Ukraine: Worte der Bibel geben neuen Mut

Weltbibelhilfe unterstützt Projekte für vom Krieg betroffene Kinder und Familien

Stuttgart, 6. Mai 2016. Zur Unterstützung von Bibelprojekten in der Ukraine ruft die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft zu Pfingsten auf. Die Ukrainische Bibelgesellschaft verteilt unter anderem Kinderbibeln, Neue Testamente und Bibeln in Waisenhäusern und in Familien, die unter dem Krieg im Land leiden. Mit einem weiteren Projekt wird die Arbeit für Kinder unterstützt, die von den Spätfolgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl betroffen sind.

„Noch immer ist die Lage im Osten der Ukraine unsicher“, erklärt der Schirmherr der Weltbibelhilfe und ehemalige badische Landesbischof, Dr. Ulrich Fischer. Gottes Wort sei für die vom Krieg betroffenen Familien in dieser schwierigen Zeit ein Anker. „Die Worte der Bibel geben den Verzweifelten und Verängstigten neuen Mut“, betont der Theologe. Mitarbeiter der Ukrainischen Bibelgesellschaft berichten, dass mehr Menschen als zuvor in Gottesdienste gingen und Kirchen selbst an Werktagen gefüllt seien.

„Das Leid ist groß, denn viele Männer wurden und werden verwundet oder getötet – trotz der ausgehandelten Waffenruhe“, berichtet die Diakonin Olha Babichuk, die vom Krieg betroffene Familien betreut. Nach ihren Erfahrungen stellt der Krieg alle Familienmitglieder vor große Probleme. Männer kehrten traumatisiert aus dem Krieg heim, weil sie Schreckliches erlebt haben. Frauen sorgten sich um ihre Ehemänner und fänden keine Ruhe. Die Kinder litten angesichts der bedrückenden Situation unter Schlaflosigkeit. Trost suchten die Familien häufig im Glauben und in der Bibel.

Viele Jungen und Mädchen in der Ukraine leiden aber nicht nur unter dem Krieg, sondern auch an den Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl. „Auch 30 Jahre nach dem Unfall erkranken Kinder in der zweiten Generation an Krebs oder sind mit körperlichen und geistigen Behinderungen geboren“, berichtet der Generalsekretär der Ukrainischen Bibelgesellschaft, Oleksandr Babiychuk. Mitarbeiter der Bibelgesellschaft und Freiwillige der Kirchen besuchten diese Kinder regelmäßig und brächten ihnen Kinderbibeln und biblische Spiele mit.

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen im Internet unter www.weltbibelhilfe.de

RTM

Fotos: (1) Oleksandr Babiychuk, Generalsekretär der Ukrainischen Bibelgesellschaft
(2) Diakonin Olha Babichuk

(3) Kinder und Betreuerinnen eines Waisenhauses in Lemberg

Nachweis: Weltbibelhilfe

Badische Landessynode: Deutsche Bibelgesellschaft überreicht Lukasevangelium in arabischer Sprache

Bad Herrenalb/Stuttgart. Die Deutsche Bibelgesellschaft hat auf der Frühjahrs­synode der badischen Landeskirche in Bad Herrenalb gestern Abend (20.4.) das erste Exemplar einer arabisch-deutschen Ausgabe des Lukasevangeliums über­reicht. Die badische Landeskirche hatte die Produktion mit 25.000,- Euro geför­dert. Die neue Ausgabe soll Flüchtlingen aus arabischen Ländern die Möglichkeit geben, die biblische Geschichte des Lebens Jesu in der Muttersprache zu lesen.

„Immer wieder erreicht uns die Anfrage nach einer arabischen Übersetzung dieses zentralen biblischen Textes“, sagte Thea Groß für die Badische Landesbibelgesell­schaft gestern in Bad Herrenalb. Die zweisprachige Ausgabe soll Flüchtlingen auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Aber auch viele ehrenamtliche Mitarbeitende in der Flüchtlingshilfe hätten in den vergangenen Wochen Bedarf angemeldet, berichtete Groß, die zugleich Vizepräsidentin der badischen Landessynode ist. Der Generalsekre­tär der Deutschen Bibelgesellschaft, Christoph Rösel, zeigte sich erfreut über die finan­zielle Unterstützung für das Projekt seitens der badischen Landeskirche: „Das zwei­sprachige Lukasevangelium ist eine großartige Sache, die für viele in der Flüchtlings­arbeit genau jetzt zum richtigen Zeitpunkt kommt. Wir danken der badischen Landes­kirche für ihre Förderung, die uns die schnelle Produktion ermöglicht hat.“

Die große Zahl an Flüchtlingen sei für die Kirche nicht nur eine soziale, sondern auch eine „geistliche Herausforderung“, hatte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh in seinem „Bericht zur Lage“ vor der Landessynode gestern Vormittag gesagt. Die Kirche habe den Auftrag, allem Volk das Evangelium zu bezeugen und dies auch in der Be­gegnung mit Flüchtlingen zu tun: „Im Respekt vor der Prägung der Anderen, achtsam und ohne zu vereinnahmen oder die Notsituation der Menschen auszunutzen“, sagte er. Der leitende Geistliche rief die Gemeinden dazu auf, „ihre Türen zu öffnen“ und Angebote zu machen, „in denen Einheimische und Flüchtlinge sich über ihren Glauben austauschen können“.

Weitere Informationen zum zweisprachigen Lukasevangelium und fremdsprachigen Bibeltexten gibt es im Internet unter:
www.die-bibel.de/startseite/die-bibel-fuer-fluechtlinge

Fotos:

  1. Ausgaben des Lukasevangeliums auf Deutsch und Arabisch
  2. Übergabe der deutsch-arabischen Ausgabe mit (im Bild v.l.): Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin, Oberkirchenrat Stefan Werner, Landesbischof Prof. Dr. Cornelius-Bundschuh, Diana Steinmetz von der Flüchtlingsarbeit der Deutschen Bibelgesellschaft, Thea Groß, Geschäftsführerin der Badischen Landesbibelgesellschaft, Axel Wermke, Präsident der Landessynode, und Landesbischof i.R. Prof. Dr. Christoph Kähler.

Fotonachweis: Evangelische Landeskirche in Baden / Ulli Naefken

Diese Pressemitteilung wird auch von der Evangelischen Landeskirche in Baden verschickt.

Engagement für Christen im Nahen Osten

Neun Bibelgesellschaften beteiligen sich an „Levant Cooperation Group“

Stuttgart, 19. April 2016. Durch eine neu gegründete „Levant Cooperation Group“ wird im Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) das Engage­ment für christliche Gemeinden im Nahen Osten gestärkt. Beteiligt sind aus der Region die Bibelgesellschaften im Irak, Jordanien, Libanon, Syrien und der Türkei sowie die Amerikanische, Britische, Deutsche und Norwegische Bibelgesellschaft als Förderer. Die Gruppe will die Projektarbeit der Bibelgesellschaften in der Levante-Region verstärken und eine nachhaltige Entwicklung sichern.

Am ersten Treffen der Gruppe in Jordanien hat für die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) Horst Scheurenbrand teilgenommen, Leiter der Weltbibelhilfe der DBG. „Angesichts der aktuellen Situation haben wir uns noch in Jordanien entschlossen, die Kirchen, die Christinnen und Christen und die Gesellschaften in der Region verstärkt zu unterstützen“, betont er. „Damit wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass die Menschen und Einrichtungen im Nahen Osten langfristig eine Zukunft haben.“

Die Bibelgesellschaften sind nach den Erfahrungen von Horst Scheurenbrand ein wichtiger Partner für die Kirchen in der Region. „Viel kirchliche Arbeit geschieht durch freiwillige Helfer der Bibelgesellschaften“, so Scheurenbrand. „Bibelgesellschaften bringen zudem unterschiedliche christliche Konfessionen zusammen und tragen so wesentlich zur Ökumene bei.“

Zu den aktuellen und geplanten Programmen der Bibelgesellschaften zählen Projekte zur Stärkung lokaler Kirchen, Angebote für Jugendliche und die Weiterentwicklung digitaler Publikationen. Ein besonderes Schwergewicht liegt auf der seelsorgerlichen Unterstützung von Flüchtlingen und der Begleitung von Trauma-Geschädigten.

Gemeinsam setzt man sich dafür ein, die biblische Botschaft als Friedensbotschaft zu verbreiten und dem Extremismus entgegenzutreten. Dazu werden sie grenzüberschreitend Erfahrungen austauschen und erfolgreiche Modelle aus der Praxis weiterentwickeln. Die Zusammenarbeit der neun Bibelgesellschaften ist zunächst auf fünf Jahre angelegt und kann dann bei Bedarf fortgeführt werden.

Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt bereits jetzt schon in der Levante unter anderem Flüchtlingsprojekte in Jordanien, im Libanon und im Irak. Dabei geht es um seelsorgerliche und humanitäre Hilfe sowie die Bereitstellung von Bibeln, Kinderbibeln und anderen biblischen Schriften.

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die DBG. Aufgaben sind die Überset­zung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift.

RTM

Ansprechpartner
Horst Scheurenbrand
Leitung International Department /
Weltbibelhilfe
der Deutschen Bibelgesellschaft
Tel: (0711) 7181 – 280
Fax: (0711) 7181553 – 280
E-Mail scheurenbrand

Komplette Bibel jetzt in 563 Sprachen übersetzt

Weltverband der Bibelgesellschaften veröffentlicht „Global Scripture Access Report“

Stuttgart/Swindon, 7. April 2016. Die vollständige Bibel kann jetzt in 563 Sprachen gelesen werden. Dies teilte der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) im aktuellen „Global Scripture Access Report“ mit. Etwa 5,1 Milliarden Menschen haben damit laut UBS Zugang zu allen Texten des Alten und Neuen Testaments in ihrer Muttersprache. Das Neue Testament ist in weiteren 1 334 Sprachen übersetzt, zumindest einzelne biblische Schriften sind in 1 038 Sprachen übersetzt. Damit gibt es in 2 935 Sprachen mindestens ein Buch der Bibel. Sprachforscher gehen von weltweit rund 6 900 lebenden Sprachen aus.

Die Bibelgesellschaften waren 2015 an 50 Projekten beteiligt, in denen Erst- und Neuübersetzungen sowie Revisionen fertiggestellt wurden. Die größte Gruppe bei den Erstübersetzungen kann die Bibel in der Sprache Sidama mit rund 3 Millionen Sprecherinnen und Sprechern erreichen. Sie wird vom Volk der Sidama im Südwesten Äthiopiens genutzt.

Neuübersetzungen und Revisionen für klassische Bibelsprachen bleiben wichtig, da sich Sprachen ständig weiterentwickeln. Sie gibt es unter anderem auf Polnisch, Niederländisch und Hausa, das von rund 42 Millionen Menschen in West- und Zentralafrika gesprochen wird.

„Besonders freut es uns, über Fortschritte bei den Ausgaben für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen berichten zu können“, sagt der Leiter der UBS-Übersetzungsarbeit, Alexander M. Schweitzer. Die komplette Bibel in der Blindenschrift Braille liegt seit vorigem Jahr in Sinhala vor, einer der beiden Amtssprachen Sri Lankas. Es ist die 44. komplette Bibelübersetzung in Blindenschrift. Bibelteile in Gebärdensprachen für gehörlose Menschen erschienen unter anderem in Mexiko, Japan, Litauen und Ungarn.

Die aktuelle UBS-Statistik zur Bibelübersetzung konnte durch die Unterstützung anderer Übersetzungsagenturen präzisiert werden. Die Vorjahresstatistik nannte 542 Sprachen für komplette Bibelübersetzungen, 1 324 für Übersetzungen des Neuen Testaments und 1 020 für Übersetzungen der Bibelteile. Stichtag ist der 1. Januar 2016. Weitere Informationen stehen unter www.weltbibelhilfe.de/ueber-uns/zahlen-fakten/ bereit.

Zurzeit arbeiten Bibelgesellschaften weltweit in mehr als 400 Übersetzungsprojekten. Um diese Projekte erfolgreich abschließen zu können, ist weiter starkes Engagement von Spendern erforderlich. In Deutschland wird diese Arbeit vor allem durch die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt.

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Aufgaben sind die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift.

Fotos: (1) ​Feierliche Übergabe der ersten Vollbibel in der Sprache Kim im Tschad.
(2) Äthiopische Frauen mit Bibeln in der Sprache Sidama.

(3) Lesen eines biblischen Textes in Braille-Schrift.

Nachweis: Weltbibelhilfe

Geschichten aus der Bibel illustriert und neu erzählt

Ausgabe mit Texten von Heinz Janisch und Bildern von Lisbeth Zwerger

Stuttgart, 5. April 2016. Die zentralen Geschichten der Bibel von der Schöpfung im Buch Genesis bis zum „Neuen Jerusalem“ im Buch der Offenbarung haben Heinz Janisch neu erzählt und Lisbeth Zwerger illustriert. “Die Geschichten aus der Bibel“ sind in Kooperation der Deutschen Bibelgesellschaft und des Verlags NordSüd erschienen.

Die Auswahlbibel verbindet eine zeitgemäße Übertragung der biblischen Texte mit Illustration, die einen überraschenden Blick auf die Heilige Schrift ermöglichen. Zusätzliche Kommentare helfen bei der Einordnung der Geschichten. Die österreichische Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur bescheinigte der Illustratorin: „Mit zahlreichen Anspielungen und Zitaten aus der Kunstgeschichte, aber auch spannenden Aktualisierungen, unter anderem in der zeitlos wirkenden Gestaltung der handelnden Figuren, interpretiert sie bekannte Texte neu“.

Über Autor Heinz Janisch heißt es, dass sein Erzählton nah an den bekannten Textfassungen bleibe. Er widerstehe der Versuchung, die Geschichten allzu sehr auszuschmücken, setze aber doch bemerkenswerte Akzente. Janisch ist 1960 in Güssing im Burgenland geboren und studierte Germanistik sowie Publizistik in Wien. Als Journalist beim Österreichischen Rundfunk ist er für die Reihe „Menschenbilder“ tätig. Er hat Erzählungen, Gedichte und Bilderbücher veröffentlicht, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, so den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Heute lebt Heinz Janisch in Wien und im Burgenland.

Die 61-jährige Lisbeth Zwerger zählt seit Jahren zu den meist prämierten Künstlern ihrer Zunft. Zu ihren Auszeichnungen gehören zweimal die “Goldplakette” aus Anlass der Internationalen Biennale für Illustration in Bratislava, viermal der “Internationale Grafik Preis” bei der Kinderbuchmesse in Bologna, und auch die New York Times würdigte ihre Arbeiten mehrmals. Ein Höhepunkt war die Verleihung des “Hans-Christian-Andersen-Preises” 1990 für das Gesamtwerk. Der Preis gilt als höchster internationaler Preis für Kinderbuch-Illustratoren. Die Wienerin wählt mit Vorliebe klassische Erzählstoffe aus. Ihre erste Veröffentlichung war 1977 eine Ausgabe von E.T.A. Hoffmanns Märchen “Das fremde Kind”.

Geschichten aus der Bibel

Erzählt von Heinz Janisch mit Bildern von Lisbeth Zwerger

Verlag: Deutsche Bibelgesellschaft in Gemeinschaft mit NordSüd

ISBN 978-3-438-04009-1

Halbleineneinband, 160 Seiten, Format: 21,5 x 25,8 cm

Preis: 21,99 Euro

Die Bibel – Übersetzung für Kinder

Das Lukas-Evangelium für Jungen und Mädchen ab acht Jahren

Stuttgart, 6. April 2016. Das Lukas-Evangelium ist als erstes biblisches Buch des Projektes „Die Bibel – Übersetzung für Kinder“ erschienen. Es wird von der Deutschen Bibelgesellschaft gemeinsam mit dem Bibellesebund und der Stiftung Christliche Medien herausgegeben. Als erste deutschsprachige Bibelübersetzung ist es am Sprachniveau und der Lesekompetenz von Kindern orientiert. Sie ist für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren geeignet.

Damit die Kinder die biblische Originalbotschaft selbst lesen und verstehen können, ist die Wortwahl auf den Sprachschatz von Grundschülerinnen und Grundschülern abgestimmt. Die maximale Satzlänge beträgt 15 Wörter. Schwierige Begriffe werden am Rand verständlich erklärt. Das Format, die Schriftgröße und die Schriftart sind ebenfalls auf Erstleser zugeschnitten. Besondere Gestaltungselemente fördern die Lesemotivation. Mit Stickern können die Kinder das Cover individuell gestalten.

Das für die erste Teilausgabe ausgewählte Lukas-Evangelium zählt zum sogenannten Lukanischen Geschichtswerk, zu dem auch die Apostelgeschichte gehört. Lukas orientiert sich am Vorbild der antiken Geschichtsschreibung. Für ihn ist Jesus nicht nur die Erfüllung der alttestamentlichen Prophezeiungen, sondern die Mitte der Weltgeschichte überhaupt.

Erarbeitet wurde die kindgemäße Bibelübersetzung von einem Team aus den Fachbereichen Theologie, Religionspädagogik und Germanistik. Die Übersetzung ist außer zum Selberlesen auch zum Vorlesen in der Familie und zum Gebrauch in der Schule und im Kindergottesdienst geeignet. Weitere Teile der Bibel sind in Planung.

Die Bibel – Übersetzung für Kinder
Das Lukas-Evangelium
Deutsche Bibelgesellschaft in Gemeinschaft
mit dem Bibellesebund und der Stiftung Christliche Medien
ISBN 978-3-438-04085-5
Farbiger Festeinband mit Stickerbogen,
128 Seiten, Format: 16,5 x 23 cm
Preis: 9,95 Euro

Band Genesis der Biblia Hebraica Quinta

5261_a90ab62e7dNeu erarbeitete bibelwissenschaftliche Ausgabe

Stuttgart, 8. März 2016. Der Band Genesis der Biblia Hebraica Quinta (BHQ) ist jetzt bei der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) erschienen. Die BHQ ist eine neue wissenschaftliche Ausgabe des Alten Testaments in der Tradition der Biblia Hebraica. Mit dem Band Genesis liegt die siebte Lieferung des Gesamtwerks vor. Das Buch hat in der Edition eine besondere Bedeutung, da es zu den am meisten gelesenen Büchern des Altes Testaments gehört. Herausgeber des Bandes ist Professor Dr. Abraham Tal von der Universität Tel Aviv. Als nächster Band ist das Buch Hiob in Vorbereitung.

Die Edition der BHQ wird von einem internationalen und interkonfessionellen Wissenschaftler-Team neu erarbeitet. Vorsitzender des Herausgeberkreises ist Professor Adrian Schenker (Freiburg/Schweiz). Textgrundlage für die Neuausgabe ist die älteste vollständig erhaltene Handschrift des Alten Testaments auf Hebräisch und Aramäisch aus der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg, bekannt unter dem Namen „Kodex Leningradensis“.

Anders als bisher in der „Bibliblia Hebraica Stuttgartensia“ wird diese Handschrift jetzt vollständig „diplomatisch“ wiedergegeben. Das bedeutet: Alle Besonderheiten werden im Druck so exakt wie möglich dargestellt, auch die antiken Randnotizen der sogenannten kleinen und großen Masora werden originalgetreu mit abgedruckt. Es handelt sich dabei um Anmerkungen und Listen jüdischer Gelehrter. Der Kommentarteil enthält außerdem die Übersetzung der großen Masora sowie Erläuterungen zur kleinen Masora.

Der sogenannte textkritische Apparat ist in dieser Edition vollkommen neu konzipiert und das dargebotene Material stark erweitert. Alle bedeutsamen Varianten aus den Funden von Qumran sind nun vollständig aufgeführt. Erstmals enthält die Ausgabe auch einen ausführlichen Kommentarteil, zur Erleichterung der wissenschaftlichen Arbeit. Er bietet zu jedem biblischen Buch zunächst eine Einleitung, in der die jeweils relevanten Textzeugen charakterisiert und ihre Verwendung im textkritischen Apparat erläutert werden.

Biblia Hebraica Quinta (BHQ)
7. Lieferung: Genesis – Faszikel 1

ISBN 978-3-438-05261-2
Verlag: Deutsche Bibelgesellschaft
360 Seiten, Format 15,8 x 23,7 cm
Preis: 49 Euro

Ökumenischer Bibelsonntag am 31. Januar

Zum 40. eine eigene Webseite

Bibelsonntag hebt die ökumenische Bedeutung der Bibel hervor

Stuttgart, 21. Januar 2016. Genau seit 40 Jahren gibt es in Baden-Württemberg den Ökumenischen Bibelsonntag, seit 1982 wird auch bundesweit dazu eingeladen. Empfohlen wird der letzte Sonntag im Januar, in diesem Jahr der 31. Januar. Viele Gemeinden begehen ihn aber auch in Zusammenhang mit der Ökumenischen Bibelwoche.

Mehr als 160.000 Menschen nehmen pro Jahr an einer Bibelwoche teil, belegt die aktuelle Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Termine in den Gemeinden variieren, vielerorts findet die Bibelwoche im Januar oder Februar statt. Sie stellt in diesem Winter unter dem Motto „Augen auf und durch!“ den Propheten Sacharja als biblisches Buch in den Mittelpunkt. Aus dem 2. Kapitel dieses Buches ist auch der Text für den Bibelsonntag (2,10-17). Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), die Deutsche Bibelgesellschaft, das Katholische Bibelwerk e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) wählen gemeinsam Bibeltext und Materialien dazu aus.

Erstmals werden in diesem Jahr diese Materialien auf einer eigenen Internetseite zur Verfügung gestellt: www.bibelsonntag.de . Dort finden sich neben Gottesdienstentwürfen und einem Kollektenvorschlag auch Informationen über die Entstehung des Bibelsonntags. Darüber hinaus bietet die Seite ein Archiv mit den Materialien der vergangenen Jahre.

„Von Anfang an gab es die Frage, ob ein ausdrücklicher Bibelsonntag nötig sei, wo doch an jedem Sonntag Bibeltexte im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen erläutert Wolfgang Baur, stellvertretender Direktor des Katholischen Bibelwerks e.V. und dienstältestes Mitglied im Herausgeberkreis. „Der Bibelsonntag hingegen soll die Bibel als das alle Konfessionen verbindende Buch ins Bewusstsein rücken.“

„Der Blick auf die weltweite Verbreitung der Bibel kann uns als Christen in Mitteleuropa vor Augen führen, dass die Bibel für viele Menschen in der weltweiten Ökumene eine Art geistiges Grundnahrungsmittel ist“, gibt Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, zu bedenken. Deshalb erinnere der Bibelsonntag auch daran, wie wichtig es ist, dass jeder Mensch die Bibel in seiner eigenen Sprache lesen kann. Die Kollekte am Bibelsonntag ist daher stets für die weltweite Arbeit mit der Bibel bestimmt, in diesem Jahr für die Unterstützung von arabischen Christen im Nahen Osten mit Bibeln.