Erneut mehr als 38 Millionen Bibeln verbreitet

Erneut mehr als 38 Millionen Bibeln verbreitet

Weltverband der Bibelgesellschaften veröffentlicht Statistik für 2018

Stuttgart/Swindon. Zum zweiten Mal in Folge hat der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) in einem Jahr mehr als 38 Millionen gedruckte und digitale Bibeln verbreitet. Seit 2010 sind es zusammen 305 Millionen Bibeln. Das geht aus dem „Global Scripture Distribution Report 2018“ hervor. Insgesamt haben die Bibelgesellschaften im vergangenen Jahr 354 Millionen Bibeln, Neue Testa­mente, Evangelien und biblische Schriften wie zum Beispiel Leselernhefte verbreitet.

Erstmals sind Kinderbibeln in der Statistik separat erfasst. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1,5 Millionen Kinderbibeln verbreitet. „Dies zeigt, dass die Weitergabe des Wortes Gottes an die nächste Ge­neration für viele Bibelgesellschaften eine Priorität darstellt“, heißt es im Report. Brasilien ist die Nummer eins mit rund einer halben Million produzierten Kinderbibeln. An zweiter Stelle steht Deutschland mit mehr als 150.000 Exemplaren. Der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel, betont, wie wichtig es sei, verschiedene Ausgaben für alle Altersgruppen zu veröffentlichen.

Fünf Länder haben 2018 nahezu die Hälfte der weltweit verkauften und verteilten Bibeln vertrieben. Dabei handelt es sich um Brasilien, die USA, China, Indien und Nigeria. Die Brasilianische Bibelgesellschaft führt mit rund 8,6 Millionen Bibeln (2017: 5,27 Millionen) die Statistik erneut an. Bei den bevorzugten Sprachen steht Spanisch mit 7,2 Millionen Bibeln an der Spitze vor Portugiesisch, Englisch, Chinesisch und Franzö­sisch. Dazu trägt auch die 2018 abgeschlossene Kampagne „Eine Million Bibeln für Kuba“ bei.

„Wie biblische Schriften zur Verfügung gestellt werden, hängt stark von den Kontexten ab, in denen Bibel­gesellschaften tätig sind“, erklärt UBS-Direktorin Elsbeth Scherrer. „Jede verteilte Schrift ist aber ein Grund zum Feiern: Sie hat das Potenzial, eine lebenslange Begegnung mit dem Wort Gottes zu initiieren und zu pflegen. Einzelne und auch Gemeinschaften kann sie von innen her verändern. Sie ist ein Samen der Hoff­nung.“ Rund 70 Prozent der Bibeln weltweit kommen laut Verbreitungsstatistik von den Bibelgesellschaften. Eine immer größere Bedeutung gewinnen dabei Downloads aus dem Internet, die inzwischen 17 Prozent der Exemplare ausmachen.

Während in den meisten Teilen der Welt die Verbreitung kompletter Bibeln im Zentrum steht, werden in Asien weiterhin mehr Neue Testamente verteilt. 11,5 der weltweit fast 15 Millionen Druckexemplare gingen in die Weltregion, in der das Christentum weiter eine Minderheitenreligion ist.

Der „Global Scripture Distribution Report“ berücksichtigt ausschließlich die Zahlen von Verlagen und Orga­nisationen, die dem Weltverband angehören. Der Weltverband der Bibelgesellschaften ist der internationale Zusammenschluss von 148 nationalen Bibelgesellschaften, zu denen auch die Deutsche Bibelgesellschaft gehört. Die Bibelgesellschaften sind in mehr als 200 Ländern aktiv. In Deutschland sammelt die Weltbibel­hilfe Spenden für diese internationale Arbeit.

RTM

Fotos

Dr. Christoph Rösel (Bildnachweis: DBG)

Aktion „Eine Million Bibeln für Kuba“ (Bildnachweis: Hans Sagrusten​/UBS)

Kontakt

Tobias Keil
Weltbibelhilfe
der Deutschen Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-273
Fax: +49 711 7181-553-273
E-Mail: keil

Neue Folgen der „Hörbibel für Kinder“

Katharina Thalbach und Ulrich Noethen lesen biblische Geschichten

Stuttgart. In der Reihe „Die Hörbibel für Kinder“ sind jetzt drei neue Folgen erschienen. Die Audio-CDs mit jeweils vier Geschichten unter den Titeln „Der Weg ins gelobte Land“, „Jesus erzählt vom Reich Gottes“ und „Jesus ist auferstanden“ gibt die Deutsche Bibelgesellschaft in Gemeinschaft mit dem Verlag Don Bosco heraus. Die Sprecher sind Katharina Thalbach und Ulrich Noethen. Komponist Rainer Oleak und Texter Gerd-Ekken Gerdes haben dazu Kinder-Bibel-Lieder eingespielt.

Die Folge „Der Weg ins gelobte Land“ erzählt vom Auszug aus Ägypten, dem Weg vom Roten Meer in die Wüste, den Zehn Geboten, dem gelobten Land sowie von Rut und Noomi. Auf einer weiteren CD sind vier Gleichnisse zu hören: Jesus erzählt vom Reich Gottes, der verlorene Sohn, die Arbeiter im Weinberg und der barmherzige Samariter. Die dritte CD erzählt vier Geschichten von Ostern: das letzte Abendmahl und der Kreuzweg Jesu, Jesus ist auferstanden sowie der Weg nach Emmaus.

Lieder wie „Dich feiern wir heute“, „Wer weint denn da“ und „Wo das Feuer wärmt“ verbinden die gehörten Geschichten mit Lebenserfahrungen der Kinder. Sie wurden komponiert von Rainer Oleak, der für mehr als 300 Kino- und Fernsehfilme sowie Künstler wie Ute Lemper und die Puhdys produzierte. Bei der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen bereits die Hörbuchproduktionen „Weihnachten“, „Passion“ und „Apokalypse“ mit seinen Liedern. Texter Gerd-Ekken Gerdes schrieb unter anderem Liedtexte für die Sesamstraße.

Hörbuchsprecherin Katharina Thalbach ist vielen auch als Schauspielerin bekannt. Die 65-Jährige war bereits in vielen Filmproduktionen für Kinder zu sehen. Dazu gehören „Der Räuber Hotzenplotz“, „Hanni und Nanni“ sowie „Bibi und Tina“. In der Verfilmung des Bestsellers von Hape Kerkeling „Ich bin dann mal weg“ (2015) spielte sie die Oma Bertha. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen hat sie 2014 den Deutschen Hörbuchpreis für ihr Lebenswerk erhalten.

Sprecher Ulrich Noethen war ebenfalls schon in zahlreichen Filmen für Kinder zu sehen, so zum Beispiel in „Das Sams“, „Das fliegende Klassenzimmer“ sowie „Pettersson und Findus“. Und auch aus den Filmproduktionen „Bonhoeffer – die letzte Stufe“ (2000) und „Das Tagebuch der Anne Frank“ (2016) ist der 59-Jährige einem großen Publikum bekannt. Als „besten Interpreten“ zeichnete ihn der Verein Deutscher Hörspielpreis im Jahr 2017 aus..

Die Reihe wird für Kinder ab vier Jahren empfohlen, zum Beispiel zum Hören biblischer Geschichten in der Familie, Kindertagesstätten und in der Gemeindearbeit mit Kindern. Bereits 2018 erschienen sind „Das Volk Israel in Ägypten“, „Geschichten von David“ und „Jesus wird geboren“.​

RTM

Journalistinnen und Journalisten können per Mail an presse ein Rezensionsexemplar bestellen.

Die Hörbibel für Kinder

Deutsche Bibelgesellschaft in Gemeinschaft mit dem Verlag Don Bosco
CD im DigiPac, Spieldauer circa 35 Minuten

Der Weg ins gelobte LandISBN 978-3-438-02240-0

Jesus erzählt vom Reich Gottes
ISBN 978-3-438-02241-7

Jesus ist auferstanden
ISBN 978-3-438-02242-4

Bereits erschienen:

Das Volk Israel in Ägypten
ISBN 978-3-438-02237-0

Geschichten von David
ISBN 978-3-438-02238-7

Jesus wird geboren
ISBN 978-3-438-02239-4

Preis: jeweils 9,95 Euro

Sibirien: Vielfalt der Sprachen und Kirchen

„Bibelreport“ berichtet aus der Arbeit der Russischen Bibelgesellschaft

Stuttgart. Die Arbeit der Russischen Bibelgesellschaft in Sibirien ist Schwerpunktthema des aktuellen „Bibelreports“. Der Leiter des Bibelhauses in Novosibirsk, Alexey Bulatov, berichtet über die Zusammen­arbeit mit Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen und die Unterstützung sozialdiakonischer Projekte. Außerdem stellt die Zeitschrift Bibelübersetzungsprojekte für die Sprachen indigener Völker im Osten Russlands vor.

„Die Russische Bibelgesellschaft arbeitet mit 15 verschiedenen Konfessionen zusammen“, erklärt Bulatov. Die größte Kirche sei auch in Sibirien die russisch-orthodoxe. An vielen Orten kooperiere man gut. Manchmal werde es aber nicht so gerne gesehen, wenn Geistliche ihre Bibelausgaben direkt und günstiger von der Bibelgesellschaft beziehen als über kirchlichen Stellen. „Trotz mancher Schwierigkeiten ist aber die russisch-orthodoxe Kirche unser wichtigster Partner“, so der Bibelhausleiter. Andere Konfessionen, mit denen er zusammenarbeitet, sind unter anderem die Katholiken, Lutheraner, Baptisten und Pfingstler.

Nach den Erfahrungen von Bulatov wachsen die Kirchen und örtlichen Gemeinden gerade dort, wo sich Christen tatkräftig für die Bedürftigen einsetzen – zum Beispiel für Obdachlose, Waisen, Drogenabhängige und ehemalige Häftlinge. „Weil diese Projekte zwar notwendig, aber kostspielig sind, möchten wir gerade diesen Kirchen für ihre Einrichtungen unsere biblischen Schriften möglichst gratis abgeben“, so Bulatov.

Als Beispiel für die Übersetzung in eine indigene Sprache führt der „Bibelreport“ das Altaische an. Es wird in der Republik Altai im südwestlichen Sibirien gesprochen. Dort leben rund 200.000 Menschen, wobei die Al­taier mit knapp 70.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in der Minderheit sind. Ihre Sprache gehört zu den Turksprachen. Die meisten altaischen Christinnen und Christen gehören der russisch-orthodoxen oder der evangelischen Kirche an. Aktuelle Bibelübersetzungsprojekte östlich des Urals gibt es auch für Baschkirisch, Burjatisch, Jakutisch und Ossetisch. Diese Sprachen werden jeweils von einigen Hundert­tausend bis zu mehr als einer Million Menschen genutzt.

In weiteren Beiträgen des „Bibelreports“ geht es unter anderem um die Förderprojekte der Weltbibelhilfe 2018 und ein „Bibel persönlich“ von Heike Radeck. Die Beauftragte für bibelgesellschaftliche Arbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck legt die Berufungsgeschichte Abrahams aus 1. Mose/Genesis 12 aus.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berichtet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift. Der „Bibelreport“ kann kostenlos auf bibelreport abonniert werden. Im Internet gibt es unter folgendem Link die digitale Ausgabe: www.die-bibel.de/bibelreport.

RTM

Kontakt

Eva Mündlein
Redakteurin Bibelreport
Deutschen Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-245
Fax: +49 711 7181-553-245
E-Mail: muendlein

Kinder mit biblischen Geschichten stark machen

Württembergische Bibelgesellschaft schenkt Kitas neue Kinderbibeln

Stuttgart. Die Württembergische Bibelgesellschaft schenkt 128 evangelischen Kindertageseinrichtungen in Stuttgart und Heilbronn die Kinderbibel „Meine schönsten Bibelgeschichten mit Bildern von Kees de Kort“. PfarrerinCornelie Ayasse, theologische Referentin der Bibelgesellschaft, hat die Kinderbibeln am gestrigen Dienstag im Stuttgarter Hospitalhof bei der jährlichen Tagung der Kita-Leiterinnen und -Leiter übergeben.

„Der Württembergischen Bibelgesellschaft und mir persönlich ist es ein Herzensanliegen, dass Kinder schon in frühem Alter die Möglichkeit haben mit dem Schatz, den die Bibel in sich trägt, aufzuwachsen“, sagt Referentin Ayasse. Eine gute Kinderbibel rege Kinder an, über Religion nachzudenken, und führe sie an die religiöse Dimension im Leben heran. „Die Botschaft der Bibel macht Kinder stark und schenkt Geborgenheit und Gottvertrauen“, so Ayasse. Möglich wurde die Kinderbibel-Aktion unter anderem durch die Spende einer Förderin.​ aus Anlass ihres 60. Geburtstags.

Hans-Jürgen Hinnecke, Fachberater für Religionspädagogik in den Kindertagesstätten des Evangelischen Kirchenkreises Stuttgart, hebt die besondere Qualität der Kinderbibeln des niederländischen Illustrators Kees de Kort hervor: „Bild und Text dieser Kinderbibel sind auf das Wesentliche ausgelegt. Klare Farben, Formen und eine ästhetisch ansprechende Bildgestaltung und Bildsprache, ohne Rückgriff auf Klischees zieht sich durch die gesamte Kinderbibel und zeichnet diese aus.“

Mehreren Generationen seien mittlerweile die Bilder vertraut, so Hinnecke. Beim Betrachten luden sie Kinder wie Erwachsene, Eltern und Großeltern zum gemeinsamen Ergründen ein. Eigene Interpretationen, Liebgewordenes und Geschichten, die sich mit den Bildern verbinden, könnten in einen generationenübergreifenden Dialog treten. „Das lässt sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil für die religionspädagogische Arbeit in den Kindertageseinrichtungen werden“, erklärt der Diakon und Theologe.

Der 84-jährige Kees des Kort gilt als Schöpfer der modernen Kinderbibel-Illustration. Erste Hefte mit seinen Illustrationen erschienen bereits 1967 bei der Deutschen Bibelgesellschaft. Während bei Zeichnern zuvor vor allem Gott als der große Herrscher im Zentrum stand, stellte der Niederländer das Kind in den Mittelpunkt, ohne das Monumentale der biblischen Geschichten außen vor zu lassen.

Die Württembergische Bibelgesellschaft setzt sich seit ihrer Gründung 1812 dafür ein, dass die Bibel auf kreative und vielfältige Weise zu den Menschen kommt. In Zusammenarbeit mit allen christlichen Kirchen und Vereinigungen im Gebiet der Evangelischen Landeskirche in Württemberg fördert sie die Verbreitung, die Kenntnis und das Verständnis der Bibel. Die Württembergische Bibelgesellschaft ist regionaler Partner der Deutschen Bibelgesellschaft und fördert die weltweite Bibelverbreitung. Sie leitet das „bibliorama – das bibelmuseum stuttgart“, das sich in Trägerschaft der württembergischen Landeskirche befindet.

RTM

Foto: (Im Bild von links:)
Angelika Hoffmann, Evangelischer Kindergarten Sonnenschein, S-Sillenbuch (Leitung)

Jörg Schulze-Gronemeyer, Kirchenkreis Stuttgart, Abteilungsleiter Jugend und Soziales

Aida Kiflu, Ökumenische Kita Killesberg, S-Nord (Leitung)

Cornelie Ayasse, Württembergische Bibelgesellschaft

Jochen Arbinger, Evangelischer Leonhards-Kindergarten, S-Mitte (Leitung)​​

Kontakt

Cornelie Ayasse
Referentin
Württembergische Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-266
Fax: +49 711 7181-553-266
E-Mail: ayasse

Mehr Informationen
www.die-bibel.de

Die vollständige Bibel jetzt in 692 Sprachen übersetzt

Weltverband der Bibelgesellschaften veröffentlicht neue Statistik

Stuttgart/Swindon. Die vollständige Bibel kann jetzt in 692 Sprachen gelesen werden. Dies teilt der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) im „Global Scripture Access Report“ mit. Das sind 18 Sprachen mehr als im Vorjahr. Etwa 5,6 Milliarden Menschen haben damit laut UBS Zugang zu allen Texten des Alten und Neuen Testaments in ihrer Muttersprache.

Das Neue Testament ist jetzt in weiteren 1 547 Sprachen übersetzt, zumindest einzelne biblische Schriften in 1 123 Sprachen. Damit gibt es in 3 362 Sprachen (plus 38/Vorjahr) mindestens ein Buch der Bibel. Die Bibelgesellschaften gehen von weltweit rund 7 350 Sprachen aus, zu denen auch 245 Zeichensprachen für Gehörlose gezählt werden. Damit gibt es rund 4000 Sprachen, in denen kein Buch der Bibel übersetzt ist.

„Wir leben in einer Zeit, in der die Botschaft der Bibel von Barmherzigkeit, Versöhnung, Gerechtigkeit, Frieden und Liebe dringend gebraucht wird“, betont Alexander M. Schweitzer, Leiter der UBS-Übersetzungsabteilung. „Deshalb ist es wichtig sicherzustellen, dass alle unabhängig von der Sprache selbst auf die Schrift zugreifen können.“ Bibelgesellschaften, Bibelwerke und Spender arbeiteten effektiver zusammen als je zuvor, und technologische Entwicklungen eröffneten ungeahnte Möglichkeiten.

Im Jahr 2018 hat der Weltverband der Bibelgesellschaften in 66 Übersetzungsprojekten neue Ausgaben der Bibel, des Neuen Testaments oder einzelner Schriften veröffentlicht. In 44 davon wurden Erstübersetzungen in einer neuen Sprache erstellt. Diese Erstübersetzungen können bis zu 77 Millionen Menschen verstehen. Zu den neuen Bibelsprachen gehören zum Beispiel Blin und Gondi. Blin ist eine kuschitische Sprache, die in Eritrea rund 112000 Bürgerinnen und Bürger nutzen. Gondi wird in Mittelindien von rund 300000 Menschen gesprochen und gehört zur dravidischen Sprachfamilie. Für beide Sprachen liegt jetzt ein Neues Testament vor.

Da sich die Sprachen und die Bibelwissenschaft weiterentwickeln, bleiben für die Bibelgesellschaften auch Neuübersetzungen und Revisionen für klassische Bibelsprachen wichtig. Bei 22 solcher Projekte erschienen 2018 neue Ausgaben in Sprachen, die rund 363 Millionen Menschen nutzen. Dazu gehören Bibeln auf Japanisch und Polnisch sowie Neue Testamente auf Georgisch und Tagalog, der am weitesten verbreiteten Sprache auf den Philippinen.

Für gehörlose Menschen wurden 2018 biblische Schriften in Gebärdensprache in Ungarn, Litauen, Japan, Thailand und Guatemala publiziert. Die Bibelgesellschaften setzen laut Sprachen-Report einen verstärkten Fokus auf Zeichensprachen, um den 70 Millionen Gehörlosen weltweit einen Zugang zur biblischen Botschaft zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit für blinde und sehbehinderte Menschen. Im Jahr 2018 erschien die 45. komplette Bibel in der Punktschrift Braille. Es handelt sich um die Sprache Luganda, die im ostafrikanischen Uganda gesprochen wird.

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt rund 150 Mitglieder und ist in etwa 240 Ländern und Territorien aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Aufgaben sind die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift. In Deutschland wird diese Arbeit vor allem durch die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt. Ohne die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender ist die weltweite bibelgesellschaftliche Arbeit nicht möglich.

Weitere Informationen stehen unter www.weltbibelhilfe.de/ueber-uns/zahlen-fakten bereit.

RTM

Fotos:

Bibelübersetzung in modernem Georgisch

Feier der Bibel auf Luganda in Blindenschrift

David Ogan mit der ersten Bibel auf Kirike in Rivers State (Nigeria)​

(Bildnachweis: UBS)

PM_UBS_Sprachen_180219.pdf

Die Bibel – Übersetzung für Kinder

Präsentation bei der „didacta“ vom 19. bis 23. Februar in Köln

Stuttgart. Die „Einsteigerbibel“, eine Bibelübersetzung für Kinder, ist jetzt in einem Gemeinschaftsprojekt des Bibellesebundes, der Deutschen Bibelgesellschaft und des SCM Verlags erschienen. Für Kinder ab acht Jahren bietet die Einsteigerbibel alle wichtigen Texte aus dem Alten und dem Neuen Testament an. Einfache Wortwahl, kurze Sätze, Erklärungen am Rand und eine lesefreundliche Gestaltung sind Merkmale der altersgerechten Umsetzung. So können Kinder die Bibel selbst lesen und verstehen.

Die Einsteigerbibel ist die einzige deutschsprachige Bibelübersetzung für Kinder. Ein Team aus den Fachbereichen Religionspädagogik, Theologie und Germanistik hat sie gemeinsam erarbeitet. Der biblische Text wird nicht wie sonst in Kinderbibeln nacherzählt, sondern Wort für Wort nach kindgerechten Vorgaben übersetzt. Der Wortschatz ist Grundschulkindern angepasst. Schwierige Wörter werden erklärt und die Sätze haben maximal 15 Wörter. Die Auswahl enthält alle Texte, die in der Arbeit mit Kindern in Familie, Kindergottesdienst und Religionsunterricht verwendet werden und in den Plänen für das Bibellesen mit Kindern vorkommen.

Die großen Erzählungen im Alten Testament wie die Abrahams- oder Josefsgeschichte sind mit kurzen Brückentexten verknüpft. Andere bekannte alttestamentliche Texte aus dem Richter-Buch, Rut, Ester, aus den prophetischen Büchern und dem Psalter sind ebenfalls aufgenommen worden. Ein Schwerpunkt der Auswahl im Neuen Testament liegt beim Lukas-Evangelium, ergänzt durch Texte aus den drei anderen Evangelien. Außerdem sind Texte aus der Apostelgeschichte, den neutestamentlichen Briefen und der Offenbarung des Johannes berücksichtigt.

Neben der Einsteigerbibel ist bereits das Lukas-Evangelium als erstes komplettes biblisches Buch im Projekt „Die Bibel – Übersetzung für Kinder“ erschienen. So lässt sich ergänzend zur Einsteigerbibel in der bibeldidaktischen Arbeit mit Kindern ein längerer Text im Zusammenhang erschließen. Das Lukas-Evangelium eignet sich durch den Textbestand besonders gut dazu, Leben und Wirken von Jesus Christus zu entdecken. Es enthält die klassischen Erzähltexte wie zum Beispiel die Weihnachtsgeschichte oder die Zachäus-Erzählung.

Die Kooperationspartner präsentieren die Bibel für Kinder vom 19. bis 23. Februar bei der Bildungsmesse „didacta“ in der Kölnmesse in Halle 8.1, am Stand D 054. Die Veranstalter erwarten zur Messe mehr als 800 Unternehmen aus der Bildungsbranche und rund 100.000 Besucherinnen und Besucher.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.diebibelfuerkinder.de.

RTM

Einsteigerbibel
Die Bibel – Übersetzung für Kinder

Bibellesebund, Deutsche Bibelgesellschaft und SCM Verlag
Farbiger Festeinband
mit Klebepunkten zur Einbandgestaltung
464 Seiten, Format ca. 16,5 × 23,0 cm
Preis: 19,99 Euro

ISBN 978-3-95568-276-7 (BLB)
ISBN 978-3-438-04086-2 (DBG)
ISBN 978-341-728816-2 (SCM)

Das Lukas-Evangelium
Die Bibel – Übersetzung für Kinder

Bibellesebund, Deutsche Bibelgesellschaft und SCM Verlag
Einbandart: Farbiger Festeinband
mit Stickerbogen
128 Seiten, Format ca. 16,5 x 23 cm

Preis: 9,95 Euro

ISBN 978-3-95568-169-2 (BLB)
ISBN 978-3-438-04085-5 (DBG)
ISBN 978-3417-28544-4 (SCM)

Lutherbibel 2017 bleibt ein Bestseller

Deutsche Bibelgesellschaft gibt Bibelabsatz für 2018 bekannt

Stuttgart. Seit Erscheinen der revidierten Ausgabe im Oktober 2016 hat die Deutsche Bibelgesellschaft mehr als 670.000-mal die Lutherbibel 2017 verkauft, 173.000 davon im Jahr 2018. Der Klassiker unter den deutschen Bibelübersetzungen bleibt damit ein Bestseller. Insgesamt verbreitete die Bibelgesellschaft im vergangenen Jahr 255.000 deutsch- und fremdsprachige Bibeln. Die Angaben sind den aktuellen Absatzzahlen entnommen.

„Auch im dritten Jahr nach Herausgabe der revidierten Fassung bleiben die Verkaufszahlen der Lutherbibel auf erhöhtem Niveau“, erklärt der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph. Rösel. Die Zahlen lägen weiter über denen vor der Revision. Im Jahr 2015 habe die Bibelgesellschaft 135.000 Lutherbibeln verbreitet. Die Lutherbibel 2017 habe inzwischen viele Bibelleserinnen und -leser voll und ganz überzeugt. Sie zeichne sich durch die Treue zur Übersetzung Martin Luthers sowie die sorgfältige Aufnahme moderner bibelwissenschaftlicher Erkenntnisse aus. Eine Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland hatte die Lutherbibel auf Anregung der Deutschen Bibelgesellschaft überarbeitet.

„Wir arbeiten weiter daran, die Vielfalt und Qualität der Bibelausgaben zu erhalten und zu stärken“, sagt Rösel. Die Lutherbibel bleibe ein Herzensanliegen für die Deutsche Bibelgesellschaft. Inzwischen hätten mehr als 250.000 Menschen die kostenlose App mit der Lutherübersetzung für Smartphones und Tablets heruntergeladen. „Das zeigt, dass viele auch digital nicht auf die Lutherbibel verzichten wollen“, so der Theologe. Im Internet steht der Text frei zugänglich unter www.die-bibel.de zur Verfügung. Die App „Die-Bibel.de“ wird für Geräte mit den Betriebssystemen Android und iOS im jeweiligen Store angeboten. Sie enthält neben der Lutherbibel auch die Gute Nachricht Bibel und die BasisBibel.

Als zweite vollständige Bibelübersetzung mit dem Alten und dem Neuen Testament erscheint bei der Deutschen Bibelgesellschaft die moderne Gute Nachricht Bibel. Sie ist die einzige durchgängig interkonfessionelle Übersetzung auf Deutsch. Als weitere Übersetzung wird in den nächsten beiden Jahren die BasisBibel fertiggestellt. In dieser Übersetzung liegen bisher bereits das vollständige Neue Testament und Teile des Alten Testaments vor.

Ein wichtiger Schwerpunkt im Programm der Deutschen Bibelgesellschaft sind nach wie vor die wissenschaftlichen Ausgaben in den Ursprachen. Sie sind weltweit und bei allen Konfessionen die Grundlage für die theologische Wissenschaft und Bibelübersetzung. Dazu gehören die „Biblia Hebraica Stuttgartensia“ und die „Biblia Hebraica Quinta“, das „Greek New Testament“ und das „Novum Testamentum Graece“ (Nestle-Aland). Zum Kinder- und Jugendprogramm der Bibelgesellschaft gehören Kinderbibeln und Bilderbücher für alle Altersgruppen, Hörbibeln und Bibeln für Unterricht und Freizeit.

Virenfrei. www.avg.com

Unterwegs mit der Bibel in den Weiten Sibiriens

Weltbibelhilfe ruft zu Spenden für Bibelverbreitung auf

Stuttgart. Zu Spenden für die Bibelverbreitung in Sibirien ruft die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibel­gesellschaft auf. In den russischen Republiken Chakassien, Tuwa und Altai verbreitet die dortige Bibel­gesellschaft Bibeln, Kinderbibeln sowie Bibelpakete, die zusätzlich Lexika und Spiele enthalten. Empfän­ger sind unter anderem Familien, Schulen, Büchereien, Gefängnisinsassen und kirchliche Freizeiten.

„Mehrmals im Jahr sind meine Helfer und ich tagelang mit unserem Transporter unterwegs“, berichtet Alexey Bulatov, Leiter des Bibelhauses in Novosibirsk. „Wir geben Gottes Wort weiter, wo wir können.“ Bücher seien in abgelegenen Dörfern ein Luxusgut, das sich kaum einer leisten könne. Leute laden die Helfer in ihr Haus ein und erzählen von Problemen wie Arbeitslosigkeit, Alkoholmissbrauch und dem Wegzug vieler Frauen und Männer wegen fehlender Perspektiven. „Die Menschen sehnen sich nach Halt und Orientierung. In meinen Gesprächen lese ich deshalb gerne aus der Heiligen Schrift vor“, sagt Bulatov.

In vielen Dörfern gibt es laut Russischer Bibelgesellschaft keine Kirchengemeinden mehr, weil ein Großteil der Familien in die Städte gezogen ist. „Wir treffen Christen, für die der Weg zu einem Gottesdienst in der Stadt zu weit ist. Für sie ist eine eigene Bibel wie ein Schatz“, so der Bibelhaus-Leiter. Doch es werde zunehmend schwieriger, die Bibel in Sibirien zu verbreiten.

2016 wurde in Russland ein sogenanntes Anti-Terror-Gesetz mit hohen Strafen erlassen. Es soll religiösen Extremismus verhindern und schränkt missionarische Aktionen stark ein. „Viele Menschen sind verunsichert. Sie möchten keinen Ärger bekommen und sind zunehmend misstrauisch, wenn ich ihnen Bibeln geben möchte“, beklagt Bulatov. Das gelte vor allem für Großstädte. In den kleineren Städten und Dörfern sei er dagegen willkommen und die Bibelpakete seien sehr begehrt.

Der Schirmherr der Weltbibelhilfe und ehemalige Landesbischof Badens, Dr. Ulrich Fischer, hebt bei allen Widrigkeiten den unermüdlichen Einsatz für Gottes Wort in Sibirien hervor. „Doch um die Bibel kostenlos abzugeben, ist Alexey Bulatov auf Spenden angewiesen“, sagt der Theologe. Der Aufruf der Weltbibelhilfe richtet sich daher an alle Förderinnen und Förderer​, ohne deren Unterstützung gerade ärmere Familien keine Bibel bekommen könnten.

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
https://www.die-bibel.de/spenden/weltbibelhilfe/projekte/sibirien

RTM

Foto: Alexey Bulatov und der sechsjährige Maxim (Foto: Weltbibelhilfe)

Virenfrei. www.avg.com

Wechsel in der kaufmännischen und verlegerischen,Leitung der Deutschen Bibelgesellschaft

Elke Richter und Folkert Roggenkamp folgen auf Reiner Hellwig

Stuttgart. Elke Richter (52) ist seit 1. Januar neue Kaufmännische Leiterin der Deutschen Bibelgesellschaft. Sie folgt auf Reiner Hellwig (51), der ab 1. März als Justiziar eine neue Aufgabe beim Diakonischen Werk Württemberg antritt. Die bisher von Hellwig wahrgenommenen verlegerischen Tätigkeiten übernimmt Folkert Roggenkamp (52).

Elke Richter war zuvor als Steuerberaterin für die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ebner Stolz in Stuttgart tätig, spezialisiert auf die Beratung von Non-Profit-Organisationen. Die Korntalerin hat ein Studium an der Fachhochschule für Finanzen in Ludwigsburg als Diplom-Finanzwirtin (FH) abgeschlossen und an der Universität Heidelberg als Diplom-Volkswirtin. Steuerberaterin ist sie seit 1998.

Folkert Roggenkamp ist seit dem 1. Juli 2018 Leiter von Vertrieb und Marketing bei der Deutschen Bibelgesellschaft. Künftig verantwortet er den gesamten Geschäftsbereich „Realisation und Verwertung Produkte“, zu dem auch die Abteilungen Herstellung und Lizenzen gehören. Bevor er zur Deutschen Bibelgesellschaft gekommen ist, war er als Marketing- und Vertriebsleiter im Delius Klasing Verlag in Bielefeld tätig.

„Wir bedauern den Weggang von Herrn Hellwig, der mit Energie viele innovative Projekte bei uns initiiert und umgesetzt hat“, sagt der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel. Dazu gehörten unter anderem die Einführung der Lutherbibel 2017, ein modernisiertes Corporate Design, ein neuer Partner bei den Logistik-Dienstleistungen für den Buchhandel und neue Software-Lösungen. „Mit Frau Richter und Herrn Roggenkamp wollen wir weiter erfolgreich bleiben auf diesem Weg“, so Rösel.

Reiner Hellwig hat die Stelle als Kaufmännischer und Verlegerischer Leiter der Deutschen Bibelgesellschaft im März 2014 angetreten. Er studierte von 1987 bis 1993 Jura an der Eberhard-Karls-Universität-Tübingen. Beruflich war der Jurist in den folgenden Jahren vor allem im Buchhandel und im Verlagswesen tätig. Vor seiner Zeit bei der Bibelgesellschaft war er Kaufmännischer Leiter und Prokurist des Stuttgarter Thienemann-Verlags.

RTM

Fotos: Dr. Christoph Rösel, Reiner Hellwig, Folkert Roggenkamp, Elke Richter

Virenfrei. www.avast.com