Kuba: Bibeln nur als Import-Ware

„Bibelreport“ berichtet von wachsenden Kirchen und Trauer um Fidel Castro

Stuttgart. Die wachsende Kirche auf Kuba und deren großer Bedarf an Bibeln sind das Titelthema der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Der Leiter der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft, Horst Scheurenbrand, hat die Insel Ende November 2016 besucht und dabei auch die Trauer um den ehemaligen Präsidenten Fidel Castro erlebt.

„Das größte Problem besteht darin, dass es schlichtweg zu wenige Bibeln im Land gibt, weil die Kirchen so schnell wachsen“, berichtet Scheurenbrand. Die Kirche gehe hinaus in die Gesellschaft und sei an vielen Orten außerhalb der Kirchengebäude präsent. Das bringe ihnen den Respekt vieler Kubaner ein. Mit der politischen Öffnung des Landes stiegen aber auch die Ängste der Menschen vor einem zu großen Einfluss Amerikas und dessen „way of life“. „Die Kirchen sind für sie Orte, in denen die zentralen kubanischen Werte bewahrt und gepflegt werden: Lebensfreude, Zusammenhalt, Kreativität“, so der Leiter der Weltbibelhilfe.

Bibeldruck ist im kommunistischen Karibikstaat weiter verboten. Bibeln können aber von der ökumenischen Bibelkommission Kubas importiert werden. Das macht sie laut Scheurenbrand noch teurer, als ein Buch für kubanische Verhältnisse sowieso schon ist. Daher sei das Engagement der Weltbibelhilfe weiter nötig. Die kubanischen Kirchen beteiligten sich mit einem kleinen Anteil nach ihren Möglichkeiten.

Scheurenbrand berichtet außerdem, wie er die Trauer um Fidel Castro erlebt hat. Für viele Kubaner sei der Politiker offenbar eine Vaterfigur geblieben, ein Symbol für die kubanische Identität. Die emotionale Verbundenheit mit dem umstrittenen Herrscher, die viele Kubaner in diesen Tagen zeigten, habe ihn sehr überrascht. Millionen von Menschen hätten auf dem Platz der Revolution Abschied von Castro genommen.

In der Jahresserie zum Reformationsjubiläum 2017 stellt der „Bibelreport“ herausragende Bibelausgaben aus der Zeit Martin Luthers vor. Die Serie startet mit der englischen Tyndale-Bibel, die der Leiter der Abteilung Historische Sammlungen in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, Dr. Christian Herrmann, .als „meisterhafte Prosa“ beschreibt. Ein Neues Testament der Tyndale-Übersetzung von 1526 befindet sich in der Bibelsammlung der Landesbibliothek.

In der Rubrik „Bibel persönlich“ kommt Pfarrer Martin Weber zu Wort. Er ist Gemeindepfarrer in Kirchberg an der Murr und Vorsitzender der Deutschen Indianer Pionier Mission. Der evangelische Theologe legt den Bibelvers aus Psalm 16,8 aus: „Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht.“

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berichtet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift.

Den Bibelreport als E-Paper zum Blättern und als PDF zum Download gibt es kostenlos im Internet auf www.die-bibel.de/bibelreport.

RTM

Mehr Informationen
www.die-bibel.de

Heinrich Bedford-Strohm: Bischofsmotto ziert,Schmuckschuber zur Lutherbibel 2017

Sammleredition des EKD-Ratsvorsitzenden in Nürnberg vorgestellt

Stuttgart/Nürnberg. Die Lutherbibel 2017 mit Schmuckschuber in der Edition Heinrich Bedford-Strohm wurde heute beim Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg präsentiert. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm, nahm als Erster eine druckfrische Ausgabe entgegen. Die Sammleredition mit prominenten Gestaltern eines Bibelschubers erscheint zeitlich limitiert aus Anlass des 500. Reformationsjubiläum und der Herausgabe der revidierten Lutherbibel 2017.

Bedford-Strohm wählte den letzten Satz seiner Habilitationsschrift und zugleich sein Bischofsmotto als Bibelvers für den Schuber aus: „Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ (2. Korintherbrief, Vers 17). „Die innere Freiheit kommt dadurch zustande, dass ich weiß, dass mein ganzes Leben von Gottes Liebe umgriffen ist“, sagt der EKD-Ratsvorsitzende. „Daraus folgt, dass ich immer meinem Gewissen folgen kann, auch dann, wenn äußere Autoritäten mich daran hindern wollen und wenn es Mut kostet, Zivilcourage zu zeigen.“

Diese innere Freiheit des Geborgenseins durch Gott ist für den Theologen der Ausgangspunkt für alles andere – dazu zählen für ihn die Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik sowie der Einsatz für die Gemeinschaft und für die Schwachen. Zur Gestaltung des Schmuckschubers diente eine Bildskulptur des Coburger Künstlers Gerd Kanz. Er ist Maler und Bildhauer und hat für seine abstrakten Werke eine individuelle Arbeitstechnik mit den Ausgangsmaterialien Öl, Tempera und Holz entwickelt.

Die Lutherbibel 2017 wird gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bibelgesellschaft eingeführt. Sie erscheint zum 500. Reformationsjubiläum, das in diesem Jahr gefeiert wird. Die Bibel gibt es in gedruckten und digitalen Formaten, zum Beispiel als E-Book, App und Computersoftware. In der Reihe der Schmuckschuber erscheinen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gestaltete Editionen. Zu den prominenten Gestaltern gehören zum Beispiel der Trainer Jürgen Klopp, die Schauspielerin Uschi Glas und Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017.

RTM

Foto 1: (im Bild von links) Gerd Kanz, Heinrich Bedford-Strohm und Dr. Christian Brenner, Leiter der Abteilung „Bibel im Leben“ der Deutschen Bibelgesellschaft

Foto 2: (im Bild von links) Unternehmer Dr. Friedhelm Loh, Sängerin und Kabarettistin Margarete Kosse, Heinrich Bedford-Strohm, Journalist und Musiker Christoph Zehendner und Dr. Michael Inacker, Vorstandsvorsitzender der Internationalen Martin-Luther-Stiftung.

Lutherbibel revidiert 2017 mit Schmuckschuber
Edition von Heinrich Bedford-Strohm

Deutsche Bibelgesellschaft
ISBN 978-3-438-03328-4
Preis: 39 Euro

Mehr Informationen
www.die-bibel.de

Kontakt

Sven Bigl
Referent Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-286
Mobil: +49 157 51 63 88 50
E-Mail: bigl

Ökumenische Bibeltagung: „Das Wort – ganz nahe bei dir“

Evangelische und katholische Bibelübersetzungen offiziell überreicht

Stuttgart. In einem ökumenischen Gottesdienst haben sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, offiziell gegenseitig die beiden neuen Bibelübersetzungen überreicht. Lutherbibel und Einheitsübersetzung sollen künftig zusammen in ökumenischen Gottesdiensten verwendet werden.

Kardinal Marx betonte in seiner Einführung in der Konkathedrale St. Eberhard in Stuttgart, dass die Beschäftigung mit der Bibel keine Saisonaufgabe sei. „Sie ist eine sprudelnde Quelle. Das Wasser, das aus ihr geschöpft wird, wird nicht weniger, sondern mehr. Je mehr wir uns mit der Heiligen Schrift auseinandersetzen, desto mehr erfahren wir das Geheimnis Christi“, so Kardinal Marx. Beide Kirchen hätten sich in den vergangenen Jahren der Aufgabe gestellt, die Heilige Schrift in ihrer deutschen Übersetzung zu überarbeiten. „Es freut mich sehr, dass wir in einem solch ökumenisch bedeutsamen Jahr 2017, in dem wir uns gemeinsam an die Ereignisse der Reformation vor 500 Jahren erinnern und sie heute als Christusfest feiern, Gottes Wort in unsere Mitte stellen.“

In seiner Predigt hob Landesbischof Bedford-Strohm hervor: „Es gibt nichts, was es nicht in der Bibel gibt, sie schreitet den Rand und die Mitte der menschlichen Existenz ab und stellt alles vor Gott. Deswegen gilt für mich: Die Bibel ist das Buch der Bücher und die Quelle der Humanität, ja die Quelle allen erfüllten Lebens, denn sie kennt den diesseitigen Menschen in allen Aspekten, aber sie reduziert ihn nicht auf‘s Diesseits, sondern erschließt die Quellen des Lebens, die aus der Ewigkeit kommen. Christlicher Glaube heute heißt, sich auf diese Geschichten einzulassen, diese Geschichten in die eigene Biographie hineinzuschreiben und umgekehrt das eigene Leben zum Teil der großen Geschichte Gottes mit den Menschen werden zu lassen und sein Leben im Lichte dieser Geschichte zu deuten. In dieser Geschichte ist ein Geist der Freiheit aufbewahrt, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erschließt.“

In den vergangenen Jahren wurden die Einheitsübersetzung und die Lutherbibel jeweils einer eingehenden Überprüfung und Revision unterzogen. Bei der Überreichung der neuen Bibeln sagten Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm: „Mit den neuen Übersetzungen erinnern wir uns an unsere gemeinsame Grundlage – die Heilige Schrift – und bringen gleichzeitig unsere Wertschätzung für die jeweils andere Übersetzung zum Ausdruck. Für die ökumenischen Gottesdienste auf den verschiedenen Ebenen empfehlen wir, auf die Texte der revidierten Einheitsübersetzung und Lutherbibel zurückzugreifen und wenn möglich auch beide Übersetzungen zu Gehör zu bringen.“ Einheitsübersetzung und Lutherbibel sind damit gemeinsame Grundlage für die ökumenische Arbeit insgesamt.

Mit einer Ökumenischen Bibeltagung, die unter dem Leitwort „Das Wort – ganz nahe bei dir“ (Dtn 30,14) stand, wurde die Einführung der Bibelausgaben in Stuttgart begleitet. Der frühere Bischof von Erfurt, Bischof em. Dr. Joachim Wanke, und der frühere Landesbischof von Thüringen, Dr. Christoph Kähler, berichteten vor rund 200 Teilnehmern über die Revisionsprozesse der Bibel. Die Journalistin Dr. Christiane Florin führte ein Gespräch mit der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff über die Rolle der Bibel für die kulturelle und religiöse Selbstvergewisserung der Gesellschaft. Ziel der Tagung war es, über die für die evangelische Kirche grundlegende Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers und die in allen deutschsprachigen katholischen Bistümern verwendete Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift in ihren nun vorliegenden neuen Ausgaben miteinander ins Gespräch zu kommen. In Stuttgart wurden die beiden Bibelübersetzungen gewürdigt und deren gesamtgesellschaftliche Bedeutung hervorgehoben.

Die Tagung wurde von der EKD, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Bibelgesellschaft sowie dem Katholischen Bibelwerk veranstaltet und organisiert.

Hinweis:
Redebeiträge der Tagung sowie die Predigt von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm finden Sie unter www.dbk.de; www.ekd.de; www.bibelwerk.de; www.die-bibel.de.

10.000 Fans der BasisBibel auf Facebook

10.000 Fans der BasisBibel auf Facebook

Viel Lob für Bibelübersetzung im sozialen Netzwerk

Stuttgart. Die Facebook-Seite der BasisBibel hat jetzt 10.000 Fans. Seit Start der Seite im Oktober 2009 steigert sich die Zahl der Fans stetig. Nutzerinnen und Nutzer schätzen vor allem den Austausch über biblische Texte, die Qualität der Bibelübersetzung und den täglichen Impuls mit Bibelvers. Die BasisBibel ist ein crossmediales Projekt der Deutschen Bibelgesellschaft. Es nimmt das durch elektronische Medien veränderte Leseverhalten auf.

„Mit dem täglichen Impuls auf der Facebook Seite der BasisBibel erreichen wir jeden Tag Tausende Bibelleser, Bibeleinsteiger, aber auch Leute, die sich einfach von dem Bibelvers inspirieren lassen wollen“, sagt der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel. „Die 10.000 Fans auf Facebook zeigen, wie viele inzwischen die innovative BasisBibel als ihre Übersetzung schätzen, die eine klare Sprache nutzt und wie keine andere in die Welt der digitalen Medien passt.“

„Mit der BasisBibel Facebook Seite wollen wir die Bibel wieder ein Stück in den Alltag zurückbringen“, sagt Social Media Managerin Franziska Schikora. „Die täglichen Verse sind als Impuls formuliert und nehmen auch mal auf das aktuelle Geschehen Bezug – sie zeigen, dass die Bibel gar nicht so weit von unserem täglichen Leben entfernt ist, wie manche denken.“

Von den Nutzern kommt viel Lob zur Seite und zur Übersetzung. „Ich liebe die BasisBibel und arbeite viel mit ihr!“ oder „vielen Dank für die wertvolle Arbeit“, heißt es in Kommentaren. „Die BasisBibel ist für mich die mit Abstand beste deutsche Bibelübersetzung unserer Zeit“, betont zum Beispiel Pfarrer Henner Eurich.

Die BasisBibel wendet sich an eine neue Generation von Leserinnen und Lesern, denen die klassische Kirchen- und Bibelsprache nicht mehr vertraut ist. Sie ist die erste crossmediale Bibelübersetzung, die das durch Computer und Internet veränderte Medienverhalten berücksichtigt. Die BasisBibel gibt es bisher in der Reihe „bibel multimedial“, im Internet, als App für Smartphones, als Hörbibel und als gedrucktes Buch mit dem Neuen Testament und den Psalmen.

Mehr Informationen: facebook.com/basisbibel.de und www.basisbibel.de

RTM

Erfolgsgeschichte Lutherbibel 2017

Deutsche Bibelgesellschaft verdoppelte im Vorjahr Verbreitungszahlen

Stuttgart. Die Deutsche Bibelgesellschaft hat 2016 mehr als doppelt so viele Bibeln verbreitet wie im Jahr zuvor. 518.961 deutschsprachige Bibeln gingen über den Ladentisch oder wurden im Internet bestellt. 2015 waren es 254.396 Exemplare. Der wesentliche Faktor für die hohe Zahl war die revidierte Lutherbibel 2017. Vom Verkaufsstart am 19. Oktober 2016 bis zum Jahresschluss wurden 307.147 gedruckte Ausgaben des Klassikers verkauft.

„Die Bibel bleibt das Buch, das Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen und in allen Lebenssituationen erreicht“, betont der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel. Dies sei auch ein positives Signal für den Ökumenischen Bibelsonntag, der am kommenden Sonntag, 29. Januar, bundesweit gefeiert wird. Dieses Bild ergänzt, dass die Bibelgesellschaft auch mehr Kinder- und Jugendausgaben verbreiten konnte. Deren Absatzzahl stieg von 2015 auf 2016 von 186.658 auf 239.200 Exemplare.

„Der gute Start für die Lutherbibel 2017 freut uns sehr und ist zugleich Ansporn diese Erfolgsgeschichte im Jahr des 500.

Reformationsjubiläums fortzusetzen“, sagt Rösel. In den Medien, im Buchhandel, in den Kirchen und Gemeinden sei die revidierte Lutherbibel nahezu überall auf positive Resonanz gestoßen. Die sorgfältige Bearbeitung des Textes sowie die Vielfalt und Qualität der Ausgaben habe diesen Erfolg möglich gemacht. Jetzt gelte es auf diesem Weg weiter voranzugehen.

Die Lutherbibel wurde auf Anregung der Deutschen Bibelgesellschaft durch eine Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland überarbeitet. Außer in den klassischen Druckausgaben erscheint die Lutherbibel auch als Hörbuch, E-Book, App und Computersoftware. Im Internet steht der Text frei zugänglich unter www.die-bibel.de zur Verfügung.

Bei der Deutschen Bibelgesellschaft erscheint als zweite vollständige Übersetzung des Alten und Neuen Testaments die moderne Gute Nachricht Bibel. Sie ist die einzige durchgängig interkonfessionelle Übersetzung auf Deutsch. Als weitere Bibelübersetzungen werden in den nächsten Jahren die BasisBibel und die Neue Genfer Übersetzung (NGÜ) fertiggestellt. Für beide sind bisher bereits das komplette Neue Testament und Teile des Alten Testaments übersetzt. Die DBG charakterisiert die BasisBibel als die „innovative“ und die mit Partnern erstellte NGÜ als die „präzise“ Übersetzung.

Weltweit und bei allen Konfessionen sind die wissenschaftlichen Ausgaben der Deutschen Bibelgesellschaft in den Ursprachen die Grundlage für theologische Wissenschaft und Bibelübersetzung. Dazu gehören die „Biblia Hebraica Stuttgartensia“ und die „Biblia Hebraica Quinta“, das „Greek New Testament“ und das „Novum Testamentum Graece“ (Nestle-Aland).

RTM

Foto: Dr. Christoph Rösel (Bildnachweis DBG)

Lutherbibel-App 100.000-mal heruntergeladen

Klassische Bibelübersetzung in modernen Medien gefragt

Stuttgart. 100.000 Nutzerinnen und Nutzer haben die App zur Lutherbibel 2017 seit Veröffentlichung am 19. Oktober 2016 heruntergeladen. Die App wird kostenlos für Smartphones und Tablets mit den Betriebssystemen Android und iOS angeboten. Seit Kurzem steht eine Update-Version zum Download bereit. Sie nimmt unter anderem Anregungen von Nutzern für weitere Funktionen auf.

„Das Interesse an der Lutherbibel-App zeigt, dass auch in modernen Medien die klassische deutsche Bibelübersetzung ihren Platz haben muss“, sagt der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel. Die Bibel könne so für viele zum täglichen Begleiter werden. Der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dankt er dafür, dass dieses kostenlose Angebot durch ihre Unterstützung möglich geworden ist.

Das Bibelprogramm kann bis zum 31. Oktober dieses Jahres gratis in den jeweiligen App-Stores heruntergeladen werden. Auch danach kann die App weiter kostenfrei auf den Geräten genutzt werden. Spitzenwerte von rund 3000 Downloads täglich gab es nach dem ZDF-Fernsehgottesdienst zur Einführung der neuen Lutherbibel am 30. Oktober 2016 in Eisenach.

Die App enthält den vollständigen Text der Lutherbibel 2017 mit den Apokryphen sowie allen Anmerkungen und Verweisstellen. Mit der Software können Nutzer im Text blättern, Verweisstellen verfolgen und die komplette Bibel durchsuchen. Darüber hinaus lassen sich Notizen und Lesezeichen zu einzelnen Versen anlegen und Passagen in verschiedenen Farben markieren. Die Darstellung des Bibeltextes lässt sich durch die Auswahl von Schriftart und -größe an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Zu den weiteren Highlights der App gehören ausgewählte Bibellesepläne für die regelmäßige und systematische Lektüre des Textes.

Nutzer bewerteten die App überwiegend positiv. Besonders die Verknüpfung mit den Bibelleseplänen findet viel Lob. Neue Funktionen sind jetzt die Möglichkeit zum Kopieren von Bibel- und Lexikontexten sowie eine Verlaufsliste, die die angeschauten Verse aufführt.

Auf Anregung der Deutschen Bibelgesellschaft wurde die Lutherbibel durch eine EKD-Kommission überarbeitet. Die Lutherbibel 2017 ist jetzt zum 500. Reformationsjubiläum erschienen. Außer in den klassischen Druckausgaben erscheint die Lutherbibel auch als Hörbuch, E-Book, App und Computersoftware. Im Internet steht der Text frei zugänglich unter www.die-bibel.de zur Verfügung.

Die Lutherbibel 2017 als App für iOS im App Store:
https://itunes.apple.com/de/app/lutherbibel-2017/id1151790560?&mt=8

Die Bibel-App „Luther 2017“ im Play-Store für Android:
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.dbg.bibel

RTM

Kontakt

Markus Hartmann
Teamleiter digitale Medien
Deutsche Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-259
Fax: +49 711 7181-553-259
E-Mail: hartmann

Mehr Informationen
www.die-bibel.de

Über die Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel.

Mit den regionalen Bibelgesellschaften in Deutschland entwickelt sie kreative Bibelprojekte.

Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel.

Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzender der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist Landesbischof i.R. Dr. Johannes Friedrich.

„Ein schöner Anlass die Bibel neu zu entdecken“

Sonderbriefmarke zur Lutherbibel 2017 im Frankfurter Bibelhaus präsentiert

Frankfurt am Main. Die Sonderbriefmarke „Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers“ ist am heutigen Dienstag im Frankfurter Bibelhaus Erlebnis Museum präsentiert worden. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Michael Meister, betonte dabei die überragende kulturelle Bedeutung der Bibelübersetzung Luthers besonders für die Entwicklung der Deutschen Sprache.

„Luthers Weg führte ihn zurück zu den Quellen“, sagte der Direktor des Bibelhauses, Dr. Jürgen Schefzyk, in seiner Begrüßung. Im Bibelhaus stehe man mitten in der Zeit, in der der Bibeltext entstanden ist. „Zurück zu den Quellen heißt heute über die Ursprachen der Bibel hinaus in die Welt der Archäologie zu reisen und sich aus beidem die Übersetzung zu erschließen“, so Schefzyk. „Deshalb illustriert dieser Ort die neue Lutherbibel und ich bin dankbar, dass die Präsentation der Briefmarke hier stattfindet.“

Das Bundesfinanzministerium hat die Briefmarke im Wert von 260 Cent auf Anregung der Evangelischen Kirche in Deutschland herausgegeben. In der Veranstaltung berichtete der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel, von der Revisionsarbeit für die Lutherbibel 2017. „Wir freuen uns, dass auch auf diese Weise die Lutherbibel als zentrales Element des Reformationsjubiläums gewürdigt wird“, sagte er zur neuen Sondermarke. Luther habe seine Übersetzung selbst immer wieder geprüft und überarbeitet. Dieses Qualitätsmerkmal illustriere die Briefmarke eindrücklich.

„Martin Luther kam 1521 auf seinem Weg nach Worms durch Frankfurt. Die Bevölkerung unterstützte die Reformation, obwohl Frankfurt durch die römisch-katholischen Kaiser große Privilegien erhalten hatte und so wurde Luther begeistert empfangen“, sagte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann in seinem Grußwort und führte weiter aus: „Luther und die Reformation haben unser Frankfurt geprägt. Auch durch sein Wirken ist unsere Stadt so weltoffen und modern.“

„Die Bibel auf der Briefmarke – ein schöner Anlass neu zu entdecken, was biblische Texte mir heute sagen und welche Kraft sie entfalten“, sagte, die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf. Die Beschäftigung mit der Bibel sei nie beendet, sondern im besten Fall ein lebenslanger, lebendiger Prozess. Das gelte nicht nur für die Übersetzung, sondern auch für die eigene Bibellektüre.

Das Sonderpostwertzeichen zeigt einen kleinen Ausschnitt aus Matthäus 27 in Luthers Revisionsexemplar mit Veränderungen für eine Neuauflage der „Biblia, das ist die gantze Heilige Schrift Deudsch“ für 1541. Luther trug rechts Korrekturen handschriftlich ein und nahm entsprechend links im Druck des von ihm bereits übersetzten Textes Streichungen vor. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Lutherbibel mehrfach bearbeitet. Im Oktober 2016 erschien die „Luther Bibel 2017“ erneut in revidierter Form. Gestaltet hat das Sonderpostwertzeichen der Grafiker Professor Peter Krüll aus Kranzberg; es hat einen Wert von 260 Cent und ist seit dem 2. Januar 2017 erhältlich.

RTM

,,„Das Wort – ganz nahe bei dir“ (5. Mose/Dtn 30,14)

Ökumenische Bibeltagung in Stuttgart

Stuttgart. Aus Anlass der Veröffentlichung der neuen Bibelübersetzungen laden die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bibelwerk e. V. und der Deutschen Bibelgesellschaft zu einer Ökumenischen Bibeltagung ein. Unter dem Leitsatz „Das Wort – ganz nahe bei dir“ (5. Mose/Dtn 30,14) findet die Tagung am Donnerstag, dem 9. Februar 2017 in Stuttgart statt.

Aus Anlass der Veröffentlichung der neuen Bibelübersetzungen laden die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bibelwerk e. V. und der Deutschen Bibelgesellschaft zu einer Ökumenischen Bibeltagung ein. Unter dem Leitsatz „Das Wort – ganz nahe bei dir“ (5. Mose/Dtn 30,14) findet die Tagung am Donnerstag, dem 9. Februar 2017 in Stuttgart statt.

Ziel der Tagung ist es, über die für die evangelische Kirche grundlegende Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers und die in allen deutschsprachigen katholischen Bistümern verwendete Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift in ihren nun vorliegenden neuen Ausgaben miteinander ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig sollen die Bibelübersetzungen gewürdigt und deren gesamtgesellschaftliche Bedeutung hervorgehoben werden.

Auftakt ist ein ökumenischer Gottesdienst um 11.00 Uhr in der Domkirche St. Eberhard unter Leitung des Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Am Nachmittag werden im Rahmen eines Symposiums zunächst Bischof em. Dr. Joachim Wanke (Erfurt) und Landesbischof i. R. Dr. Christoph Kähler (Leipzig) die beiden Bibelübersetzungen vorstellen. Im Gespräch wird die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff die Bedeutung der Heiligen Schrift für das kulturelle und religiöse Selbstverständnis der Gesellschaft beleuchten. Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx berichten, was sie an der Bibel schätzen. In verschiedenen Workshops geht es anschließend um ökumenische Fragestellungen der Übersetzungen, Revisionsprinzipien, bibelpastorale Methoden und theologische Aspekte.

Die Tagung ist ein weiteres Element des gemeinsamen Christusfestes, das Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx aus Anlass des 500-jährigen Reformationsgedenkens für das Jahr 2017 verabredet haben.

Hinweise:

Das Programm der Tagung finden Sie auf beigefügtem Flyer der auch als PDF-Download auf den Internetseiten www.dbk.de, ekd.de, bibelwerk.de und die-bibel.de abrufbar ist.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien werden gebeten, sich formlos mit einer Email in den Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz oder der EKD (pressestelle; presse) anzumelden.

Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD, des Katholischen Bibelwerkes e. V. und der Deutschen Bibelgesellschaft zeitgleich verschickt. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.

Mehr Informationen

www.die-bibel.de

2017_Oekumenische-Bibeltagung_Flyer_elektronisch.pdf

Zu Besuch bei den wachsenden Gemeinden in China

Generalsekretär Dr. Christoph Rösel berichtet im „Bibelreport“

Stuttgart. Vom schnellen Wachstum der christlichen Gemeinden in China berichtet der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft Dr. Christoph Rösel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Rösel besuchte im Herbst dieses Jahres unter anderem die Gemeinde in Zhoukou, eine Großstadt in der chinesischen Provinz Henan. In der Gemeinde entsteht zurzeit eine neue Kirche, die 5000 Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern Platz bieten soll.

„Wer in China Christ ist, geht am Sonntag in die Kirche“, erklärt Rösel. Die chinesische Kirche habe deshalb schlichtweg ein Platzproblem. Durch das schnelle Anwachsen der Gemeinden seien viele Kirchengebäude völlig überfüllt. Deshalb müssten vielerorts neue Gotteshäuser gebaut werden. Der Neubau des Kirchengebäudes in Zhoukou ist aber auch für Seminare und Schulungen von ehrenamtlichen Predigerinnen und Predigern nötig sowie für die Bibelschule mit 240 Studierenden, die hier untergebracht ist. Die Baukosten muss die Gemeinde selbst aufbringen. Die Gemeinde unterhält außerdem ein Krankenhaus und eine Buchhandlung, zudem führt sie eine Modellplantage, auf der sich Bauern für moderne Anbaumethoden schulen lassen.

Bibeln dürfen in China nur von Kirchen weitergegeben werden. Deshalb dürfe die eigene Buchhandlung in Zhoukou nicht fehlen, so Rösel. Um auch die Landbevölkerung zu erreichen, betreibt die Gemeinde außerdem einen Bibel-Kranken-Wagen. Mit dem Fahrzeug werden Bibeln in entfernt liegende Gemeinden transportiert. Zugleich wird damit eine medizinische Grundversorgung in diesen Orten angeboten. Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln des Weltverbandes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS).

Laut chinesischer Kirche gibt es offiziell rund 40 Millionen evangelische Christen im Land. Rechnet man die Christen in den inoffiziellen Hauskirchen mit, liegt die Zahl deutlich höher. Das Wachstum hält seit Jahren an. 1985 schlossen der Weltverband der Bibelgesellschaften und die chinesische Kirche ein Partnerschaftsabkommen. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt die christlichen Gemeinden in China über diese Partnerschaft.

Weitere Themen im aktuellen Bibelreport sind Bibelprojekte in Ghana, Kamerun und Litauen sowie die Gründung einer neuen Bibelgesellschaft in Aserbaidschan. In der Jahresserie zur Lutherbibel 2017 erläutert Professor Dr. Martin Rösel die Bearbeitung der sogenannten Apokryphen oder Spätschriften der Bibel. Der Rostocker Theologe war Koordinator für die Apokryphen in der Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Revision der Lutherbibel.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berichtet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift. Den „Bibelreport als PDF zum Download gibt es auf www.die-bibel.de/weltbibelhilfe.

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