Ökumenischer Bibelsonntag am 31. Januar

Zum 40. eine eigene Webseite

Bibelsonntag hebt die ökumenische Bedeutung der Bibel hervor

Stuttgart, 21. Januar 2016. Genau seit 40 Jahren gibt es in Baden-Württemberg den Ökumenischen Bibelsonntag, seit 1982 wird auch bundesweit dazu eingeladen. Empfohlen wird der letzte Sonntag im Januar, in diesem Jahr der 31. Januar. Viele Gemeinden begehen ihn aber auch in Zusammenhang mit der Ökumenischen Bibelwoche.

Mehr als 160.000 Menschen nehmen pro Jahr an einer Bibelwoche teil, belegt die aktuelle Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Termine in den Gemeinden variieren, vielerorts findet die Bibelwoche im Januar oder Februar statt. Sie stellt in diesem Winter unter dem Motto „Augen auf und durch!“ den Propheten Sacharja als biblisches Buch in den Mittelpunkt. Aus dem 2. Kapitel dieses Buches ist auch der Text für den Bibelsonntag (2,10-17). Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), die Deutsche Bibelgesellschaft, das Katholische Bibelwerk e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) wählen gemeinsam Bibeltext und Materialien dazu aus.

Erstmals werden in diesem Jahr diese Materialien auf einer eigenen Internetseite zur Verfügung gestellt: www.bibelsonntag.de . Dort finden sich neben Gottesdienstentwürfen und einem Kollektenvorschlag auch Informationen über die Entstehung des Bibelsonntags. Darüber hinaus bietet die Seite ein Archiv mit den Materialien der vergangenen Jahre.

„Von Anfang an gab es die Frage, ob ein ausdrücklicher Bibelsonntag nötig sei, wo doch an jedem Sonntag Bibeltexte im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen erläutert Wolfgang Baur, stellvertretender Direktor des Katholischen Bibelwerks e.V. und dienstältestes Mitglied im Herausgeberkreis. „Der Bibelsonntag hingegen soll die Bibel als das alle Konfessionen verbindende Buch ins Bewusstsein rücken.“

„Der Blick auf die weltweite Verbreitung der Bibel kann uns als Christen in Mitteleuropa vor Augen führen, dass die Bibel für viele Menschen in der weltweiten Ökumene eine Art geistiges Grundnahrungsmittel ist“, gibt Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, zu bedenken. Deshalb erinnere der Bibelsonntag auch daran, wie wichtig es ist, dass jeder Mensch die Bibel in seiner eigenen Sprache lesen kann. Die Kollekte am Bibelsonntag ist daher stets für die weltweite Arbeit mit der Bibel bestimmt, in diesem Jahr für die Unterstützung von arabischen Christen im Nahen Osten mit Bibeln.