Professor Dr. Rösel wird neuer Generalsekretär

Neue Geschäftsführung der Deutschen Bibelgesellschaft ab März 2014

Stuttgart, 14. Oktober 2013. Professor Dr. Christoph Rösel wird neuer Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG). Der 49-jährige Theologe aus Marburg tritt die Position im März 2014 an. Rösel ist zurzeit Professor für Altes Testament und Prorektor an der Evangelischen Hochschule Tabor, daneben Privatdozent für Altes Testament am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg. Alleiniger Geschäftsführer der DBG ist derzeit der 69-jährige Diplom-Ökonom Reinhard Adler.

Christoph Rösel studierte zunächst von 1984 bis 1988 Evangelische Theologie am Theologischen Seminar Sankt Chrischona in Bettingen bei Basel. Danach war der gebürtige Pfälzer Prediger der Evangelischen Stadtmission in Lich bei Gießen. Von 1992 bis 1997 setzte er seine Studien an der Universität Marburg fort und promovierte im Fach Evangelische Theologie mit einer Studie zur messianischen Redaktion des Psalters. 2004 schloss er erfolgreich den Studiengang Erwachsenenbildung an der Fernuniversität Kaiserslautern ab. 2011 habilitierte er sich für das Fach Altes Testament.

Als Theologischer Referent war Rösel von 1996 bis 2002 für die Akademiker-SMD tätig, einem christlichen Netzwerk für Männer und Frauen mit akademischer Ausbildung. Er hat zudem eine Reihe von Aufsätzen und Büchern zur wissenschaftlichen Exegese und zu gemeindebezogenen Themen der Bibelauslegung veröffentlicht. Für das wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft WiBiLex schrieb er Artikel zu alttestamentlichen Stichwörtern.

Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart nimmt Aufgaben als Verlag und in der in- und ausländischen Bibelmission wahr. Für die Evangelische Kirche in Deutsch­land verlegt sie die Lutherbibel. Zu den weiteren Bibelübersetzungen im Verlag gehö­ren die Gute Nachricht Bibel, die BasisBibel und die Neue Genfer Übersetzung.

Die in Stuttgart publizierten wissenschaftlichen Ausgaben des Alten und Neuen Testa­ments in hebräischer und griechischer Sprache sind Grundlage der Bibelübersetzung weltweit. Neben den klassischen Büchern haben in den vergangenen Jahren elektroni­sche Ausgaben wie Computer-Software, Audio-Bibeln, Smartphone-Apps und E-Books an Bedeutung gewonnen.

Den Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) unterstützt die DBG durch Aktionen der Weltbibelhilfe. Zu ihrer Vollversammlung gehören Kirchen, christliche Werke und regionale Bibelgesellschaften, die sich mit Ausstellungen, Aktionen und anderen bibelpädagogischen Angeboten in ganz Deutschland engagieren.

Die Bibel in allen Medien

Deutsche Bibelgesellschaft bei der Frankfurter Buchmesse 2013

Stuttgart, 8. Oktober 2013. Die Bibel in den klassischen und in allen neuen Medien zeigt die Deutsche Bibelgesellschaft vom 9. bis 13. Oktober bei der Frankfurter Buchmesse 2013. Im Zentrum der diesjährigen Präsentation im Messe-Bereich Religion (Halle 3.1, J9) stehen neue Bibelausgaben für Kinder und Jugendliche: „Die Kinder-Mitmach-Bibel“, die neuen Bibelausgaben „für dich“ sowie die Ausgaben der BasisBibel und der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ).

„Eine Stärke der Deutschen Bibelgesellschaft ist die große Vielfalt ihrer Ausgaben“, sagt DBG-Geschäftsführer Reinhard Adler. „Von der klassischen Lutherbibel bis zur aktuellen BasisBibel reicht das Spektrum der Übersetzungen. Bibeln für Kinder, Hörbibeln, elektronische Angebote und wissenschaftliche Ausgaben zeigen, dass wir unser Mandat sehr ernst nehmen: Wir wollen die Bibel mit unseren Verlagsprodukten allen Menschen in Deutschland zugänglich machen.“

Die zur Messe neu erschienene „Kinder-Mitmach-Bibel“ erzählt 26 biblische Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. Die farbenfrohen Illustrationen und sogenannte Mitmach-Seiten nach jeder Geschichte vermitteln den Jungen und Mädchen einen spannenden Zugang zu Erzählungen von der Schöpfung bis zur Apostelgeschichte. Die Mitmach-Seiten enthalten jeweils thematisch abgestimmte Kreativideen, um biblische Aussagen in die Welt der Kinder zu tragen. Die Doppelseiten regen nicht nur zum Basteln, Malen, Backen, Singen, Diskutieren, Spielen und Singen an, sondern führen zugleich auch weiter zum theologischen Nachdenken über das Gelesene.

Die Autorinnen sind die Pfarrerinnen Susanne Jasch und Kristina Schnürle. Beide waren Referentinnen für Konfirmandenarbeit im Pädagogisch-Theologischem Zentrum in Stuttgart. Dr. Sabine Waldmann-Brun illustrierte die Seiten. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart freie Malerei und Glasgestaltung. Im Hauptberuf ist sie Ärztin. Besonders eignet sich diese Bibel für Gruppenarbeit im Religionsunterricht, in der Kinderkirche und für das Konzept „Konfi 3“, die erste Phase des Konfirmationsunterrichts in der 3. Klasse, aber auch für Familien.

Die Lutherbibel- und die Gute-Nachricht-Ausgaben „für dich“ sind bei der Deutschen Bibelgesellschaft 2013 in neuer Gestaltung erschienen. Die Bibelausgaben mit farbigen Son­derseiten bieten Tipps für das Bibellesen, einen Überblick über das Alte und Neue Testament sowie Einführungen zu den wichtigsten Themen der Bibel. Sie sind für den Konfirmations- und Religionsunterricht sowie den Einstieg in das Bibellesen besonders geeignet.

Die BasisBibel gibt es bisher als gedrucktes Buch mit Neuem Testament und Psalmen, als Hörbuch, in der Reihe „bibel multimedial“, im Internet und als App für iPhone und iPad sowie das Betriebssystem Android. Als erste crossmediale Übersetzung berücksichtigt sie das durch Computer und Internet veränderte Medienverhalten. Sie ist nah am griechischen Urtext übersetzt und mit ihrer klaren Sprache zugleich außerordentlich gut lesbar.

Gemeinsam geben die Genfer und die Deutsche Bibelgesellschaft die NGÜ heraus. Als kommunikative Übersetzung verbindet sie Verständlichkeit mit Urtextnähe. Die ersten Teilausgaben erschienen von 2000 bis 2003. Inzwischen liegen das Neue Testament und die Psalmen in verschiedenen Medien vor.

WG: PM Besuch von Medienbischof Fischer

Bischof Fischer: „Arbeite sehr gerne mit der BasisBibel“

Besuch der Deutschen Bibelgesellschaft bei der Frankfurter Buchmesse

Stuttgart, 10. Oktober 2013. „Ich arbeite sehr gerne mit der BasisBibel“, betonte Ulrich Fischer, Medienbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gestern bei einem Besuch der Frankfurter Buchmesse. Es handele sich um eine wissenschaft­lich fundierte Übersetzung mit großer Allgemeinverständlichkeit. Bischof Fischer be­suchte unter anderem den Stand der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) bei einem Rundgang durch die Buchmesse.

Die BasisBibel ist nach Ansicht des Theologen eine der größten Errungenschaften der vergangenen Jahre. Für Fischer ist die Lutherbibel die Grundlage für das Lesen der Bibel, aber auch die BasisBibel liefere immer wieder wichtige Funde beim Verständnis einzelner Abschnitte. Durch ihre elektronische Verfügbarkeit und die Erläuterungen sei sie auch eine Erklärungsbibel. Wie die moderne Gute Nachricht Bibel könne die BasisBibel vielleicht Menschen erreichen, deren Lesefähigkeit wenig ausgeprägt ist. Dabei wahre die neue Übersetzung das für die Lektüre der Bibel nötige Sprachniveau.

Die BasisBibel gibt es bisher als gedrucktes Buch mit Neuem Testament und Psalmen, als Hörbuch, in der Reihe „bibel multimedial“, im Internet und als App für iPhone und iPad sowie das Betriebssystem Android. Die Übersetzung wendet sich an eine neue Generation von Leserinnen und Lesern, denen die klassische Bibelsprache nicht vertraut ist. Als erste crossmediale Übersetzung berücksichtigt sie das durch Computer und Internet veränderte Medienverhalten. Ihre Gestaltung wurde in deutschen und internationalen Wettbewerben mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem „Goldenen Löwen“ von Cannes und dem „red dot design award“.

Zu den laufenden Arbeiten der EKD-Kommission zur Durchsicht der Lutherbibel er­klärte Bischof Fischer, dass es an einigen Stellen einen Rückgriff auf den ursprüng­lichen Text des Reformators geben werde. In der Sprache solle auch die Andersartig­keit des Evangeliums gezeigt werden. Die Kommission schaue genau hin, wo der Text zum Beispiel ungenau sei. Einen grundlegend neuen Luthertext werde es aber nicht geben. Die Kernstellen blieben unverändert.

Die Deutsche Bibelgesellschaft zeigt bei der Frankfurter Buchmesse bis zum 13. Oktober die Bibel in den klassischen und in allen neuen Medien. Im Zentrum der diesjährigen Präsentation im Messe-Bereich Religion (Halle 3.1, J9) stehen neue Bibelausgaben für Kinder und Jugendliche: „Die Kinder-Mitmach-Bibel“, die neuen Bibelausgaben „für dich“ sowie die Ausgaben der BasisBibel und der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ).

Im Bild v.l.: Dr. Hannelore Jahr (Cheflektorin der DBG), Reinhard Adler (DBG-Geschäftsführer) und Bischof Dr. Ulrich Fischer. Fotonachweis: EMVD/Martin Leissl

Lesen lernen mit der Bibel in Indonesien

Aktion der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft zum Erntedankfest

Stuttgart, 30. September 2013. „Viele Christen in Indonesien sind Analphabeten, obwohl sie Gottes Wort gerne lesen würden.“ Darauf weist der ehemalige württembergische Landesbischof Eberhardt Renz in der Erntedank-Aktion der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft hin. In ländlichen Regionen fehlt oft der Zugang zu einer staatlichen Bildungseinrichtung. Die Indonesische Bibelgesellschaft bietet daher in vielen Dörfern Leselernkurse mit der Bibel an.

„Nicht alle Menschen profitieren vom wirtschaftlichen Wachstum in unserem Land“, berichtet Harsiatmo Duta Pranowo, Generalsekretär der Indonesischen Bibelgeselschaft. Besonders in den abgelegenen Gebieten im Urwald der über 17.500 Inseln gebe es viele unterentwickelte Dörfer. Weil Schulen und Lehrer fehlten, sei die Zahl der Analphabeten dort hoch und es sei wichtig, die Menschen zu unterstützen.

Ein Bericht des Tübinger Theologiestudenten Christopher Pascher unterstreicht das Interesse an den Kursen. „Ich bin fasziniert von der Freude und dem Fleiß, mit dem die Christen anhand von Bibeltexten Lesen und Schreiben lernen, um Gottes Wort besser zu verstehen“, sagt Pascher, der in einem Auslandssemester die Leselernkurse im Dorf Kambong besucht hat.

„Die Lerngruppen waren sehr begeistert bei der Sache, ungeachtet der äußeren Umstände“, so der Theologiestudent. Zum Lernen sei nur abends Zeit, denn tagsüber müssten die Menschen auf Kautschuk- oder Reisplantagen arbeiten. Die Kurse werden an drei Abenden pro Woche in der Kirche abgehalten. Wenn es dunkel geworden ist, wird im Schein von Taschen- oder Öllampen unterrichtet, denn Strom durch dieselbetriebene Generatoren ist teuer. Am Ende des Leselernkurses erhält jeder Teilnehmende seine eigene Bibel.

Nach Angaben der Bibelgesellschaft wird in Indonesien zurzeit in 17 Übersetzungsprojekten gearbeitet. Zum Beispiel wird in der Mongondow-Sprache nach dem Neuen auch das Alte Testament übersetzt. Mongondow wird von einer halben Million Menschen in Nord-Sulawesi gesprochen. Die Bibel ist bisher in 30 indonesischen Sprachen vollständig übersetzt. Insgesamt werden im Vielvölkerstaat mehr als 700 Sprachen genutzt.

Die Weltbibelhilfe, Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft, sammelt in Deutschland Spenden für die Arbeit der Bibelgesellschaften weltweit. Partner sind die im Weltverband der Bibelgesellschaften (UBS; United Bible Societies) zusammengeschlossenen Gesellschaften. Der Weltverband zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. In 70 Ländern mit mehr als 150 Projekten engagieren sich die Bibelgesellschaften für Leselernprogramme.

Weitere Informationen gibt es unter www.weltbibelhilfe.de

Ansprechpartner
Tobias Keil
Aktion Weltbibelhilfe
Tel: (0711) 7181 – 273
Fax: (0711) 7181553 – 273
E-Mail keil

Fotohinweis: Weltbibelhilfe

Mit Leselernprojekten gegen häusliche Gewalt

Bibelgesellschaften zum Unesco-Welttag der Alphabetisierung

Stuttgart/Reading, 6. September 2013. Programme zum Lesen lernen mit der Bibel helfen in Lateinamerika vor allem Frauen ihre gesellschaftliche Situation zu verbessern und stärken sie im Kampf gegen häusliche Gewalt. Darauf weist der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies, UBS) aus Anlass des von der Unesco ausgerufenen Welttages der Alphabetisierung am 8. September hin.

Das Programm „Read to Live“ erreicht nach Angaben des Weltverbandes jährlich insgesamt 75.000 Männer und Frauen in Bolivien, Chile, Ecuador, Panama und Peru. Die Teilnehmenden werden dabei in den Kursen auch mit dem Thema häusliche Gewalt konfrontiert. Dabei zeigt sich nach den Erfahrungen der Bibelgesellschaften, dass besonders bei Frauen mit der Fähigkeit zu lesen und zu schreiben auch das Selbstwertgefühl steigt. Sie beginnen das Schweigen über Gewalt zu brechen und sich dagegen zu wehren.

Nach den Basiseinheiten mit einfachen Sätzen zum Lesen lernen, geht es in zehn Booklets um Bibelverse und Themen wie Gleichberechtigung, gegenseitigen Respekt, Kinderrechte, Kommunikation und Vergebung. Die Hefte liegen in Spanisch und in einigen einheimischen Sprachen wie Quechua und Chipaya vor.

„Das Wort Gottes sagt, dass jeder Mensch, egal ob Mann oder Frau, einen Wert und eine Würde besitzt“, betont der Programmdirektor der Peruanischen Bibelgesellschaft Pablo Gutierrez. Das Alphabetisierungsprojekt anhand biblischer Texte sei ein mächtiges Werkzeug für gesunde Werte in den Familien und eine Gesellschaft, die auf Frieden und Gerechtigkeit basiert. „Die Studienhefte für ,Read to Live‘ sind so konzipiert, dass sie zum Nachdenken über Verhaltensweisen anregen, die zu Gewalt führen können“, erläutert Gutierrez.

„Alphabetisierung und die Prävention häuslicher Gewalt zu kombinieren gehört zu den besten Dingen, die die Bibelgesellschaft tun kann“, sagt auch Bricelda Gonzalez vom Ministerium für Sozialentwicklung in Panama mit Blick auf ein Projekt in der Region Ngöbe-Buglé an der Atlantikküste ihres Landes. „Wir hoffen, dass das Projekt fortge­setzt und erweitert wird, so dass häusliche Gewalt ein Thema der Vergangenheit wird“, so Gonzalez.

Der Weltalphabetisierungstag, in Englisch „World Literacy Day“, wurde erstmals am 8. September 1966 begangen. Der Beschluss dazu fiel auf einer Konferenz der Organisa­tion der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Teheran. Nach Angaben der Unesco gab es 2012 weltweit etwa 775 Millionen Analphabeten, davon zwei Drittel Frauen.

Mehr Informationen zu Alphabetisierungsprojekten und der weiteren Arbeit des Weltverbandes der Bibelgesellschaften gibt es unter www.weltbibelhilfe.de.

RTM

Bildnachweis: Weltbibelhilfe (Fotos aus dem Projekt „Read to Live“ in Bolivien)

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Neuerscheinung „Leben und Arbeit in biblischer Zeit“

Autor Professor Dr. Wolfgang Zwickel führt durch die Kulturgeschichte Israels

Stuttgart, 19. September 2013. Eine Kulturgeschichte auf der Grundlage archäolo­gischer Forschungen ist jetzt bei der Deutschen Bibelgesellschaft und dem Calwer Verlag unter dem Titel „Leben und Arbeit in biblischer Zeit“ erschienen. Autor ist Professor Dr. Wolfgang Zwickel, Dozent für Altes Testament und Biblische Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er ist unter anderem an Forschungs- und Ausgrabungsprojekten in Israel beteiligt.

Die vorliegende Publikation wendet sich an eine große Öffentlichkeit, die mehr über die Ergebnisse der aktuellen Forschung erfahren will. „Ich bin der festen Überzeugung, dass umfassende Kenntnisse über die Lebenswelt des Alten und Neuen Testaments für eine sachgemäße wissenschaftliche Interpretation der Bibel unverzichtbar sind“, sagt Professor Zwickel. Das Anliegen des Autors ist es, dabei ein facettenreiches und lebendiges Bild vom Alltag zur Zeit der Bibel zu zeichnen.

In zwölf Kapiteln werden die Geschichte und Lebensbereiche im Heiligen Land dar­gestellt. Dabei geht es um Landschaften und Städte, Epochen der Menschheitsge­schichte, Landwirtschaft, Handwerk und Handel, Militär, Religion und das Leben im Alltag sowie die staatliche Entwicklung. Das Schlusskapitel steht unter der Überschrift „Leben und Tod“. Es zeigt die religiösen und kulturellen Vorstellungen, die mit der Geburt und dem Sterben verbunden waren. Erst im 2. Jahrhundert vor Christus habe sich allmählich die Hoffnung auf eine Auferstehung der Toten entwickelt, erläutert Professor Zwickel.

Zum Handbuch wird der 246 Seiten starke Band besonders durch die rund hundert Ab­bildungen in Farbe und Schwarzweiß, tabellarische Übersichten und Landkarten. Be­deutende archäologische Funde aus dem Alltag, der Politik und dem Kult sind ebenso wiedergegeben wie Zeichnungen zu antiken Siedlungen und Werkzeugen. Abgebildet ist zum Beispiel das 1904 entdeckte Siegel von Megiddo aus dem 8. Jahrhundert vor Christus. Auf dem Siegel wird König Jerobeam II. erwähnt und das Fundstück ist damit das älteste Siegel überhaupt, das mit einer historischen Person verbunden werden kann.

RTM

Leben und Arbeit in biblischer Zeit
Eine Kulturgeschichte
Professor Dr. Wolfgang Zwickel
ISBN: 978-3-438-06218-5
Preis: 29,95 Euro

Baltikum: Die Bibel neu ins Gespräch bringen

„Bibelreport“ mit Schwerpunktthema Litauen und Estland

Stuttgart, 12. September 2013. Vom Besuch einer deutschen Gruppe bei den Partner-Bibelgesellschaften in Estland und Litauen berichtet die jüngste Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Vorgestellt werden die Pläne für drei Bibelzentren in Estland und die Arbeit für Kinder und Jugendliche in Litauen. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelge­sellschaft will die Zusammenarbeit mit den baltischen Bibelgesellschaften in den nächs­ten Jahren weiter ausbauen.

„Wir Esten haben ein großes Interesse an Geschichte“, sagt Jaan Bärenson, Generalsekretär der Estnischen Bibelgesellschaft. „An diesem Punkt wollen wir mit unserer Arbeit anknüpfen, damit besonders jüngere Menschen mehr über die reiche Tradition und lange Geschichte der Bibel – auch hier in unserem Land – erfahren.“ Dazu sollen in den nächsten Jahren drei Bibelzentren gegründet werden. Als Standorte hat die Bibelgesellschaft die Städte Jüri, in der Nähe der Hauptstadt Tallinn, Kullama im Westen Estlands und Kambja im Süden ausgewählt. Sie sind alle mit der Geschichte der Bibelübersetzung ins Estnische verbunden.

Die zehnköpfige Gruppe aus Deutschland lernte in Litauen unter anderem die Arbeit der Bibelgesellschaft für gehörlose Kinder kennen. Für den Religionsunterricht in einer Schule für gehörlose Jungen und Mädchen in Vilnius werden besondere Arbeitsbücher und Medien eingesetzt. Ein Film zum „Land der Bibel“ soll in die Gebärdensprache übersetzt werden. In anderen Projekten der Litauischen Bibelgesellschaft werden Kindergärten mit Kinderbibeln ausgestattet und ein Schülerwettbewerb zur Bibel organisiert. Für beide Initiativen sammelt die Weltbibelhilfe Spenden in Deutschland.

Weitere Themen des „Bibelreports“ sind ein Interview mit dem Generalsekretär der Pakistanischen Bibelgesellschaft, Anthony Aijaz Lamuel, zur Situation in seinem Heimatland und das Evangelium nach Maria in der Serie zu apokryphen Schriften des Neuen Testaments. Mit der Christophorus-Legende beschäftigt sich in der Rubrik „Bibel persönlich“ Pfarrer Dr. Johannes Friedrich, ehemaliger bayerischer Landesbischof sowie Verwaltungsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) herausgegeben und berichtet über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Quartals­zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Über­setzung der Heiligen Schrift. Den Bibelreport als PDF zum Download gibt es auf www.weltbibelhilfe.de.

RTM

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Tel: (0711) 7181 – 273
Fax: (0711) 7181553 – 273
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In sieben Schritten durch die Josefsgeschichte

Bibelwoche unter dem Leitgedanken „… damit wir leben und nicht sterben“

Stuttgart, 16. September 2013. Sieben Abschnitte aus der Josefsgeschichte stehen im Mittelpunkt der Ökumenischen Bibelwoche 2013/2014. Der Leitgedanke lautet dieses Mal „… damit wir leben und nicht sterben“. Unter Überschriften wie geliebt und gehasst, gefürchtet und mächtig, versöhnt und versorgt bieten Begleitmaterialien Auslegungen, Literaturempfehlungen, Meditationshilfen, Gebete und Liedvorschläge für die Woche.

Die Geschichte von Josef und seinen Brüdern ist eine kunstvoll gestaltete Lehrerzählung aus dem Alten Testament. Josef, ein Sohn Jakobs, wird von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft und bewährt sich dort am Hofe des Pharao. Doch er vergisst seine Familie nicht und hilft ihr in der Not. Literaten und andere Künstler haben diese Erzählung immer wieder aufgegriffen, unter anderem der Schriftsteller Thomas Mann.

Im Leitgedanken „… damit wir leben und nicht sterben“ zeigt sich nach Ansicht der Autoren des Bibelwochenheftes Gottes Plan mit der Welt, wie er sich auch in der Josefs­geschichte offenbart. Trotz aller Unternehmungen von Menschen diesen Plan Gottes zunichte zu machen, habe sich dessen Absicht nicht geändert, heißt es in der Einleitung zu den Materialien. Die Josefsgeschichte zeige plastisch Ängste auf, ihre verheerende Wirkung und die erfolglosen Versuche, sie durch Gewalt zu überwinden. Doch es bleibe die Perspektive, dass Gott die Geschicke lenkt und somit alles menschliche Machtstreben ins Leere läuft.

Das Teilnehmerheft und das Arbeitsbuch für die Ökumenische Bibelwoche werden von der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG), der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) und dem Katholischen Bibelwerk herausgegeben und erscheinen bei der Neukirchener Verlagsgesellschaft. In einer Bibelwochenkonferenz der AMD wurden die Bibeltexte erarbeitet. Die sieben Abschnitte im Teilnehmerheft aus 1. Mose/Genesis 37 bis 50 werden nach der neuen Zürcher Bibel wiedergegeben. Zum Konzept der Bibelwoche gehört die Vielfalt methodischer und persönlicher Zugänge zu den Texten.

Die ersten Bibelwochen wurden in evangelischen Gemeinden in den 1930er Jahren veranstaltet. Seit mehr als 25 Jahren gibt es vermehrt ökumenische Bibelwochen. Laut einer Erhebung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zählten 2010 knapp 6000 Bibelwochen in den Gemeinden rund 200.000 Teilnehmende.

Die Materialien zur Bibelwoche können auf www.bibelonline.de bestellt werden.

RTM

… damit wir leben und nicht sterben

Ökumenische Bibelwoche 2013/2014 Bilder und Materialien zur Bibelwoche

(Arbeitsbuch) (Material-CD)

ISBN: 978-3-438-06729-6 ISBN: 978-3-438-06731 -9

Preis: 14,99 Euro Preis: 16,99 Euro

Ökumenische Bibelwoche 2013/2014

(Teilnehmerheft)

ISBN: 978-3-438-06728-9,
Preis: ab 1,99 Euro (Staffelpreise)