Vollständige Bibel ist jetzt in 484 Sprachen übersetzt

Weltverband der Bibelgesellschaften veröffentlicht „Scripture Language Report“

Reading/Stuttgart, 29. Juli 2013. Die komplette Bibel mit Altem und Neuem Testament liegt jetzt in 484 Sprachen vor. Dies teilt der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) im aktuellen „Scripture Language Report“ mit. Zusätzlich ist das Neue Testament in 1257 Sprachen übersetzt und sind einzelne Schriften der Bibel in 810 Sprachen verfügbar. Damit liegt nun in 2551 Sprachen mindestens ein Buch der Bibel vor. Sprachforscher gehen von weltweit mehr als 6500 Sprachen aus.

Grundlage für die Statistik ist der „Scripture Language Report“ des Weltverbandes für das Jahr 2012. Der Report erfasst alle Sprachen, in denen bis zum Jahreswechsel 2012/2013 mindestens ein Buch der Bibel veröffentlicht worden ist. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es neun neue vollständige Übersetzungen und 17 Neue Testamente. Für die einzelnen Weltregionen ergeben sich folgende Zahlen bei den vollständigen Übersetzungen: Afrika 189, Asien 146, Ozeanien 40, Europa 63, Lateinamerika 37, Nordamerika 8 sowie eine in der Plansprache Esperanto.

Zurzeit arbeiten die Bibelgesellschaften in rund 460 Übersetzungsprojekten. Seit dem Jahrtausendwechsel ist die Zahl der Sprachen mit vollständiger Bibelübersetzung um 101 gewachsen. Der Weltverband erwartet, dass 2015 einhundert der aktuellen Pro­jekte abgeschlossen sein werden. Dabei handelt es sich bei 45 Projekten um die erste Übersetzung in einer neuen Sprache, in 29 Sprachen sollen neue Übersetzungen den aktuellen Sprachgebrauch aufnehmen und in 26 Projekten geht es um Revisionen älterer Bibelübersetzungen. Möglich ist dies nur bei weiter starkem Engagement von Spenderinnen und Spendern weltweit.

Die Sprachen mit erstmals vollständigen Bibeln sind: Huallaga-Quechua (Peru), Saboat (Kenia), Nordost-Dinka (Südsudan), Tagwana (Elfenbeinküste), Sesotho (Südafrika), Kisongye (Demokratische Republik Kongo), Asante Twi (Ghana), Tschetschenisch (Russland) und Kunama (Eritrea).

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Auf­gaben sind die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift. Unter­stützt wird die Arbeit durch die Weltbibelhilfe als Aktion der Deutschen Bibelgesell­schaft. Die Weltbibelhilfe sammelt Spenden in Deutschland für die Arbeit der Bibelge­sellschaften weltweit.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.weltbibelhilfe.de.

RTM

Foto: Übersetzergruppe in Kenia (Bildnachweis: Weltbibelhilfe)

Ansprechpartner
Tobias Keil
Aktion Weltbibelhilfe
Tel: (0711) 7181 – 273
Fax: (0711) 7181553 – 273
E-Mail keil

Hoffnung für Waisenkinder

Weltbibelhilfe unterstützt Projekte in Äthiopien

Stuttgart, 19. Juli 2013. Bibelprojekte in Äthiopien stehen im Zentrum der aktuellen Spendenkampagne der Weltbibelhilfe. Die Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft fordert zu Spenden für Audiogeräte mit Bibeltexten sowie Bibeln für Waisenhäuser und Kirchengemeinden auf. Außerdem werden Übersetzungsprojekte der Äthiopischen Bibelgesellschaft unterstützt, für die in einem Land mit rund 80 Sprachen außerordentliche Anstrengungen nötig sind.

Die Weltbibelhilfe berichtet, dass sich viele äthiopische Christen die Heilige Schrift in ihrer Sprache nicht leisten können. Sie seien auf die Hilfe der Äthiopischen Bibelgesellschaft angewiesen. Eine halbe Million Bibeln sollen dieses Jahr verteilt werden.

In vielen Sprachen gibt es laut Weltbibelhilfe bisher aber nur das Neue Testament. Deshalb werde zum Beispiel zurzeit das Alte Testament in die Sprachen Kambatta und Hadiyya übersetzt. Kambatta wird von etwa 600.000 Angehörigen einer Volksgruppe im Südwesten des Landes gesprochen. Zur Hadiyya-Gruppe gehören ebenfalls im Südwesten etwa 1,2 Millionen Menschen, die überwiegend die gleichnamige Sprache nutzen. Die ganze Bibel in den beiden Sprachen soll 2016 erscheinen.

Im Spendenbrief weist der ehemalige württembergische Landesbischof Eberhardt Renz auf die Not der Kinder in den Straßen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hin. Um diesen Kindern ein Zuhause zu geben, haben engagierte Christinnen und Christen das „Leuchtturm-Waisenhaus“ eröffnet. Dort gehe es um mehr als nur die materielle Versorgung der Straßenkinder, so der Altbischof. Die Bibelgesellschaft sorge dafür, dass die Kinder im Waisenhaus die Bibel kennenlernen und daraus neue Hoffnung schöpfen können. Kinder, die nicht lesen können, hören die biblischen Ge­schichten mit einem Audiogerät, der sogenannten sprechenden Bibel.

Äthiopien steht laut „Index für menschliche Entwicklung“ der Vereinten Nationen auf Rang 173 der verglichenen Staaten und zählt damit zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung gehören einer christlichen Kirche an. Die meisten zählen sich zur Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Bereits im 4. Jahrhundert war das Land christlich geprägt. Zu den am schnellsten wachsenden Kirchen Afrikas gehört die äthiopische Mekane-Yesus-Kirche mit jetzt rund fünf Millionen Mitgliedern. Sie geht unter anderem auf die Arbeit der lutherischen Hermannsburger Mission zurück.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.weltbibelhilfe.de.

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Bildnachweis: Weltbibelhilfe

Hoffnung für Waisenkinder

Weltbibelhilfe unterstützt Projekte in Äthiopien

Stuttgart, 19. Juli 2013. Bibelprojekte in Äthiopien stehen im Zentrum der aktuellen Spendenkampagne der Weltbibelhilfe. Die Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft fordert zu Spenden für Audiogeräte mit Bibeltexten sowie Bibeln für Waisenhäuser und Kirchengemeinden auf. Außerdem werden Übersetzungsprojekte der Äthiopischen Bibelgesellschaft unterstützt, für die in einem Land mit rund 80 Sprachen außerordentliche Anstrengungen nötig sind.

Die Weltbibelhilfe berichtet, dass sich viele äthiopische Christen die Heilige Schrift in ihrer Sprache nicht leisten können. Sie seien auf die Hilfe der Äthiopischen Bibelgesellschaft angewiesen. Eine halbe Million Bibeln sollen dieses Jahr verteilt werden.

In vielen Sprachen gibt es laut Weltbibelhilfe bisher aber nur das Neue Testament. Deshalb werde zum Beispiel zurzeit das Alte Testament in die Sprachen Kambatta und Hadiyya übersetzt. Kambatta wird von etwa 600.000 Angehörigen einer Volksgruppe im Südwesten des Landes gesprochen. Zur Hadiyya-Gruppe gehören ebenfalls im Südwesten etwa 1,2 Millionen Menschen, die überwiegend die gleichnamige Sprache nutzen. Die ganze Bibel in den beiden Sprachen soll 2016 erscheinen.

Im Spendenbrief weist der ehemalige württembergische Landesbischof Eberhardt Renz auf die Not der Kinder in den Straßen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hin. Um diesen Kindern ein Zuhause zu geben, haben engagierte Christinnen und Christen das „Leuchtturm-Waisenhaus“ eröffnet. Dort gehe es um mehr als nur die materielle Versorgung der Straßenkinder, so der Altbischof. Die Bibelgesellschaft sorge dafür, dass die Kinder im Waisenhaus die Bibel kennenlernen und daraus neue Hoffnung schöpfen können. Kinder, die nicht lesen können, hören die biblischen Ge­schichten mit einem Audiogerät, der sogenannten sprechenden Bibel.

Äthiopien steht laut „Index für menschliche Entwicklung“ der Vereinten Nationen auf Rang 173 der verglichenen Staaten und zählt damit zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung gehören einer christlichen Kirche an. Die meisten zählen sich zur Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Bereits im 4. Jahrhundert war das Land christlich geprägt. Zu den am schnellsten wachsenden Kirchen Afrikas gehört die äthiopische Mekane-Yesus-Kirche mit jetzt rund fünf Millionen Mitgliedern. Sie geht unter anderem auf die Arbeit der lutherischen Hermannsburger Mission zurück.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.weltbibelhilfe.de.RTM

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Leuchtfeuerprojekte für die Bibel

Kooperation von Deutscher Bibelgesellschaft und Bibellesebund

Stuttgart/Marienheide, 12. Juli 2013. Die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) und der Bibellesebund Deutschland (BLB) haben eine engere Kooperation vereinbart. In beispielhaften Leuchtfeuerprojekten soll die Kooperation Gestalt bekommen. In der Vereinbarung wird betont, wie wichtig das Bündeln von Kräften zur Erreichung von gemeinsamen Zielen ist. Dabei sehen sich beide Werke in ihrer Arbeit als Dienstleister der christlichen Kirchen und Gemeinden.
Bibellesebund und Bibelgesellschaft haben in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen Kampagnen und Projekten zusammengearbeitet. Dazu gehört zum Beispiel das Jahr der Bibel 2003. In Kooperation erscheint auch das Bibellese-Buch „mittendrin“ mit Impulsen zur täglichen Lektüre der Heiligen Schrift. Durch die Zusammenarbeit sei das Vertrauen in die gegenseitige Kompetenz gewachsen, heißt es bei den Partnern. Zunächst bis 2015 wolle man die Zusammenarbeit intensivieren, um dann vor dem Hintergrund der Erfahrungen über die weitere Zukunft zu beraten.
Zu den geplanten Leuchtfeuerprojekten gehört ein Bibellesekonzept zu einhundert Kernstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament (E100) sowie bibelmissiona-rische Projekte im Themenjahr „Bild und Bibel“ der Lutherdekade.
DBG und BLB unterstreichen ihren Auftrag, die Bibel allen Menschen zugänglich zu machen. Bei der Bibelgesellschaft geschehe dies vor allem durch Übersetzung, Herstellung, weltweite Verbreitung und Hilfen zum Lesen der Heiligen Schrift. Der Bibellesebund unterstütze und begleite Menschen bei der alltäglichen Nutzung der Bibel.
Die Kooperationsvereinbarung wurde für die Deutsche Bibelgesellschaft unterschrieben von Geschäftsführer Reinhard Adler und dem Vorsitzenden der Vollversammlung und des Verwaltungsrates, Dr. Johannes Friedrich, Landesbischof a.D. Für den Bibellesebund unterzeichneten der 1. Vorsitzende Pfarrer Eberhard Baade und Generalsekretär Dr. Christian Brenner.

Foto: (v.l.) Dr. Johannes Friedrich, Dr. Christian Brenner und Reinhard Adler bei der Vereinbarung der Kooperation. (Bildnachweis: DBG/BLB)

Bibelgesellschaften und die digitale Zukunft

Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft tagt in Kassel

Stuttgart/Kassel, 28. Mai 2013. Die 33. Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) tagt von Montag bis Mittwoch, 3. bis 5. Juni, im Haus der Kirche in Kassel. Das Schwerpunktthema der Versammlung lautet: „Die digitale Zukunft – Herausforderungen für die Arbeit von Bibelgesellschaften“. Erwartet werden rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus regionalen Bibelgesellschaften, Kirchen und christ­lichen Werken.

„Die Bibelgesellschaften haben seit ihren Anfängen immer die fortschrittlichste Technik für die Verbreitung der Bibel genutzt“, erklärt DBG-Geschäftsführer Reinhard Adler. Was früher nur für den Druck gegolten habe, gelte jetzt auch in der digitalen Welt. Seit den Anfängen der neuen Medien habe die Bibelgesellschaft die Urtextausgaben und Übersetzungen in digitalen Formaten veröffentlicht. Auch ein Klassiker wie die Lutherbibel sei daher heute als E-Book, Computer-Software oder App für das Smartphone verfügbar.

Im Internetportal www.die-bibel.de werden Bibelübersetzungen der DBG allen Interes­sierten zugänglich gemacht. Mit der BasisBibel gibt die Bibelgesellschaft zudem die erste ausdrücklich für die digitale Nutzung entwickelte Übersetzung heraus. Außerdem ist die DBG in sozialen Netzwerken engagiert. „Das Thema der Vollversammlung soll den Bibelgesellschaften helfen, ihre Angebote im digitalen Zeitalter stetig fortzuentwickeln und so die Bibel weiter erfolgreich zu den Menschen zu bringen“, so Adler.

Zu den Referenten der Tagung zählt die Kommunikationsexpertin Claudia de Jong. Sie sammelte zunächst Erfahrungen als Managerin für strategische Projekte bei Intel und HP in Vertrieb und Marketing und ist Gründerin der Strategieberatung „dj-ub“ mit den Schwerpunkten digitale Kommunikation und kommunikatives Handeln. Das Team von „dj-ub“ begleitet Unternehmen von der strategischen Entwicklung bis zur Realisierung. „Dabei steht der Mensch im Fokus“, so de Jong. Zusammen mit ihrem Mann publiziert die Landshuterin den Weblog www.dejongsblog.de.

Zu den weiteren Tagesordnungspunkten der Tagung in Kassel gehören die Berichte des Verwaltungs- und Vollversammlungsvorsitzenden Pfarrer Dr. Johannes Friedrich, Landesbischof a.D., und des Geschäftsführers Reinhard Adler. Außerdem wird ein Teil der Verwaltungsräte und des Präsidiums neu gewählt. Bei einem Abend der gastgebenden Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Dienstag, 4. Juni, ist die Kasseler Pröpstin Katrin Wienold-Hocke Gast der Vollversammlung.