Wiederaufbau zerstörter Bibelläden in Ägypten

Deutsche Bibelgesellschaft ruft zu Spenden auf

Stuttgart, 26. August 2013. Die Deutsche Bibelgesellschaft ruft zu Spenden für den Wiederaufbau von Bibelläden in Ägypten auf. Zwei Buchläden der Ägyptischen Bibelgesellschaft sind am 14. August bei Ausschreitungen in den Städten El Minia und Assiut im Süden des Landes durch Brände zerstört worden. „Wir müssen die Ägyptische Bibelgesellschaft schnell und wirkungsvoll unterstützen, damit sie weiter allen Christinnen und Christen im Land die Bibel zugänglich machen kann“, betont der Geschäftsführer der Deutschen Bibelgesellschaft, Reinhard Adler.

Die Ägyptische Bibelgesellschaft berichtet, dass Mitarbeitende nicht verletzt wurden. Die Buchläden waren zum Zeitpunkt der Zerstörung geschlossen. Die Läden waren zwar durch Rollläden aus Metall gesichert. Trotzdem gelang es den Randalierern, diese aufzubrechen und Feuer zu legen. Die Fassaden und die gesamten Inneneinrichtungen wurden ein Raub der Flammen. Bibeln und andere Bücher mit Lehrtexten und christlichen Inhalten verbrannten.

Die Zerstörungen standen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen der Militär­regierung und der Muslimbruderschaft. Laut Bibelgesellschaft wurden die christlichen Buchläden aber nicht gezielt zerstört. „Es ist wichtig zu betonen, dass christliche Einrichtungen nicht die einzigen Opfer dieser Gewalt waren“, sagt Ramez Atallah, Generalsekretär der Ägyptischen Bibelgesellschaft. Zum ersten Mal in 129 Jahren der Arbeit sei die Bibelgesellschaft Opfer eines solchen Angriffs gewesen. Es sei der Angriff einer gewalttätigen Minderheit auf den Staat, verbunden mit dem Versuch das Land zu destabilisieren. Auch andere Läden und Geschäfte sowie Autos in der gesamten Umgebung der Bibelläden und Polizeistationen waren von den Zerstörungen betroffen.

Die Ägyptische Bibelgesellschaft will die Bücherläden nun so schnell wie möglich wieder aufbauen. Die Arbeiten für den Laden in El Minia werden nach ersten Schätzungen der Gesellschaft mindestens drei Monate dauern. In der Stadt Assiut könnten es mehr als vier Monate sein. In beiden Städten leben viele Christinnen und Christen und es gibt hunderte Kirchen, die auf die Bücherläden angewiesen sind.

Mehr Informationen auf www.weltbibelhilfe.de

Vollständige Bibel ist jetzt in 484 Sprachen übersetzt

Weltverband der Bibelgesellschaften veröffentlicht „Scripture Language Report“

Reading/Stuttgart, 29. Juli 2013. Die komplette Bibel mit Altem und Neuem Testament liegt jetzt in 484 Sprachen vor. Dies teilt der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) im aktuellen „Scripture Language Report“ mit. Zusätzlich ist das Neue Testament in 1257 Sprachen übersetzt und sind einzelne Schriften der Bibel in 810 Sprachen verfügbar. Damit liegt nun in 2551 Sprachen mindestens ein Buch der Bibel vor. Sprachforscher gehen von weltweit mehr als 6500 Sprachen aus.

Grundlage für die Statistik ist der „Scripture Language Report“ des Weltverbandes für das Jahr 2012. Der Report erfasst alle Sprachen, in denen bis zum Jahreswechsel 2012/2013 mindestens ein Buch der Bibel veröffentlicht worden ist. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es neun neue vollständige Übersetzungen und 17 Neue Testamente. Für die einzelnen Weltregionen ergeben sich folgende Zahlen bei den vollständigen Übersetzungen: Afrika 189, Asien 146, Ozeanien 40, Europa 63, Lateinamerika 37, Nordamerika 8 sowie eine in der Plansprache Esperanto.

Zurzeit arbeiten die Bibelgesellschaften in rund 460 Übersetzungsprojekten. Seit dem Jahrtausendwechsel ist die Zahl der Sprachen mit vollständiger Bibelübersetzung um 101 gewachsen. Der Weltverband erwartet, dass 2015 einhundert der aktuellen Pro­jekte abgeschlossen sein werden. Dabei handelt es sich bei 45 Projekten um die erste Übersetzung in einer neuen Sprache, in 29 Sprachen sollen neue Übersetzungen den aktuellen Sprachgebrauch aufnehmen und in 26 Projekten geht es um Revisionen älterer Bibelübersetzungen. Möglich ist dies nur bei weiter starkem Engagement von Spenderinnen und Spendern weltweit.

Die Sprachen mit erstmals vollständigen Bibeln sind: Huallaga-Quechua (Peru), Saboat (Kenia), Nordost-Dinka (Südsudan), Tagwana (Elfenbeinküste), Sesotho (Südafrika), Kisongye (Demokratische Republik Kongo), Asante Twi (Ghana), Tschetschenisch (Russland) und Kunama (Eritrea).

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Auf­gaben sind die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift. Unter­stützt wird die Arbeit durch die Weltbibelhilfe als Aktion der Deutschen Bibelgesell­schaft. Die Weltbibelhilfe sammelt Spenden in Deutschland für die Arbeit der Bibelge­sellschaften weltweit.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.weltbibelhilfe.de.

RTM

Foto: Übersetzergruppe in Kenia (Bildnachweis: Weltbibelhilfe)

Ansprechpartner
Tobias Keil
Aktion Weltbibelhilfe
Tel: (0711) 7181 – 273
Fax: (0711) 7181553 – 273
E-Mail keil

Hoffnung für Waisenkinder

Weltbibelhilfe unterstützt Projekte in Äthiopien

Stuttgart, 19. Juli 2013. Bibelprojekte in Äthiopien stehen im Zentrum der aktuellen Spendenkampagne der Weltbibelhilfe. Die Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft fordert zu Spenden für Audiogeräte mit Bibeltexten sowie Bibeln für Waisenhäuser und Kirchengemeinden auf. Außerdem werden Übersetzungsprojekte der Äthiopischen Bibelgesellschaft unterstützt, für die in einem Land mit rund 80 Sprachen außerordentliche Anstrengungen nötig sind.

Die Weltbibelhilfe berichtet, dass sich viele äthiopische Christen die Heilige Schrift in ihrer Sprache nicht leisten können. Sie seien auf die Hilfe der Äthiopischen Bibelgesellschaft angewiesen. Eine halbe Million Bibeln sollen dieses Jahr verteilt werden.

In vielen Sprachen gibt es laut Weltbibelhilfe bisher aber nur das Neue Testament. Deshalb werde zum Beispiel zurzeit das Alte Testament in die Sprachen Kambatta und Hadiyya übersetzt. Kambatta wird von etwa 600.000 Angehörigen einer Volksgruppe im Südwesten des Landes gesprochen. Zur Hadiyya-Gruppe gehören ebenfalls im Südwesten etwa 1,2 Millionen Menschen, die überwiegend die gleichnamige Sprache nutzen. Die ganze Bibel in den beiden Sprachen soll 2016 erscheinen.

Im Spendenbrief weist der ehemalige württembergische Landesbischof Eberhardt Renz auf die Not der Kinder in den Straßen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hin. Um diesen Kindern ein Zuhause zu geben, haben engagierte Christinnen und Christen das „Leuchtturm-Waisenhaus“ eröffnet. Dort gehe es um mehr als nur die materielle Versorgung der Straßenkinder, so der Altbischof. Die Bibelgesellschaft sorge dafür, dass die Kinder im Waisenhaus die Bibel kennenlernen und daraus neue Hoffnung schöpfen können. Kinder, die nicht lesen können, hören die biblischen Ge­schichten mit einem Audiogerät, der sogenannten sprechenden Bibel.

Äthiopien steht laut „Index für menschliche Entwicklung“ der Vereinten Nationen auf Rang 173 der verglichenen Staaten und zählt damit zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung gehören einer christlichen Kirche an. Die meisten zählen sich zur Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Bereits im 4. Jahrhundert war das Land christlich geprägt. Zu den am schnellsten wachsenden Kirchen Afrikas gehört die äthiopische Mekane-Yesus-Kirche mit jetzt rund fünf Millionen Mitgliedern. Sie geht unter anderem auf die Arbeit der lutherischen Hermannsburger Mission zurück.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.weltbibelhilfe.de.

RTM

Ansprechpartner
Tobias Keil
Aktion Weltbibelhilfe
Tel: (0711) 7181 – 273
Fax: (0711) 7181553 – 273
E-Mail keil

Bildnachweis: Weltbibelhilfe

Hoffnung für Waisenkinder

Weltbibelhilfe unterstützt Projekte in Äthiopien

Stuttgart, 19. Juli 2013. Bibelprojekte in Äthiopien stehen im Zentrum der aktuellen Spendenkampagne der Weltbibelhilfe. Die Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft fordert zu Spenden für Audiogeräte mit Bibeltexten sowie Bibeln für Waisenhäuser und Kirchengemeinden auf. Außerdem werden Übersetzungsprojekte der Äthiopischen Bibelgesellschaft unterstützt, für die in einem Land mit rund 80 Sprachen außerordentliche Anstrengungen nötig sind.

Die Weltbibelhilfe berichtet, dass sich viele äthiopische Christen die Heilige Schrift in ihrer Sprache nicht leisten können. Sie seien auf die Hilfe der Äthiopischen Bibelgesellschaft angewiesen. Eine halbe Million Bibeln sollen dieses Jahr verteilt werden.

In vielen Sprachen gibt es laut Weltbibelhilfe bisher aber nur das Neue Testament. Deshalb werde zum Beispiel zurzeit das Alte Testament in die Sprachen Kambatta und Hadiyya übersetzt. Kambatta wird von etwa 600.000 Angehörigen einer Volksgruppe im Südwesten des Landes gesprochen. Zur Hadiyya-Gruppe gehören ebenfalls im Südwesten etwa 1,2 Millionen Menschen, die überwiegend die gleichnamige Sprache nutzen. Die ganze Bibel in den beiden Sprachen soll 2016 erscheinen.

Im Spendenbrief weist der ehemalige württembergische Landesbischof Eberhardt Renz auf die Not der Kinder in den Straßen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hin. Um diesen Kindern ein Zuhause zu geben, haben engagierte Christinnen und Christen das „Leuchtturm-Waisenhaus“ eröffnet. Dort gehe es um mehr als nur die materielle Versorgung der Straßenkinder, so der Altbischof. Die Bibelgesellschaft sorge dafür, dass die Kinder im Waisenhaus die Bibel kennenlernen und daraus neue Hoffnung schöpfen können. Kinder, die nicht lesen können, hören die biblischen Ge­schichten mit einem Audiogerät, der sogenannten sprechenden Bibel.

Äthiopien steht laut „Index für menschliche Entwicklung“ der Vereinten Nationen auf Rang 173 der verglichenen Staaten und zählt damit zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung gehören einer christlichen Kirche an. Die meisten zählen sich zur Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Bereits im 4. Jahrhundert war das Land christlich geprägt. Zu den am schnellsten wachsenden Kirchen Afrikas gehört die äthiopische Mekane-Yesus-Kirche mit jetzt rund fünf Millionen Mitgliedern. Sie geht unter anderem auf die Arbeit der lutherischen Hermannsburger Mission zurück.

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.weltbibelhilfe.de.RTM

Ansprechpartner
Tobias Keil
Aktion Weltbibelhilfe
Tel: (0711) 7181 – 273
Fax: (0711) 7181553 – 273
E-Mail keil

Leuchtfeuerprojekte für die Bibel

Kooperation von Deutscher Bibelgesellschaft und Bibellesebund

Stuttgart/Marienheide, 12. Juli 2013. Die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) und der Bibellesebund Deutschland (BLB) haben eine engere Kooperation vereinbart. In beispielhaften Leuchtfeuerprojekten soll die Kooperation Gestalt bekommen. In der Vereinbarung wird betont, wie wichtig das Bündeln von Kräften zur Erreichung von gemeinsamen Zielen ist. Dabei sehen sich beide Werke in ihrer Arbeit als Dienstleister der christlichen Kirchen und Gemeinden.
Bibellesebund und Bibelgesellschaft haben in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen Kampagnen und Projekten zusammengearbeitet. Dazu gehört zum Beispiel das Jahr der Bibel 2003. In Kooperation erscheint auch das Bibellese-Buch „mittendrin“ mit Impulsen zur täglichen Lektüre der Heiligen Schrift. Durch die Zusammenarbeit sei das Vertrauen in die gegenseitige Kompetenz gewachsen, heißt es bei den Partnern. Zunächst bis 2015 wolle man die Zusammenarbeit intensivieren, um dann vor dem Hintergrund der Erfahrungen über die weitere Zukunft zu beraten.
Zu den geplanten Leuchtfeuerprojekten gehört ein Bibellesekonzept zu einhundert Kernstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament (E100) sowie bibelmissiona-rische Projekte im Themenjahr „Bild und Bibel“ der Lutherdekade.
DBG und BLB unterstreichen ihren Auftrag, die Bibel allen Menschen zugänglich zu machen. Bei der Bibelgesellschaft geschehe dies vor allem durch Übersetzung, Herstellung, weltweite Verbreitung und Hilfen zum Lesen der Heiligen Schrift. Der Bibellesebund unterstütze und begleite Menschen bei der alltäglichen Nutzung der Bibel.
Die Kooperationsvereinbarung wurde für die Deutsche Bibelgesellschaft unterschrieben von Geschäftsführer Reinhard Adler und dem Vorsitzenden der Vollversammlung und des Verwaltungsrates, Dr. Johannes Friedrich, Landesbischof a.D. Für den Bibellesebund unterzeichneten der 1. Vorsitzende Pfarrer Eberhard Baade und Generalsekretär Dr. Christian Brenner.

Foto: (v.l.) Dr. Johannes Friedrich, Dr. Christian Brenner und Reinhard Adler bei der Vereinbarung der Kooperation. (Bildnachweis: DBG/BLB)