeln und biblische Themenhefte. Die Kinder im Alter von 12 bis 13 Jahren nehmen die Kinderbibeln mit nach Hause und lesen darin auch mit ihrer Familie. Die Bibelgesellschaft bietet außerdem in vielen Städten biblische Leselernkurse für Jugendliche und Erwachsene an. Anfangs werden bekannte biblische Geschichten gelesen und inhaltlich besprochen. Mut machende Bibeltexte motivieren die Teilnehmenden zum Lernen, um später auch schwierigere Texte zu verstehen. Ein Kurs dauert zwei Jahre. Die Arbeit der Bibelgesellschaft in Ägypten trifft nach den Erfahrungen von Generalse­kretär Ramez Atallah auf eine neue Situation. Die Menschen seien selbstbewusster geworden. Sie hinterfragten Autoritäten und überprüften eigene Einstellungen. Die Christen würden stärker wahrgenommen. Die Menschen seien offen und zum Dialog bereit. „Auf der diesjährigen Buchmesse habe ich so viele Gespräche über den christlichen Glauben geführt wie nie zuvor“, sagt Ramez Atallah. Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbrei­tung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband der Bibelgesellschaften (UBS; United Bible Societies) zusammenge­schlossenen Gesellschaften. Der Weltverband zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.weltbibelhilfe.de/projekte/aegypten/ RTM

Fotonachweis: Weltbibelhilfe Ralf Thomas Müller Pressebeauftragter Deutsche Bibelgesellschaft Ralf Thomas Müller Journalistenbüro Haydnstraße 49 70195 Stuttgart Telefon: 0711/91 24 24 94 Mobil: 0151/54802526 Fax: 0711/91 24 24 95 E-Mail: pressearbeit Im Auftrag Christel Schweizer Assistenz der Geschäftsleitung Deutsche Bibelgesellschaft Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts Balinger Str. 31A 70567 Stuttgart Tel. 0711 7181 247 Fax 0711 7181 250 schweizer www.dbg.de USt-IdNr.DE 147 793 851 Für Spenden und Kollekten: Stichwort „Weltbibelhilfe“: IBAN DE53 52060 410 0000 415375 BIG-Code GENODEF1EK1 Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine gemeinnützige kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts. Spenden sind daher steuerlich abzugsfähig. +++ Gebührenfreie Bestell-Hotline: 0800 – 242 3546 +++

Internetangebot zur TV-Serie „Die Bibel“

Ausstrahlung von zehn Folgen ab Gründonnerstag auf dem Sender Vox

Stuttgart, 8. April 2014. Die zehnteilige Serie „Die Bibel“ startet am Gründonnerstag, 17. April, auf dem Fernsehsender Vox. Hintergrundinformationen zur US-amerikanischen Produktion und die dazugehörigen Bibeltexte finden Interessierte im Internet unter www.bibel-serie.de, einem Angebot der Deutschen Bibelgesellschaft.

In den einzelnen Folgen werden biblische Geschichten von der Schöpfung und der Arche Noah bis zu Passion, der Auferstehung Jesu und den ersten Christen erzählt. Fünf Teile sind dem Alten und fünf dem Neuen Testament entnommen. Den Produzenten ging es nach eigenen Angaben um eine möglichst zuverlässige Verfilmung der Bibel mit aktuellen Bildern. Sie sehen insbesondere für Kirchen eine große Chance, zu Filmabenden in die Gemeinde einzuladen und über die Bibel ins Gespräch zu kommen.

Die Internetseite www.bibel-serie.de zeigt alle Texte zur Serie in der Übersetzung der Gute Nachricht Bibel. Sie war die erste Übersetzung eines neuen Typs in modernem Deutsch. Experten sprechen von einer kommunikativen Bibelübersetzung. Bis heute ist sie zudem die einzige durchgängig interkonfessionelle Übersetzung ins Deutsche. Die Gute Nachricht wird gemeinsam von den Bibelgesellschaften und Katholischen Bibelwerken in Deutschland, Österreich und der Schweiz herausgegeben.

Der „History Channel“ zeigte „Die Bibel“ 2013 und erreichte mit durchschnittlich 13,2 Millionen Zuschauern für die Produktion die dritthöchste Zuschauerquote eines US-Kabelsenders im vergangenen Jahr. Außerdem wurde die Mini-Serie für den Medienpreis „Emmy“ nominiert. Inzwischen lief die Serie erfolgreich in insgesamt 18 Ländern, darunter Spanien, Großbritannien und Australien.

Produziert wurde die Reihe von „Lightworkers Media“, einem christlichen Medienunter­nehmen mit Sitz in Los Angeles, USA. Produzentin Roma Downey spielt auch die Rolle der Maria, der Mutter Jesu. Sie ist unter anderem durch ihre Rolle als Jacky Onassis in der Fernsehserie „Das Schicksal der Jackie O.“ bekannt. Der Portugiese Diogo Morgado verkörpert Jesus. Die Musik stammt vom deutschstämmigen Hollywood-Komponisten und Oscar-Preisträger Hans Zimmer. Er schrieb auch die Filmmusik für „Der König der Löwen“.

Am Gründonnerstag sind die ersten drei Episoden von „Die Bibel“ auf Vox zu sehen. Am Karfreitag werden die Episoden 4 bis 6 ausgestrahlt und am Karsamstag folgen die Episoden 7 bis 10. Programmstart ist jeweils um 20.15 Uhr.

RTM

Rundbrief 2014-03 der Deutschen Bibelgesellschaft

Liebe Schwestern und Brüder,
Generalsekretär Dr. Christoph Rösel und Verlegerischer/
Kaufmännischer Leiter Reiner Hellwig werden
am Freitag, 11. April, 14.30 in der Stuttgarter
Schlosskirche mit einem Festgottesdienst eingeführt.
Gleichzeitig wird Geschäftsführer Reinhard
Adler verabschiedet. Dazu sind alle herzlich eingeladen.
Dieser Rundbrief ist zudem um einen Text
von Herrn Adler zum Abschied erweitert.
Beste Grüße
Ihre Deutsche Bibelgesellschaft

Nachrichten und Hinweise
Vorstand der Mecklenburgischen und
Pommerschen Bibelgesellschaft gewählt
Pröpstin Helga Ruch und Pastor em. Eckart Ohse
sind Vorsitzende und stellvertretender Vorsitzender
der im Herbst 2013 gebildeten „Mecklenburgischen
und Pommerschen Bibelgesellschaft“. Für vier
Jahre wurden die Stralsunderin und der Schweriner
zusammen mit fünf weiteren Personen von der
Mitgliederversammlung am 14. März im Niederdeutschen
Bibelzentrum St. Jürgen in Barth in den
Vorstand gewählt. Das Vertrauen erhielten zudem
Ministerialrat Ulrich Hojczyk (Schriftführer), Christian
Meyer (Schatzmeister), Pastorin Annemargret
Pilgrim, Karoline Preisler und Helmut Steigler.
Eckart Ohse informierte die Versammlung darüber,
dass „Dat Nie Testament“ neu herauszugeben
werden soll. Die Mitglieder beauftragten den Vorstand
für dieses Vorhaben eine Finanzierung zu
suchen. Die „Mecklenburgische und Pommersche
Bibelgesellschaft“ ist aus der bisherigen Mecklenburgischen
Bibelgesellschaft und der Pommerschen
Bibelgesellschaft hervorgegangen. Sie ist
ein gemeinnütziger und eingetragener Verein.

Moses, Petrus und viele andere biblische
Geschichten zum Anschauen
Wer hat
Interesse
an einem
„biblischen
Bilderbuch?
Volkmar
Heger, pensionierter
Pfarrer in
Oldenburg,
hat es in vielen Jahren geschaffen. Aus Holzfiguren
und Naturmaterialien hat er biblische Geschichten
gestaltet. Die Weihnachtsgeschichte ist dargestellt,
auch die Kreuzigung und Ostergeschichte. Daneben
finden sich die bekannten Erzählungen aus
dem Alten Testament: die Schöpfung (mit Saurierfiguren),
die Sintflut- und Mose-Geschichten und
vieles mehr. Die Szenen sind in ihrem theologischen
Zusammenhang gruppiert, die Heilsgeschichte
führt zum „himmlischen Jerusalem“, das
den Zielhorizont der Darstellung bildet. Die Figuren
hat Volkmar Heger auf seinen Reisen in Bethlehem
und Jerusalem erworben oder in Bayern schnitzen
lassen. Die Ausstellung benötigt eine Fläche von
etwa 5 mal 5 Metern und sollte von drei Seiten
zugänglich sein. Ideal wäre es, wenn sie im Seitenoder
Nebenraum einer Kirche stünde, die eine
gewisse touristische Bedeutung hätte; auch Bibelmuseen
oder -ausstellungen wären ein geeigneter
Ort. Wichtig wären Menschen, die Besuchergruppen
eine Einführung geben.
Es fallen nur die Kosten für den Transport von
Schöningen (bei Braunschweig) und die Herrichtung
des Raumes an. Wenden Sie sich bei Interesse
an Volkmar Heger, Telefon 0441-509 8778. AF

Niederdeutsches Bibelzentrum
Das Niederdeutsche Bibelzentrum
in Barth wird nach Beschluss der
Landessynode seit Januar 2014
von der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Norddeutschland getragen
und ist ein Bestandteil im
„Hauptbereich Gottesdienst und
Gemeinde“ der Nordkirche. Die
weitere Arbeit im Bibelzentrum steht damit auf sicheren
Füßen, so der Leiter Johannes Pilgrim. Alle
Mitarbeitenden wurden übernommen. Von Januar
bis Anfang April arbeitet Tabea Graichen (im Bild)
aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
in einem Studienurlaub im Bibelzentrum mit.
Sie hatte sich das Zentrum als Projekt gewählt.

Seit dem 1. März 2014 arbeitet
Pastor Jens Haverland (im Bild) mit
einem Stellenanteil von 25 Prozent
als Theologischer Referent im
Barther Bibelzentrum. Neben seiner
Tätigkeit als Pastor in einer
nahe gelegenen Gemeinde wird er
das Team des Bibelzentrums unterstützen.
Mit einer weiteren zu besetzenden Stelle
für den theologisch-pädagogischen Bereich soll
noch in diesem Jahr den vielfältigen Anfragen und
Arbeitsgebieten besser entsprochen werden. Das
Faltblatt mit den Veranstaltungen des Jahres 2014
weist auf gut zwanzig kulturelle Angebote hin. Darunter
ein Studientag zum Thema „Gottes Segen
und unser Segnen“ mit der Berner Theologieprofessorin
Magdalene Frettlöh am 25.April. Mehr
Infos gibt es unter Bibelzentrum-barth.de.

Stade: 15 Jahre Christliche Buchhandlung
„15 Jahre – Ein Grund zum Feiern“, so lautete das
Motto für einen „Tag der offenen Tür“ der Christlichen
Buchhandlung in Stade am 29. März. Trägerin
der Buchhandlung ist die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft.
Ein ehrenamtliches Mitarbeiterteam
von zurzeit 23 Frauen und Männern garantieren
für die verlässlichen Öffnungszeiten der Buchhandlung.
Im Jubiläumsjahr finden noch weitere
Aktionen statt: Vom 12. bis 16. Mai wird das Bibelmobil
den Sprengel Stade besuchen. Der EKDRatsvorsitzende
Dr. h.c. Nikolaus Schneider mit
seiner Frau Anne sowie Samuel Koch sind am
10. Juni um 19 Uhr in der Stader Sankt Wilhadi-
Kirche zu Gast. Es gibt eine Lesung zum Thema:
„Vertrauen – was im Leben wirklich trägt“.

Wörlitz: 20 Jahre Bibelturm
Jubiläum in Wörlitz: In der leer stehenden Türmerwohnung
wurde am 3. September 1994 die Ausstellung
„Von Türm- und Türmergeschichten“ eröffnet.
Damit wurde aus dem Kirchturm der Wörlitzer
Sankt Petrikirche der Bibelturm Wörlitz. Die Trägerschaft
lag bei der Evangelischen Hauptbibelgesellschaft,
die mit der Evangelischen Kirchengemeinde
Wörlitz und der Evangelischen Landeskirche
Anhalts zusammenarbeitete. Der Bibelturm
Wörlitz ist von Anfang an eine ökumenische Initiative
gewesen. Die inhaltliche Arbeit wird durch den
Bibelturmbeirat getragen, in dem Vertreter aus dem
katholischen Dekanat Dessau, der Evangelischmethodistischen
Kirche Dessau, dem Gemeinschaftsverband
Sachsen-Anhalt und der Evangelischen
Landeskirche mitarbeiten. Nach Auflösung
der Evangelischen Haupt-Bibelgesellschaft übernahm
die Anhaltische Landeskirche mit der Trägerschaft
auch die Finanzierung des Projektes. Die
laufende Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde“
wurde am 9. Mai 2009 eingeweiht und zog bis zu
13.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr an.
Die Sankt Petrikirche und der Bibelturm Wörlitz
sind 2014 von Sonntag Palmarum bis Mitte Oktober
dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Die Saison wird am Sonntag, 13. April, um
14 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet.
Zum Festprogramm aus Anlass des 20.
Jubiläums lädt der Bibelturm für Samstag, 11. Oktober,
von 10 bis 16 Uhr ein. Genauere Programminformationen
folgen auf www.bibelturm.de.
80. Geburtstag von Ekkehard Runge
Pfarrer i.R. Ekkehard Runge, ehemaliger Direktor
der Evangelischen Haupt-Bibelgesellschaft in
Berlin, wird am 6. April 80 Jahre alt. Runge war
nach der Wende unter anderem Mitglied des
Verwaltungsrates und des Werbeausschusses der
Deutschen Bibelgesellschaft. Er war zudem im
Weltverband der Bibelgesellschaften und für
„Biblische Reisen“ engagiert.
„Rundbrief – Nachrichten aus dem Bibelnetzwerk
in Deutschland“ ist eine monatliche Information
für Gremien und Mitglieder der Vollversammlung
der Deutschen Bibelgesellschaft. Verantwortlich
für die Inhalte ist Geschäftsführer Reinhard
Adler, Balinger Straße 31A, 70567 Stuttgart.

Abschied nehmen:

Etwas stirbt – aber Neues entsteht
Was ist Glück für uns?
Menschen geben unterschiedlich
Auskunft
hierüber: frei haben, mit
guten Menschen beisammen
sein, spazieren
gehen, wenn die
Sonne scheint, das
Lachen nicht verlieren,
wenn man gebraucht
wird. Wann empfinden
Sie Glück? Was macht
Sie glücklich? Das wäre
doch ein guter Vorsatz
für das 2014, dem
Glück nachzugehen, so oft wie irgend möglich
glücklich zu sein. Ist das so schwer? Könnte es
sein, dass uns oft eher einfällt, was uns unglücklich
macht, als was uns beglückt?
Ich habe den Eindruck, dass wir unsere Erwartungen
manchmal zu hoch schrauben und uns dann
wundern, dass wir die Latte nicht überqueren können.
Die Jahreslosung 2014 sagt uns: “Gott nahe zu
sein ist mein Glück“ (Psalm 73,28). Glück (in der
Bibel nach Martin Luther: „Freude“) hat für den
Beter im Alten Testament immer mit Gott zu tun.
Wenn er ihm nahe ist, ist es Glück, egal wie sein
Leben sonst aussieht. Das enthebt ihn der ständigen
Suche nach Glück.
Mit einem Gottesdienst am 11. April 2014 werde
ich von Landesbischof i.R. Dr. Johannes Friedrich
vom Amt des Geschäftsführers der Deutschen
Bibelgesellschaft (DBG) entbunden und Dr. Christoph
Rösel wird in dieses Amt eingeführt.
Ich wünsche Ihnen allen – nach meinem 20-
monatigen Intermezzo – eine gute, ertragreiche,
kooperative und gesegnete Zeit mit der neuen Leitung.
Ich bin dankbar und glücklich, dass ich auf
Empfehlung von Oberkirchenrat Stefan Werner
zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen
und der wohlwollenden Unterstützung der Gremien
eine so wunderbare Arbeit in der DBG verrichten
konnte. Ich war hierbei Gott nahe, das ist mein
Glück. Ihnen allen wünsche ich viel Freude mit der
Arbeit an der Bibel, die Grundlage unseres christlichen
Glaubens.
Auf die DBG kommen große Herausforderungen
zu. Es gilt visionäre und strategische Ziele und
Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.
Im Mittelpunkt stehen die „großen“ Bibelübersetzungen
wie die Lutherbibel, die BasisBibel, die
Neue Genfer Übersetzung und die Gute Nachricht.
Die überarbeitete Lutherbibel kommt mit Beginn
des 500. Reformationsfestes am 31. Oktober 2016
auf den Markt. Die BasisBibel soll 2019 als Vollbibel
und die NGÜ 2021 erscheinen. Die Gute Nachricht
Bibel ist die einzige ökumenische Übersetzung,
sie erreicht zum Teil andere Zielgruppen als
die BasisBibel. Zeitnah zu den neuen Übersetzungen
werden Begleitmaterialien und digitale Medien
erscheinen.
Grundlage hierfür wird ein weiter zu entwickelndes
Marketingkonzept auf der Basis von Markt- beziehungsweise
Bedarfs-und Zielgruppenanalysen
sein. Ebenso ist die weltweite Marktführung der
DBG mit den wissenschaftlichen Bibelausgaben
weiter zu behaupten. Nach unserer Vision muss
sich die DBG zum Kompetenzzentrum für biblische
und glaubensorientierte Problemstellungen weiterentwickeln;
dies bedeutet beispielsweise mehr
anspruchsvolle populäre, wissenschaftliche und
bibelerschließende Produkte zum Beispiel in neuen
Buchreihen. Die DBG sollte stärker Medien wie
E-Books und Apps in Eigenregie entwickeln. Sie
könnte dadurch die eigene Wertschöpfungsbasis
verbessern und wäre nicht von großen Marktanbietern
abhängig. Gleichzeitig käme sie dem geänderten
Leseverhalten vor allem junger Menschen entgegen.
Der Rückgang der Buchhandelsumsätze ließe sich
durch höhere Umsätze bei den Neuen Medien und
im Online-Marketing kompensieren. Im Bereich
Personalentwicklung überträgt die DBG rechtzeitig
Verantwortungsbereiche an junge und kompetente
Mitarbeitende.
Die DBG nimmt die Herausforderungen der Bibel
als Kulturgut in der modernen Gesellschaft an.
Die DBG will neue und jüngere Zielgruppen gewinnen,
so dass die weltweiten Projekte der Weltbibelhilfe
und auch bibelmissionarische Aktionen in
Deutschland finanziert werden können.
Die DBG geht Kooperationen mit anderen Institutionen
ein, um ihre Arbeit sinnvoll zu ergänzen; z.B.
mit dem Bibellesebund und anderen Partnern
(SCM, Evangelische Verlagsanstalt, Katholisches
Bibelwerk u.a.). Grundlegend sind Überschneidungen
des jeweiligen Missionsverständnisses.
Die Kirchen benötigen mehr Pfarrer und Älteste,
die eine frohmachende Botschaft verkündigen. Der
badische Landesbischof Dr. Ulrich Fischer hat betont,
die Kirche solle sich verstärkt um neue Formen
der Glaubensbildung und -stärkung bemühen.
Die Kirche müsse verstärkt Begegnungsräume
schaffen, in denen Menschen in den Glauben eingeführt
und zu einem Verstehen der Frohen Botschaft
angeleitet werden können. Glaube ist keine
Privatsache. Auch ehrenamtlich Mitarbeitende
bringen ihre Glaubens-, Lebens- und Berufserfahrung
ein, um der Kirche zu helfen, bei ihrer Sache
zu bleiben und sie voranzubringen. Hierbei ist zum
Beispiel die Diakonie, verzeihen Sie einem eingefleischten
diakonischen Unternehmer, ein Herzstück
der Kirche. Als Partner der Kirche übernehmen
die Diakonie und die DBG Verantwortung
dafür, dass alle Menschen das Evangelium und
darin die gottesliebende Zuwendung erfahren können.
Die Produkt-Marken der DBG wie die „Lutherbibel“,
die „BasisBibel“ oder die „Gute Nachricht Bibel“,
auch die wissenschaftlichen Ausgaben, sollen zu
unverwechselbaren Markenzeichen protestantischer
Glaubensorientierung werden. Dies gilt für
alle drei Geschäftsfelder Verlag, Weltbibelhilfe und
Bibel im Leben.
Die 10. Vollversammlung des ökumenischen Rates
der Kirchen übte Kritik an der Marktwirtschaft und
der Weltwirtschaftsordnung, weil der Glaube an
den „Mammon“ die Glaubwürdigkeit des Evangeliums
infrage stelle. In einer „Erklärung über den
Weg zum gerechten Frieden“ heißt es: „Soziale
Gerechtigkeit tritt Privateigentum entgegen, wirtschaftliche
Gerechtigkeit dem Reichtum, ökologische
Gerechtigkeit dem Konsum und politische
Gerechtigkeit Macht an sich“.
Bei der künftigen Ausgestaltung strategischer Ziele
und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und
Projekte wünsche ich der DBG Mut und Zuversicht
und Gottes Segen.
Angesichts der 500. Wiederkehr des Thesenanschlags
2017 ist zu fragen, ob Luther heute neue
Thesen anschlagen würde? Er würde danach fragen,
ob die evangelische Kirche sich noch um die
reine Lehre kümmert. Luther redete ein deutliches,
allgemein verständliches Deutsch, das von Hoch
und Niedrig verstanden wurde. Luther hat damit die
Kirche zu ihren biblischen Wurzeln zurückgeführt.
Vielleicht wird das Lutherjahr 2017 ähnlich wie das
Lutherjahr 1917 auch ein Jahr des Aufbruchs für
den deutschen Protestantismus. Damals brach sich
eine Erweckungsbewegung Bahn, großenteils von
Laien getragen, die sich schnell zu einer Wiederentdeckung
des reformatorischen Bekenntnisses
entwickelt hat.
Ich wünsche Ihnen Gottes reichlichen Segen, Gerechtigkeit,
Demut, Glaube, Hoffnung, Liebe, Freiheit,
Glück und Verantwortung für Ihre so wertvolle
Arbeit. Erkennen Sie die Zeichen der Zeit – die
Deutsche Bibelgesellschaft hat eine starke Mannschaft.
In Dankbarkeit, für die gemeinsame Zeit
verbleibe ich Ihr
Reinhard Adler.