Hoffnung für Waisenkinder

Weltbibelhilfe unterstützt Projekte in Äthiopien

Stuttgart, 19. Juli 2013. Bibelprojekte in Äthiopien stehen im Zentrum der aktuellen Spendenkampagne der Weltbibelhilfe. Die Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft fordert zu Spenden für Audiogeräte mit Bibeltexten sowie Bibeln für Waisenhäuser und Kirchengemeinden auf. Außerdem werden Übersetzungsprojekte der Äthiopischen Bibelgesellschaft unterstützt, für die in einem Land mit rund 80 Sprachen außerordentliche Anstrengungen nötig sind.

Die Weltbibelhilfe berichtet, dass sich viele äthiopische Christen die Heilige Schrift in ihrer Sprache nicht leisten können. Sie seien auf die Hilfe der Äthiopischen Bibelgesellschaft angewiesen. Eine halbe Million Bibeln sollen dieses Jahr verteilt werden.

In vielen Sprachen gibt es laut Weltbibelhilfe bisher aber nur das Neue Testament. Deshalb werde zum Beispiel zurzeit das Alte Testament in die Sprachen Kambatta und Hadiyya übersetzt. Kambatta wird von etwa 600.000 Angehörigen einer Volksgruppe im Südwesten des Landes gesprochen. Zur Hadiyya-Gruppe gehören ebenfalls im Südwesten etwa 1,2 Millionen Menschen, die überwiegend die gleichnamige Sprache nutzen. Die ganze Bibel in den beiden Sprachen soll 2016 erscheinen.

Im Spendenbrief weist der ehemalige württembergische Landesbischof Eberhardt Renz auf die Not der Kinder in den Straßen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hin. Um diesen Kindern ein Zuhause zu geben, haben engagierte Christinnen und Christen das „Leuchtturm-Waisenhaus“ eröffnet. Dort gehe es um mehr als nur die materielle Versorgung der Straßenkinder, so der Altbischof. Die Bibelgesellschaft sorge dafür, dass die Kinder im Waisenhaus die Bibel kennenlernen und daraus neue Hoffnung schöpfen können. Kinder, die nicht lesen können, hören die biblischen Ge­schichten mit einem Audiogerät, der sogenannten sprechenden Bibel.

Äthiopien steht laut „Index für menschliche Entwicklung“ der Vereinten Nationen auf Rang 173 der verglichenen Staaten und zählt damit zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung gehören einer christlichen Kirche an. Die meisten zählen sich zur Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Bereits im 4. Jahrhundert war das Land christlich geprägt. Zu den am schnellsten wachsenden Kirchen Afrikas gehört die äthiopische Mekane-Yesus-Kirche mit jetzt rund fünf Millionen Mitgliedern. Sie geht unter anderem auf die Arbeit der lutherischen Hermannsburger Mission zurück.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.weltbibelhilfe.de.

RTM

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Tobias Keil
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